Deep Purple
Titel: =1
VÖ: 19. Juli 2024
Das eine Band 56 Jahre (!!!) nach ihrer Gründung immer noch aktiv ist und zudem in der Lage absolute Knaller Alben abzuliefern ist eigentlich ein Wunder. DEEP PURPLE sollten eigentlich schon längst Weltkulturerbe sein. „=1“ heißt das neue Werk und der Name ist Programm. Nachdem Gitarrist Steve Morse die Band aus familiären Grunden 2022 verließ, dachten viele das es nun Zeit für die verdiente Rockerrente wird. Nicht so Deep Purple, sie schnappten sich den Gitarrenwunderknaben Simon McBride und machten weiter. In den Konzerten zeigten sie dann wiedergefundene Power und Simon machte den alten Herren mächtig Dampf. Auf dem neuen Album prägt Simon McBride die neuen Songs mit fetter Gitarrenbreitseite und es erinnert nicht wenig an alte Glanzzeiten der „Machine Head“ Jahre. „Lazy Sod“ zum Beispiel atmet „Highway Star“ Vibes und verbindet diese mit „Smoke on the water“ Akkorden. Ian Gillan hat seine Stimme perfekt seinem Alter (79) angepasst, er schreit nicht wie in den 70ern und vermeidet hohe Tonlagen. So kommt er super einspannt rüber und verleiht allen Songs eine grandiose Lockerheit. Der erste Song „Show me“ fällt etwas aus dem Rahmen, hier klingt die Band fast schon modern und echt heavy. Alle Songs sind kleine Meisterwerke des Hardrocks, perfekt durchkomponiert und stets spannend und überraschend. Der warme Hammond Orgel Sound von Don Airey treibt einem die Tränen in die Augen. Er ist einfach der Meister der Tasten. Ian Paice grooved und shuffelt wie eh und je, einfach göttlich. Wem die letzten Alben zu weichgespült und verkopft waren wird begeistert sein. Deep Purple mutieren von der Rock wieder zur Hardrockband. Hört euch mal „Sharp Shooter“ an, einfach der Hammer. Mit „Bleeding Obvious“ hat es zudem ein waschechter Progressiv Rock Knaller auf das Album geschafft, der eindrucksvoll zeigt was für Ausnahmemusiker hier am Werke sind. In dieser Form schafft Deep Purple garantiert noch 60 Jahre Band-bestehen, was die ollen Stones können, dass können unsere Helden schon lange. 9,5 Punkte für diesen Hardrocküberflieger von Album.
Chris Strieder vergibt 9,5 von 10 Punkten








