Frank Hilgenfeld
Titel: Geld ist Tod
VÖ: 21. August 2025
Mit „Geld ist Tod“ legt der Berliner Autor Frank Hilgenfeld ein literarisches Experiment vor, das sich bewusst jeder Genre-Zuordnung entzieht. Kein klassischer Roman, sondern eine Mischung aus Satire, Philosophie und grotesker Gesellschaftsparabel.
Hilgenfeld führt seine Leserinnen und Leser von der Kneipe bis in die Vorstandsetage, lässt fiktive Figuren streiten, sinnieren und zitieren – und das oft in einer Sprache, die ebenso scharf wie absurd ist. Bekannte Persönlichkeiten treten als Stimmen auf, allerdings mit erfundenen Zitaten – ein spielerischer, manchmal irritierender Kunstgriff, der die Fragilität von Wahrheiten und die Macht des Geldes sichtbar macht.
Im Zentrum steht die Provokation: Geld als Metapher für Stillstand, Entfremdung und Verlust von Lebendigkeit. Wo Marx die ökonomische Analyse lieferte, legt Hilgenfeld eine poetische Überzeichnung nach – drastisch, ironisch, manchmal grotesk, aber immer mit der Absicht, Denkgewohnheiten zu erschüttern.
Die Lektüre wirkt dabei weniger wie eine Erzählung, sondern eher wie ein Zerrspiegel: Fragmentarisch, verdichtet, bewusst widersprüchlich – ein Buch, das nicht Antworten geben, sondern Fragen aufreißen will.
„Geld ist Tod“ ist im Rediroma-Verlag erschienen, umfasst 452 Seiten und ist als Paperback wie auch als Hardcover – unter anderem bei Amazon, Thalia sowie im gut sortierten Buchhandel – erhältlich.
Fazit: Ein sperriges, aber faszinierendes Werk, das Leserinnen und Leser nicht beruhigt, sondern irritiert – und genau darin seine literarische Kraft entfaltet.
Darkstars-Team vergibt 10 von 10 Punkten
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