Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Yngwie Malmsteen

Titel: Blue Lightning

Mascot Label Group (Rough Trade)

VÖ: 29. März 2019

Als Yngwie Malmsteen 1983 das erste mal von sich Hören machte stand die Gitarrenwelt Kopf. Wie Ende der Sechziger Jimi Hendrix und Ende der Siebziger Eddie Van Halen schaffte er es das Rockgitarrenspiel auf ein neues Level zu heben und Millionen von nachrückenden Gitarristen bis zum heutigen Tag zu beeinflussen. Schon auf seinen ersten Solo Album „Rising Force“ von 1984 setzte er mit seinem Neo-Classical Style Maßstäbe. Es folgten noch einige weitere Jahrhundertwerke wie „Odyssey“ von 1988 oder „Fire & Ice“ von 1992. Ab den 2000er Jahre wurden seine Alben allerdings immer schwächer bis richtig schlecht. Malmsteen verlor sich selbst in seinem Ego Wahn und wurde zum Schatten seiner selbst. 2019 steht nun ein neues Album an. Auf „Blue Lightning“ versucht er sich an eine Art Bluerocksound, den er in vier neuen Stücken und Coverversionen von Rockklassikern bettet. Das muss ja erstmal nicht schlecht sein. Doch leider vergewaltig er die Songs wie z. B. „Purple Haze“ (Jimi Hendrix), „Smoke On The Water“ (Deep Purple) oder „While My Guitar Gently Weeps“ (The Beatles) förmlich und zerschreddert sie mit sinnlosen Gitarrensologedudel. Zudem meinte der Meister auch noch auf dem Album selber singen zu müssen, leider ist ihm als Sänger nicht das Talent wie auf der Gitarre geschenkt worden. Seine tiefe knödelige Stimme macht einen Song wie „Forever Man“ (Eric Clapton) in seiner Version gar unhörbar. Das beste sind noch seine 4 eigenen Songs, aber im Vergleich zu seinen frühen Großtaten auch eher B-Ware. Ich war mal ein Riesen Fan von Yngwie Malmsteen und seine Frühwerke prägten meine Teenager Jahre wie kaum andere Platten zu dieser Zeit. Das ist leider sehr lange her und die mageren 6,5 Punkte nun fallen mir nicht leicht. Ich hoffe wirklich das er noch mal zu sich kommt, sich eine tolle Band und einen Spitzen Sänger sucht, um dann mit Hilfe eines externen Produzenten endlich wieder ein geiles Hardrockalbum zu erschaffen, bevor er endgültig zu Comedy verkommt.

Chris Strieder vergibt 6,5 von 10 Punkten

Vorheriger ArtikelBrenner – Brenner
Nächster ArtikelNavarone – Salvo
Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein