Jethro Tull
Titel: The Zealot Gene
VÖ: 28. Januar 2022
An dieses Review ging ich als riesiger JETHRO TULL Fan sämtlicher Epochen der britischen Ausnahme Progrock Band mit gemischten Gefühlen. Es ist das erste reguläre Album unter dem Banner JETHRO TULL seit 1999. Viel Zeit also für Mastermind Ian Anderson etwas Besonderes zu erschaffen. „The Zealot Gene“ erinnert textlich etwas an den Überklassiker „Aqualung“, an dessen musikalische Klasse kommt es allerdings nicht. Klar, die Stimme und das auf dem Album sehr prägnante Querflöten Spiel des Meisters sind unverkennbar und über jeden Zweifel erhaben. Das Album geht mit dem sehr rockigen „Mrs Tibbets“ super los und der Song glänzt sogar mit für JETHRO TULL Verhältnisse harten Gitarren Sounds. Danach wird es allerdings etwas beliebig und man vermisst Songs für die Ewigkeit. Diese hatte die Band in der Vergangenheit zuhauf. Natürlich ist das komplette Album auf einem hohen Niveau und jeder Fan der Band wird hier ganz gut bedient. Ich denke das Problem liegt daran, dass der langjährige Gitarrist Martin Barre nicht mehr in der Band ist. Sein Einfluss auf die Güte der JETHRO TULL Alben war enorm und man vermisst sein filigranes und ausgefuchstes Gitarrenspiel an allen Ecken und Enden. Trotzdem Hut ab das der über 70 zig jährige Ian Anderson immer noch in der Lage ist ein gutes Album wie „The Zealot Gene“ abzuliefern. Acht Punkte.
Chris Strieder vergibt 8 von 10 Punkten









