Am 28.05.2021 erscheint mit „Die Tanzwut kehrt zurück“ das neue Album von TANZWUT. Die Tanzwut kehrt zurück. Treffender hätte ein Album-Titel nicht ausfallen können. Und doch ist dieses Album mehr als einfach nur ein zehntes Studio-Album einer Formation, die zu den Pionieren der deutschsprachigen Rockmusik im mittelalterlichen Gewand gehört. Vorab gibt es ein Track by Track der Band:

01. Die Tanzwut kehrt zurück

Der Tod geht um, die Pest ist in der Stadt. Was nützt es uns jetzt noch irdisches Gut anzuhäufen, wenn morgen vielleicht der Sensenmann uns holt? Zerreißt euer Testament, denn wem wollt ihr was vererben? Tanzt mit uns, bis zum Ende. Lebt Euer Leben, als wenn es kein Morgen gäbe und wartet nicht auf das was noch kommen mag.

02. Feine Menschen

Eine feine Gesellschaft und der Teufel sieht‘s mit Freuden. Alles strahlt und scheint makellos zu sein. Sie tragen weiße Westen und bezahlen mit schwarzem Geld. Vorsicht!!!! Keiner gönnt dem andern was, denn man könnte bei jeder lächelnden Umarmung ein Messer in den Rücken gerammt bekommen. Der, dem alle zu Füßen liegen, wird in Gedanken von einem Balkon gestoßen. Er ist sofort tot und die ach so saubere Gesellschaft stürzt sich auf ihn. Sie drängeln und schupsen sich auf der Treppe, manch’ einer kommt zu Fall. Sie trampeln über ihn, sie stürzen sich wie die Geier auf den Toten und zerren ihm die Rolex vom Arm, holen seine Brieftasche heraus. Sie ziehen sich dabei an den Haaren, klauen seine Schuhe, reißen ihm die Kleider vom Leib, bis er nackt ist. Plötzliche Stille – und die Party geht weiter als sei nichts gewesen. Schöner als die Wirklichkeit.

  1. Bis zum Meer

Alle Flüsse fließen ins Meer! Das ist der Kreislauf des Lebens. Der Wunsch anzukommen erfüllt sich wahrscheinlich nie. Man wird getrieben von dem Gedanken, dass man niemals im Leben ankommen wird und so wird niemals die Seele Ruhe finden. Wir bleiben unterwegs. Rastlos – mit zwei Herzen in der Brust.

  1. Pack

Dieser Song ist eine Hymne an alle die, die mit uns ziehen. Die große Familie der Spielleute und Vagabunden. Wir stehen miteinander in guten wie in schlechten Zeiten. Wir gehen durch alle Höllenfeuer und durch alle Freuden. Und wir streiten und kämpfen, wir verzeihen und lieben und wir brennen und erglühen in Ekstasen bis ans Ende unsere Tage.

  1. Die Geister die wir riefen

Einst haben wir sie heraufbeschworen: Die Geister des Rock ’n‘ Rolls. Und wir haben die Zeremonien der teuflischen E-Gitarren und des surrealistischen Dudelsacks beschworen. Und als sie uns erschienen, die Geister mit all seinen Begleiterscheinungen, da wussten wir, dass sie von jetzt an bei uns bleiben werden. So werden wir mit schweren Köpfen erwachen, wenn wir die Nächte zum Tag gemacht haben. Wir werden endlos fahren auf den Straßen, die uns wieder und wieder zu den Bühnen dieser Welt führen. Die Liebe wird uns in ihre wirren Labyrinthe ziehen und wir werden für ewig mit den Geistern tanzen.

  1. Johann

Johann Reichhart war sein Name! Dies ist keine erfundene Geschichte, ob wohl man eigentlich nicht glauben kann was dieser Mensch gewesen ist und was er getan hat. Johann entstammte einer bayerischen Scharfrichtersippe und waltete dieses Amtes in Bayern in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts. Doch die Geschäfte liefen schlecht. Dies änderte sich aber nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Ab da liefen seine Geschäfte als Henker ausgezeichnet. Er vollstreckte um die 3000 Todesurteile mit Guillotine und Galgen deutschlandweit. Nach dem Krieg wurde er der Henker für seinen ehemaligen Auftragsgebern.

  1. Narziss

Was ist Schönheit? Das ist die große Frage. Ich persönlich empfinde Dinge oder Menschen als schön, die andere vielleicht als hässlich empfinden. Wenn ich mich am Morgen mit zerzaustem Haar, bleicher Haut und leicht angeschwollen Augen im Spiegel betrachte ist das nicht unbedingt das, wo man sich selbst als schön empfindet. Wir haben unsere Schönheitsideale im Laufe der Geschichte verändert. Heut ein Narziss zu sein wird ja schon durch unsere Präsentation im Internet geschürt. Alles dreht sich um Selbstdarstellung oder wie präsentiere ich mich. Und die Vorgaben was schön ist und als Schönheit zelebriert wird ist meist unerreichbar. Egomanie und Selbstdarstellung sind wichtiger als alles andere um uns herum. In unserem Song geht es um unser Ich und das Nachdenken darüber, wie wichtig wir selbst uns sind. Ich glaube tatsächlich das heutzutage mehr Menschen Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben, als das sie egomanische, selbstherrliche Züge haben. Jeder möchte heute individuell und besonders sein. Doch ist es nicht nur das mit schwimmen in Mode und Trend? Wirklich das eigene Ich zu finden und einzigartig zu sein ist hingegen eine schwierige und langwierige Sache. Deshalb: die Narzissen sollen blühen!

  1. Schwarze Löcher

Finstere Regionen im Weltall, die alles verschlingen was je existent war. Sie können Licht einsaugen, Sterne verschlingen, alles um sie herum verschwindet. Schwarze Löcher sind das dunkelste Geheimnis unser Galaxie. Und so leben wir in dem Gedanken das alles verschwinden wird was wir für wichtig halten auf diesem Planeten und nichts wichtiger ist als das jetzt und hier.

  1. Auf Messers Schneide

Lass uns was riskieren, komm heraus aus deiner sicheren Festung. Das Abenteuer Leben wartet auf uns. Wer nicht wagt, der nichts gewinnt. Wir sind der tanzende Wahnsinn, der Traum, der sich erfüllt, die Freiheit und das Glück.

  1. Allein

Dieses Lied beschreibt die Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Sie ist gegangen ohne sich zu verabschieden, aber sie bleibt für immer in unseren Herzen, in unseren Köpfen und in unsere Seele. Aber wir können sie nie mehr erreichen.

11.Berlin

Als Berliner Band haben wir unseren ganz speziellen Blick auf diese Stadt. Diese Stadt hat sich verwandelt und bleibt trotz allem was sie ist, dreckig bestechlich, hässlich und schön. Ein Liebeslied an eine Freundin, die einen an allen Ecken und Enden betrügt, aber der man dennoch verzeiht, obwohl man sie im gleichen Atemzug anspucken möchte. So viel Herz und doch eiskalt. Immer breit und dann wieder so nüchtern und akkurat, dass einem übel wird davon. Ja das ist Berlin!

  1. Virus

Passend zur Zeit von Pandemie und Lockdown unser Tanzwut Song. Wir sagen einen Virus kann man nicht sehen, aber es gibt ihn trotzdem. Jedoch Bielefeld gibt es nicht. Die Launen der Natur sind nicht berechenbar und egal ob König, Kaiser, Bettelmann: die Pest macht vor Niemanden halt.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here