OMNIA – Reflexions

Titel: Reflexions

VÖ: 30. März 2018

Kann man einen perfekten Song noch besser machen oder neu erfinden? Mit dieser Frage muss sich der geneigte Hörer des neusten Werkes von OMNIA zwangsläufig auseinander setzen. Denn das neue Album der Band mit dem vielversprechenden Titel „Reflexions“ ist kein einfaches Remix-Album. Omnia, die immerhin auf stolze 22 Jahre Bandbestehen zurückblicken können, schicken uns auf eine Zeitreise der letzten 11 Jahre und durch gleich sieben ihrer bisher veröffentlichten Alben. Gaben sich Faun noch damit zufrieden, ihr wunderbares Alba nach einigen Jahren neu zu vertonen, haben sich OMNIA zur Aufgabe gemacht, in jedem ihrer neuen Stücke mindestens zwei alte Titel in ein neues musikalisches Gewand zu kleiden. OMNIA, das sind im Kern Steve SIC Evans van der Harten und seine Ehefrau Jenny Evans van der Harten, die die Band seit dem Jahr 2002 bereichert. Und so verwundert es auch nicht, dass die beiden in gewohnter Manier das Cover von Reflexions zieren. Steve Sic ist zwar irgendwie sichtlich gealtert (dies sei als kleine Anmerkung erlaubt), trotzdem wird beim Anblick dieses innigen Fotos jedem klar: Das ist Liebe. Die CD kommt in einem aufwendig gestalteten Art Booklet daher mit den ebenfalls für alle Fans vertrauten Symboliken: Raben, Wölfe und wunderschöne Zeichnungen und Bilder, die uns schon vor dem ersten Hören auf die magische Welt des PAGAN FOLK einstimmen. „Nothing is sacred- only Nature“.

Elf Tracks sind es geworden, die in der Vorankündigung nicht umsonst als einzigartiges Projekt beschrieben werden. Der Opener des Albums ist „Shaman of Chaos“, dessen Sound für jeden Fan sofort wiederzuerkennen ist, weil die ursprünglichen Songs kaum verändert sind. Es ist ein einfacher Einstieg in das Album, der hypnotisch-ekstatische Sound packt den Hörer sofort. Ähnlich ergeht es einem bei Track drei, der sich aus meinen absoluten Lieblingsliedern aus dem Album „Wolf Love“( my Alltime-Favorite von OMNIA) zusammensetzt (Jabberwocky und Moon). So weckt der Song sofort süße Erinnerung an die Magie des Originals und aktiviert das Gefühlszentrum des Hörers aufs Höchste. Die großartige Stimme von Steve kommt in diesem Song besonders dicht und warm ans Ohr. Emotional derart aufgepeitscht geht es dann zu meinem Favorit auf diesem Album: „Alive until we die“. Er enthält nicht nur die für Omnia typischen organischen Elemente, sondern wartet mit modernen elektronischen Klängen auf. Das sich anschließende „Caveman“ ist hingegen kompliziert. Es setzt sich aus Komponenten aus fünf Liedern zusammen. Für meinen Geschmack viel zu viel und so springt man lieber gleich weiter zu Track 7 und findet sich wieder im vertrauten Klang der Harfe, die von Jenny so hingebungsvoll gespielt wird. Die folgenden Songs 8 und 9 hätte ich am liebsten direkt übersprungen, genauso wie das belanglos ausklingende „A world of Omnia“ (Track 11). Dazwischen findet sich mit „Auguries of Love“ ein anbetungswürdiger Song, was abermals der Problematik geschuldet ist, dass das Original „Auguries of Innocence“ meiner Meinung nach sowieso niemals mehr zu toppen ist.

Noch nie habe ich an einem Album von OMNIA gezweifelt. Nach dem mehrmailgen Hören des Albums sitze ich da und frage mich, ist das „prismatische Zerlegen und neu Zusammenfügen“ (Zitat Presseankündigung) von ursprünglich wunderschönen Songs denn wirklich notwendig? Diese Frage muss am Ende wohl jeder Fan für sich beantworten. Ich hätte dieses Album nicht gebraucht, denn es weckt in mir nur die Sehnsucht nach den Originalen und so landeten diese wieder im CD Spieler. Böse Zungen könnten nun fragen, was macht man als Musiker, wenn einem nichts mehr einfällt??? Fakt ist, dass auch das letzte Album „Prayer“ zwar die musikalische Bandbreite und das Können von Omnia bewiesen hat, aber auch hier schon spürbar war, dass die Kraft der Band schwindet. Genau das findet sich ironischerweise in einem Zitat aus dem Booklet: „Music is just the sound our life makes while we live it.“ Also, lebt es kraftvoll und inspiriert!

Meine Wertung: Ein Muss für OMNIA Fans sowieso und zugleich auch guter Einstieg in die OMNIA Thematik.

Christina Beloved vergibt 7 von 10 Punkten


Anzeige

Sofort Reflexions anhören? Dann check mal das Album bei Amazon Music. Noch kein Account? Dann jetzt einfach testen und mehr als 50 Millionen Songs streamen. Unverbindliche 30-Tage-Probemitgliedschaft möglich. Für bestehende Prime-Mitglieder bereits ab 7,99 EUR / Monat oder 79 EUR / Jahr bzw. für Non-Prime Mitglieder 9,99 EUR / Monat. Ermäßigung für Studenten ab 4,99 € / Monat möglich! Weitere Infos hier!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here