Alcatrazz
Titel: Born Innocent
VÖ: 26. Juli 2020
1986 erschien mit „Dangerous Games“ das letzte Album der legendären Band ALCATRAZZ um den ehemaligen RAINBOW und MSG Sänger GRAHAM BONNET. Die Band galt als die Talentschmiede für junge Gitarrenmeister und verhalf damals YNGWIE MALMSTEEN und STEVE VAI zu einer beispiellosen Karriere. Graham Bonnet selbst hatte immer das Pech im Schatten von Gitarrengiganten zu stehen und sein eigener Solo Erfolg hielt sich stets in Grenzen. Nun will es der mittlerweile über siebzig jährige nochmal wissen und für das neue Album „Born Innocent“ schart er eine ganze Armada Mitmusiker ums sich. Dabei sind auch die Mitbegründer von ALCATRAZZ JIMMY WALDO und GARY SHEA. Als Gitarrenmeister hat sich Bonnet die Dienste von Shredder JOE STUMP gesichert, der als gute Yngiwe Kopie durchgeht. Die Songs klingen allesamt wie aus den 80er, man fühlt sich beim Hören wie in einer Zeitmaschine. Der typische nicht grade besondere Sound der Produktion verstärkt diesen Eindruck. Durch die zahlreichen Gastauftritte wirkt das Album etwas zerfahren und wenig homogen. Auf dem schnellen Opener „Born Innocent“, der zudem das Highlight des Albums ist,hört man CHRIS IMPELLITTERI, der die Musik schrieb und alle Gitarren spielt, BOB KULICK, der leider vor kurzen verstarb, ist auf „I Am The King“ an der Gitarre zu hören. Dazu kommt der japanische Yngwie Clon NOZOMU WAKAI im Song „Finn McCool“ und STEVE VAI als Komponist des für ihn typischen Songs „Dirty Like The City“. Der ehemalige italienische Weggefährte von Bonnet DARIO MOLLO ist bei „Something That I Am Missing“ und „Warth Lane“ dabei. RIOT-Bassist DON VAN STAVERN spielt den Bass auf dem Titelstück, „Polar Bear“, „Finn McCool“, „London 1666“, „Dirty Like The City“ und „Paper Flags“. Sogar Thrash Metal Legende JEFF WATERS von ANNIHILATOR war für ein Gitarrensolo in „Paper Flags“ zur Stelle. Schade nur das sich diese Profi Manschafft nicht in super Songs bemerkbar macht. Alles ist sehr bieder, oldschool und arm an Highlights. Eventuell wäre Bonnet besser gefahren ein komplettes Album in der aktuellen Bezetzung einzuspielen anstatt diesem Wirrwarr. Stimmlich kann der Mann allerdings immer noch überzeugen. Sein Organ ist einfach ein Markenzeichen im Hardrock geworden. Aus alter Freundschaft und aufgrund einiger ganz netten Titel bleiben am Ende sieben Punkte, ich hatte einfach mehr erwartet.
Chris Strieder vergibt 7 von 10 Punkten
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