Stranded
Titel: New Dawn
VÖ: 19. Juli 2019
STRANDED ist Westcoastrock, also perfekt produzierte Wohlfühlmusik, mit sehr viel Harmonie, schönen Keyboards und einer sehr warmen, stimmigen Gesangsstimme. Alles fließt und kommt ohne Reizpunkte aus. Ecken, Kanten und verzehrte Gitarren will diese Scheibe nicht Auch will dieses Album nicht die Welt verändern, wohl nicht mal im kleinen. Sie will unterhalten, will, dass der Hörer eine gute Zeit hat und wer es bis zum zweiten Song schafft, der wird diese Platte mögen. Despektierlich kann man von Easy Listening sprechen und im positivsten Sinne ist es das wohl auch, denn natürlich lässt STRANDED es zu, viel wichtige Sachen nebenher zu erledigen, aber sie schafft es eben auch, sich ihr konzentriert widmen zu können und viele interessante Feinheiten zu entdecken. STRANDED fesselt sofort oder gar nicht, das Album braucht keine große Anlaufzeit die keyboardlastigen Songs sind AOR pur, und das extrem zeitlos. Das sich Nachbarn beschweren könnten ob der zu laut gehörten Scheibe ist schier unvorstellbar. Jeder einzelne, perfekt und gekonnt eingespielte Song lebt von seiner harmonischen Stimmigkeit. Hier ist jede Note wohlüberlegt und bestimmt erst nach vielfachem arrangieren letztendlich eingespielt worden. Der musikalische Leiter dieses gelungen Werkes ist Multiinstrumentalist Lewis Nitikman aus Kanada, der bis auf die Gitarren, nicht nur alle Instrumente spielt, sondern auch für den Großteil der Songs verantwortlich ist, welche er mit verschiedenen Co-Writern geschrieben hat Elf kleine Diamanten mit Tiefgang bietet „New Dawn“ und direkt der Opener „Not Enough Sorry“ überzeugt mit großartiger Musikalität. Das perkussive „I´ll be the One“, sehr smooth gehalten, lebt von der schönen akustische Gitarre, allesamt mit viel Einfühlungsvermögen eingespielt von Ray Roper der sich auch bei Backing Vocals wohltuend einbringt. „Arrow“ und „Power of Love“zeigen sich im Hauptbetätigungsfeld von STRANDED, der getragenen Klavierballade mit ordentlichen Schmacht, ohne das es übertrieben klingt. Spätestens hier ist es an der Zeit, lobende Worte für den Sänger dieser Produktion zu finden, Troy Reid ist unbestritten das Aushängeschild diese Scheibe, kommt er doch mit den unterschiedlichsten Anforderungen und Stilrichtungen auf „New Dawn“ besten zurecht und beweist eindrucksvoll seine Vielfältigkeit. Bluesig gibt sich „More than words can say“, ordentlich soulige Attitude besitzt „One Piece Of Heaven“ mit grandiosem Chorgesang. Da das letzte Stück für den bleibenden Eindruck zu sorgen hat, beschließt das exzellente „Believe In This Love“ ein rundum gelungenes Album mit elf überdurchschnittlichen Songs und einem hervorragend produzierten Sound. Kleiner Tipp an alle, die bis hierher gelesen haben und „New Dawn“ vielleicht antesten wollen, verglichen mit STRANDED sind TOTO reiner Metal.
Rüdiger König
Tracklist :
1 Not Enough Sorry
2 I’ll Be The One
3 Get Over This
4 Arrow
5 More Than Words Can Say
6 Take Good Care Of Me
7 Power Of Love
8 Cindy
9 One Piece Of Heaven
10 Give Me Love
11 I Believe In This Love
Darkstars-Team vergibt 8,5 von 10 Punkten
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