Crashdiet – Rust

Crashdiet

Titel: Rust

Frontiers Records

VÖ: 13. September 2019

Drei Dinge zeichnen CRASHDIET aus: absolute Rock’n´Roll Atittude, großartiges Songwriting mit Gespür für gute Melodien und eine tragische Bandhistorie gepaart mit unbändigem Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Die Nackenschläge dieser Combo aufzuzählen, bzw. ihre Sängerwechsel zu beleuchten, würden ganze Rezessionen füllen. CRASHDIET sind eigentlich gar nicht mein cup of tea, diese 80er Sleaze Reinkarnationen baden zu oft in einer kalten Wanne, umso erfreulicher, dass die Schweden es schaffen, auch eher stilfremde Hörer durch Qualität zu überzeugen. CRASHDIET, benannt nach einem unveröffentlichtem Guns´n´Roses Song, legen mit ihrer fünften Studioarbeit „Rust“ ein mehr als ansprechendes Werk vor, welches qualitativ an die guten Arbeiten ihrer Inspirationen Skid Row, Cinderella, Poison und Konsorten heranreicht. Dies gelingt in erster Linie durch großartige Melodien, die jeden einzelnen der insgesamt elf vertretenen Songs zu etwas Besonderem machen. Dass sie mit Gabriel Keyes, ihrem mittlerweile vierten Sänger, derzeit erneut einen überdurchschnittlichen Shouter in ihren Reihen wissen, macht die Sache einfacher. Gitarrist Michael Sweet, wenn auch kein Gründungsmitglied, aber doch der unumstrittene Kopf der Mannschaft, zaubert nach sechs Jahren Pause, relativ unverhofft einige mehr als interessante Riffs aus dem Hut. Der Opener und Titeltrack „Rust“ zündet direkt mit einem Mitgröhlrefrain, der beweist, dass die Truppe es nochmal wissen will und bereit ist zu liefern. „Into The Wild“,“Reptile“ und das vorab veröffentlichte „Idiots“ überzeugen mit aggressiver Gitarre und leicht punkiger Atittude und sorgt somit für die Ecken und Kanten, an denen es vergleichbaren Produktionen zu häufig fehlt. Wie abwechslungsreich CRASHDIET an ihr neustes Werk herangehen, zeigt das balladeske „In The Maze“, nicht glatt poliert aber durch eine außergewöhnliche Melodie getragen, belegt es das Können von Gabriel Keyes doch eindrucksvoll. „Crazy“, songschreiberisch sicher keine große Nummer, überzeugt gerade durch seine Einfachheit, und so schlicht es auch rüberkommt, es trifft. Einen Treffer, wenn auch nicht komplett ins Schwarze, erzielt die Fremdproduktion „Parasite“ von Chris Laney. Einen weiteren Ausbrecher im überraschend breiten Spektrum der Band stellt das interessante, mit guten Keys durchsetzte “Waiting For Your Love“ dar, welches sicher an die breitere Masse gerichtet ist. Nach sechs, für ihre Fans sicher langen Jahren, liefern die Schweden um Michael Sweet mit „Rust“ ein beachtenswertes Album ab und sollte man Gelegenheit finden, dürfte sich ein Besuch der anstehenden Clubtour lohnen. Skandinavischer Glam-Rock der durchweg zu gefallen weiß. In dieser Form gehören CRASHDIET zum derzeit besten, was das Genre zu bieten hat.
Rüdiger König

Darkstars-Team vergibt 8,5 von 10 Punkten

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Rust
  • Crashdiet, Rust
  • Frontiers Records S.R.l. (Soulfood)
  • Audio CD

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Letzte Aktualisierung am 18.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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