Arch Enemy
Titel: Deceivers
VÖ: 12. August 2022
Kaum ein Album wurde in diesem Jahr von der Metal Gemeinde wohl so mit Spannung erwartet wie das neue ARCH ENEMY Album „Deceivers“. Nach dem mega Erfolg des letzten ultrageilen Werkes „Will to power“ von 2017 lastete der Druck auf die multinationale Band schwer. Kann Arch Enemy solch ein Album noch toppen? Nach dem ersten Durchlauf wird klar, dass der Vorgänger nicht mehr übertroffen werden kann, aber zumindest konnte man das hohe Niveau halten. Gleich der rasante Opener „Handshake with hell“ startet mit furiosen Gitarrensolis und überrascht im Verlauf mit cleanen Vocal Passagen, in denen Alissa White-Gluz zeigt welch tolle Stimme sie außerhalb ihres bekannten Growl Gesanges doch hat. Leider besinnt sie sich im den folgenden Nummern nicht mehr darauf, hier gibt es den bekannten „Knüppel aus den Sack. Über die komplette Laufzeit spielt die Band ihre Stärken aus und es gibt hardcoe/punkiges wie „Deceiver, Deceiver“, episch wuchtiges (Sunset Over the empire) oder auch das pure Thrash Gewitter in „The watcher“. Das Gitarrenduo Jeff Loomis und Michael Amott zieht alle Register der modernen Heavy Metal Gitarre und präsentieren sich als die zeitgemäße Version der heiligen Glenn Tipton und K.K.Downing Tage von Judas Priest. In ihrem Bereich des melodischen Extrem Metals bleiben ARCH ENEMY weiterhin unerreicht und mit „Deceivers“ werden sie die Erfolgsstufe weiter nach oben klettern. Nach dem Renten bedingten Abgang der alten Helden wie Iron Maiden oder Judas Priest werden sie in Zukunft diese Lücke schließen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. 9 fette Punkte für „Deceivers“.
Chris Strieder vergibt 9 von 10 Punkten









