Joe Bonamassa
Titel: Royal Tea
VÖ: 23. Oktober 2020
Joe Bonamassa, der wohl unermüdlichste und erfolgreichste Bluesrock Musiker unserer Zeit, schlägt auch 2020 wieder mit einem neuen Studio Album zu. Zu den Aufnahmen für „Royal Tea“ verschlug es nach London in die berühmten Abbey Road Studios. Sein Ziel war es ein durch und durch vom britischen Bluesrock beeinflusstes Album zu erschaffen. Nach einigen Durchläufen des Albums kann ich sagen, Mission erfüllt. So konsequent wie auf „Royal Tea“ zollte Bonamassa seinen großen Vorbilden Peter Green, Eric Clapton oder auch Gary Moore zu seiner Blues Phase noch nie Tribut. Herausgekommen sind einige seiner bis dato stärksten Songs. Schon der Opener „When one Door Opens“ zieht alle Register, nach einem Orchester Film Musik artigen einstiegt gibt es hier Classic Rock vom feinsten, inklusive mächtigen Gitarren Riffs im Mittelteil. Der Titeltrack „Royal Tea“ swingt einfach locker herrlich und bietet zudem richtig starke weibliche Backing Vocals. Der Höhepunkt des an starken Tracks nicht armen Albums ist allerdings „Why Does It Take So Long To Say Goodbye“. In dieser Power Ballade übertrifft sich Joe Bonamassa selbst. Allein die gefühlvolle Gitarren Melodie zu Beginn lässt einem die Nackenhaare aufrecht stehen. Welch ein Ton und Hingabe, einfach Weltklasse. Auch gesanglich liefert er hier richtig ab und zeigt welche Entwicklung er in all den Jahren auch als Sänger gemacht hat. Spätestens beim Eric Johnson artigen Gitarrensolo zeigt er dann wieder mal, warum er von vielen als eine der besten Gitarristen unserer Zeit gesehen wird. Starke 9 punkte für ein weiteres tolles Joe Bonamassa Album.
Chris Strieder vergibt 9 von 10 Punkten
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