Dream Theater
Titel: Distance over Time
VÖ: 22. Februar 2019
„Dream Theater“ gehören zu meinen absoluten Lieblingsbands. Mit ihrem Album „Images and Words“ von 1992 haben sie ein bis dato unerreichtes Meisterwerk des progressiven Metals erschaffen. Ich weiß nicht wie oft ich in meinem Leben diese Platte gehört habe, aber es müssen tausende Male gewesen sein und noch heute findet die Platte regelmäßig den Weg in meinem CD-Player. Richtig schlechte Platten hat die Band noch nie gemacht und es schwankte immer zwischen sehr gut und überragend. Doch mit ihrem letzten Werk „The Astonishing“ konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Das Konzeptalbum geriet mir einfach zu seicht und unausgegoren. Es schien als wenn durch den Ausstieg von Drummer Mike Portnoy im Jahre 2010 ein wichtiger Teil im Songwriting verloren ging. Mike Portnoy sorgte immer für das schroffe und unerwartete im Sound der Band. Ohne ihn klangen die Platten einfach zu perfekt, man könnte sagen der Rock`n Roll fehlte. Auf dem neuen Album „Distance over Time“ ist doch nun alles anders. Ungewohnte Härte ist zurückgekehrt und vieles erinnert an das Gitarrenriff und Metal bestimmte Werk „Train of Thought“ von 2003. Gitarrenmagier John Petrucci füllt die Song mit jeder Menge Heavy Metal artigen Gitarrenriffs und seine Solis sind wieder einmal von einem anderen Stern. Spieltechnisch ist er eine Klasse für sich, das steht außer Frage. Was mir an „Distance over time“ nicht so gefällt ist die Tatsache das die Songs einfach nicht so zünden wie man es sonst von „Dream Theater“ bis auf besagtes „The Astonishing“ gewohnt ist. Es bleibt zu wenig hängen und mir fehlen die Hooks und kleinen Widerhaken, die „Dream Theater“ wie keine andere Band in diesen Genre immer wieder in ihren Übersongs verbauen konnten, und damit zu den Göttern des progressiven Metals wurden. Aber das ist jammern auf hohen Niveau, denn auch das neue Album bietet mehr als fast alle ähnlich gelagerten Bands zu bieten haben. „Dream Theater“ haben halt das gleiche Problem wie Queensryche“, und zwar das sie immer wieder an ihren eigenen Meisterwerken gemessen werden und diese wahrscheinlich nie wieder zu übertreffen vermögen. In der eigenen Historie der Band kein Highlight aber immer noch für acht starke Punkte gut. Die Fans der Band (so wie ich auch) sollten es auf jeden Fall in die Sammlung aufnehmen.
Tracklist:
01 – Untethered Angel
02 – Paralyzed
03 – Fall into the Light
04 – Barstool Warrior
05 – Room 137
06 – S2N
07 – At Wit’s End
08 – Out of Reach
09 – Pale Blue Dot
10 – Viper King (Bonus track)

Pressefoto
Chris Strieder vergibt 8 von 10 Punkten
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