Track by Track mit Frank Pané (SAINTED SINNERS)

Bildnachweis: Mat Bischof

Alle guten Dinge sind drei, das trifft es im Falle des neuen, dritten Albums der deutschen Hard`n Heavy Band SAINTED SINNERS wie die berühmte Faust aufs Auge. Nach zwei starken Alben mit Sänger David Reece (ex-Accept) am Micro stellt die Band auf dem mit „Unlocked & Reloaded“ betitelten Album nun Jack Meille (auch bei den TYGERS OF PAN TANG am Micro) als neuen Sänger vor. Bandkopf und Gitarrist Frank Pané war so nett und nahm sich die Zeit alle Songs des saustarken neuen Albums „Unlocked & Reloaded“ (Review) in einem exklusiven „Track by Track“ vorzustellen.

Same ol‘ song:

Der Opener unseres 3.Albums und ich könnte mir keinen bessern Song vorstellen dafür.Schon als ich beim Jammen das Riff entwickelte dachte ich unmittelbar, dass es sich hier um einen Kandidaten für eine mögliche Eröffnungsnummer handeln könnte. So ist es am Ende dann auch gekommen. Beim Riff kann man einige meiner persönlichen Inspirationsquellen wie John Sykes, Randy Rhoads oder Jake E. Lee unschwer heraushören… das liegt mir einfach im Blut, denk ich. Musikalisch hat die Nummer neben dem straighten nach vorne Uptempo Groove einiges zu bieten wie den Mittelpart mit Unisono und Duell Keyboard & Gitarrenparts. Jacks „Catchy Vocal Line“ tut sein Übriges, dass diese Nummer einer meiner absoluten Faves auf dem neuen Album ist.

Standing on top:

Unsere erste Single und Video vom Album und die erste Nummer, die ich im Songwriting Prozess an Jack geschickt habe und an der wir zusammengearbeitet haben. Wie auch bei allen anderen Songs lief dieser Vorgang derart homogen und unproblematisch, dass es eine wahre Freude war. Ich denke das hört man auch dem ganzen Album an. Schon damals kam zur Sprache, dass es eine gute Wahl für eine Single werden könnte. Das Gitarren Thema, welches sich durch den Song zieht, hat bei manchen Leuten Vergleiche zu Slash hervorgerufen, welches mir nie so bewusst war, bis ich’s mal unter dem Gesichtspunkt gesehen hab. Die Nummer ist eine catchy, good-time Rock’n Roll Nummer geworden mit Ohrwurm Refrain und toller Vocal Line von Jack. Wenn der Song nicht positive Rock ’n Roll Vibes vermittelt, dann weiß ich auch nicht 😉

Early light of day:

Eine Nummer, die ich mir im alten Sainted Sinners Line-Up nicht hätte vorstellen können und welche, die neu erreichte Bandbreite, die wir jetzt haben, präsentiert. Hier könnte man denk ich von einer klassischen AOR, Melodic Rock Nummer sprechen. Wiederum ein sehr zugänglicher Refrain und eine Nummer, die sofort zum Mitsingen einlädt dank Jack’s catchy Vocal Line. Zu dem Song haben wir unser 3. Video zum Album gemacht, wo wir Euch einen kleinen „Mini-Movie“ mit eigenständiger Story und Adaptionen eines Filmklassikers präsentieren.

40 years:

Eine typische Sainted Sinners Nummer im Uptempo Shuffle Fell mit Hammond & Gitarren Duell und wieder eine Hommage an den Rock‘n Roll und die 40 oder mehr Jahre, die er uns begleitet und wichtiger Bestand unseres Lebens ist. Unser Slogan „the essence of Rock‘n Roll“ kommt ja nicht von ungefähr. Bei Sainted Sinners geht es genau darum: das Feeling und die Liebe zur Rock Musik zelebrieren. Nicht mehr und nicht weniger. Definitiv eine Nummer, bei der wir live viel Spaß haben werden und gewisse Parts auch mal im Stile unserer Heroen aus den 70ern ausdehnen werden.

The Hammer of the gods:

Ein Song inspiriert von Led Zeppelin über Led Zeppelin. Quasi unser persönlicher Tribute an diese Giganten der Rockmusik, ohne die wir und unzählige andere Bands sicher nicht so klingen würden wie wir/sie es tun. Als ich das Akustik Gitarren Intro schrieb hatte ich gleich das Gefühl, dass dies wohl zu einer „epischeren“ Nummer führen würde. Für die Aufnahmen durfte ich eine 50 Jahre alte Martin D28 12-saitige Akustik Gitarre von meinem Freund und Gitarrenbauer John Longens ausleihen, welche wirklich fantastisch klingt und die perfekte und authentische Wahl war. Die weiteren Riffs im fortlaufenden Prozess taten dann ihr übriges. Sicher eine der Nummern auf dem Album, wo man immer wieder neue Details beim wieder Anhören entdecken kann. Jacks Leistung bei dem Song ist wie auf dem ganzen Album grandios und man kann unschwer hören, wie sehr ihn Robert Plant als Inspiration im Blut liegt. Aber alle Bandmitglieder glänzen hier und machen den Song zu einem wahren Highlight auf dem Album finde ich. Ernestos Keyboard Extravangza am Ende ist auch magisch. Ich bin sehr stolz ein solch kreatives Line-Up von Ausnahmemusikern jetzt beisammenzuhaben.

Free to be:

Ein Groover mit leichtem progy Touch. Dieses Riff habe ich auf Dropped D geschrieben und das gibt dem Song sicher einen leicht moderneren Touch. Rico liefert hier mega Basslines ab und gibt dem Song einen gewissen Funk. Ernestos Keyboard Parts sind auch wieder sehr eindrucksvoll und kreativ und im Outro kommt sogar ein definitiv Stevie Ray Vaughan beeinflusstes Solo. Diese Idee kam von Dick Dropkick, welcher unser Album im SpitFire Studio in München gemischt hat. Als wir beim Mixing waren drückte er mir seine Tele in die Hand und ließ mich eine paar Takes über den Outro Part improvisieren. Eine mega Idee, wie einige die Dick in den Mixing Prozess eingebracht hat, welche abgesehen von seiner großartigen Arbeit, das Album weiter bereichert haben.

I can’t wait:

Die Ballade auf „Unlocked & reloaded“, wobei der Song mehr zu bieten hat als den typischen Ablauf einer 4minütigen Radio-tauglichen Rockballade. Die Nummer ist sehr bluesy und hat im Mittelpart vermutlich das technischste Gitarren Solo auf dem Album. Dazu als interessante Inside Info: Ich habe immer ein bisschen mit mir selbst gehadert ein Solo mit so vielen Noten in dem Song zu verwenden. Zwar war es meine erste Intention dieses Solo zuspielen, aber im Nachhinein dachte ich immer „vielleicht sollte ich was Reduzierteres, simpleres probieren“, was ich dann auch gemacht hatte. Meine Bandkollegen baten mich allerdings das ursprüngliche Solo beizubehalten, da gerade das etwas Besonderes wäre und so der eher unerwartete Mittelpart dem Song das Gewisse Etwas gibt. Und ich muss sagen sie hatten Recht. Ein weiterer besonderer Part im Song ist das psychedelische Outro mit sehr coole Pink Floyd-artigen Sounds von Ernesto.

Stone cold sober:

Eine absoluter Party Rocker, auch von den Lyrics her und mit einem Mittelpart in dem Rico und Ernesto alle Facetten ihres Könnens zeigen. Da ist Jazz, Funk und sogar etwas Disco Groove drin. Gerade das wir solche Parts, wie diesen Mittelpart, die spontan aus dem Bauch raus entstehen zulassen, hebt uns von einer Std. Hardrock Band ab denk ich. Sehr coole Rock’n Roll Lyrics von Jack, mit denen sich jeder identifizieren kann, der mal bei‘ner Party zu tief ins Glas gekuckt hat.

Call it love:

Diese Nummer ist insofern besonders als dass sie in Zusammenarbeit mit meinem guten Freund Alessandro DelVecchio entstanden ist. Es ist somit die einzige Nummer auf „Unlocked & reloaded“ wo Text und Gesangslinie nicht von Jack stammen. Es ist eine sehr coole Melodic Rock Nummer geworden. Sehr catchy Chorus mit toller Gesangsleistung von Jack, die Ale alle Ehre macht. Eines meiner Favoriten Solos auf dem Album. Das war quasi ein first take den ich von der ursprünglichen Demo Version übernommen hab und dann nur nochmal re-recorded hab. Eine Nummer die live sicher Spaß machen wird.

Wall of sound:

Purer Rock’n Roll, inspiriert von den Ursprüngen ala Chuck Berry, Dick Dale, usw. In den knapp 2 1/2 Minuten ist alles gesagt! Sehr coole Idee im Intro von Jack mit dem Radiosender und Lyrics, die wieder passender unserem Motto: „The essence of Rock‘n Roll“ nicht sein könnten.

Farewell to kings:

Das dramatische Ende des Albums und der längste Song auf „Unlocked & reloaded“. Ich persönlich mag Alben besonders die in ihrem Verlauf von Song zu Song eine gewisse durchdachte Dynamik haben. Vom Gefühl gehört da für mich immer die dramatische, epische Nummer an das Ende… das Finale. D.h. nicht das nicht auch Ausnahmen funktionieren können, aber auf „Unlocked & reloaded“ ist „Farewell to kings“ der perfekte Abschluss Track denk ich. Eine gewisse Inspiration von Dio & Tony Martin Ära Black Sabbath lässt sich was die Gitarren Arbeit angeht sicher nicht verleugnen. Im Solo des Songs habe ich ein WahWah verwendet, was bei mir eher seltener zum Einsatz kommt, aber auf diesem Album habe ich es mal wieder öfter „ausgepackt“ und gerade hier gibt es dem Solo einen schönen vokalen Charakter. Wieder sensationelle Leistung meiner Kollegen. Tolles Filmsoundtrack-mäßiges Intro von Ernesto, sehr abwechslungsreiche, gefühlvolle Gesanglinie von Jack, sehr interessante, leicht progy Basslinien von Rico und das auf dem ganzen Album präsente „auf den Punkt“ Drumming von Berci. Ich muss überhaupt meinem ungarischen Freund und Begleiter von Stunde 1 bei Sainted Sinners ein großes Lob aussprechen. Besser und Song dienlicher kann man ein Classic Hard Rock Album nicht eintrommeln.


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