Interview mit Tiny von BLESSED HELLRIDE

Bildnachweis: Pressefotos/ Facebook Pics

Blessed Hellride: “Der Drive ist ungebrochen“ – Sänger Tiny Fuel im Interview

Hallo Tiny. Mit Blessed Hellride habt ihr ja gerade in den letzten zwei Jahren ziemlichen Wind gemacht; euer zweites Album Bourbon King ist bei euch lange ausverkauft. Was ist so dein persönliches Highlight seit der Veröffentlichung von Bourbon King gewesen?

Moin! Seit der Veröffentlichung der Bourbon King haben wir uns vor allem darauf konzentriert, unser Live-Set und unsere Touring Abläufe auszubauen und zu verbessern. Wir sind mit der gesamten Band auf In-Ear Monitoring umgestiegen, was ich vor allem als Sänger sehr begrüßt habe. Es ging sehr viel darum, wie wir die Songs in der Qualität, wie wir sie auf die Alben gepresst haben, von der Bühne transportieren können. Meine Highlights waren ganz klar die dicken Shows die wir gespielt haben. Mit dem Bourbon King Release im Mai gings dann direkt mal im August nach Wacken und das ist halt einfach ein absoluter Ritterschlag, dort spielen zu dürfen, aber auch unabhängig davon war das ganze Wochenende als Artist dort einfach ein Traum. 2019 haben wir dann auf dem Dong Open Air gespielt, was auch der Wahnsinn war. Im Januar 2020 waren wir dann noch auf dem Ice Rock in der Schweiz. Das kann ich auch jedem nur ans Herz legen, dort mal zu spielen. Dort hat sich 2020 dann allerdings ganz „nett“ angekündigt, weil mir auf der Bühne mein heißgeliebter, selbstgebauter Mikroständer zerbrochen ist, als er umgefallen ist. Der neue steht halbfertig hier rum, aber wenn man keine Shows spielen kann, ist die Motivation mehr so… nicht vorhanden den fertig zu machen.

Wie hat euch während eures Schaffenshochs die Coronakrise getroffen und wie bereitet ihr euch auf die Zeit danach vor? Gibt es Pläne für Online Konzerte?

Puuh, ziemlich hart, ehrlich gesagt. Für 2020 war eine Norwegentour mit den Carburators geplant und schon spruchreif, die wir canceln mussten, wir hatten einige kleine Festivals über das Jahr gebucht und ich war beim ersten Lockdown grade dabei, unsere Jubiläumstour für den Herbst auszuarbeiten. Blessed Hellride gibt es dieses Jahr nämlich 10 Jahre. Aber Bock drauf, das in irgendeiner Art und Weise zu zelebrieren hatten, wir dann auch nicht. Die ganzen Shows canceln zu müssen (auf die wir uns gefreut hatten wie Schnitzel!) und zu sehen wie die ganze Veranstaltungsszene einfach mehr oder weniger aus dem nichts implodiert, war ein ziemlicher Schock. Wir waren halt auch grade mitten in den Vorbereitungen für das 3. Album – und irgendwie hat es uns so sehr rausgerissen das wir knapp 2 Monate gar nichts gemacht haben. Aber irgendwie haben wir es geschafft, uns nochmal zusammenzuraufen und seitdem ist der Drive ungebrochen. Ich glaube da ist so eine „jetzt erst recht“ Mentalität entstanden und der Vibe ist im Moment echt gut. So ein bißchen haben wir da aus der Not eine Tugend gemacht, denn ohne für Liveshows proben zu müssen können wir uns wirklich komplett auf den kreativen Prozess und das Songwriting konzentrieren, und ich denke das wird man auch hören!

Und zum Thema Online-Konzerte: Nein! Und das hat folgenden Grund. Wir sind eine Live-Band und wir lieben es auf der Bühne zu stehen und mit dem Publikum gemeinsam den Bau abzureißen, die Energien, den Vibe, das gibt uns unglaublich viel und spornt uns jedes Mal wieder zu neuen Höchstleistungen an. Eine Show ohne Publikumsfeedback ist keine Show. Und wir haben da momentan ehrlich gesagt so wenig Lust drauf, dass alles was wir dann ins Internet blasen halbherzig oder gestellt wäre. Das haben unsere Hörer nicht verdient, so möchten wir uns nicht verkaufen und da stehen wir auch nicht hinter. Deswegen haben wir das bisher ausgeschlossen und alle Anfragen aktiv abgelehnt. Wer weiß was noch kommt, vielleicht wird die Sehnsucht nach einer Bühne so groß, dass eine Streaming-Show doch für uns in Frage kommt, wer weiß das schon in so verrückten Zeiten? Aber eins ist klar, WENN wir das machen, dann mit vollem Elan, und solange der nicht da ist, warten wir lieber ungeduldig, bis Liveshows wieder erlaubt sind.

Sprechen wir über euren neuen Song. In Memoriam überrascht beim ersten Hören ein wenig, weil er sanfter anfängt als bei euch gewohnt. Wie ist die Idee zum Sound entstanden?

Ehrlich gesagt, das ist einfach passiert. Jack hat uns einen Akustikpart gezeigt. Ich hab‘ da „clean“ was zu gesungen und wir fanden es gut, also haben wir weiter dran gearbeitet. Wir wollten dieses Jahr auf jeden Fall noch etwas von uns hören lassen und irgendwie passt „In Memoriam“ in seiner Gänze halt in Zeit. Im Übrigen haben wir schon immer akustisch arrangierte Balladen geschrieben, findet man auf jedem Album mindestens eine. Da sind wir in Reviews auch oft für zerrissen worden, aber das gehört einfach genauso zu unserem musikalischen Schaffen, wie Baller-Riffs und Grooveparts.

Auf den sozialen Medien habt ihr schon kleine Einblicke in das Musikvideo gegeben. Erzähle uns doch etwas zum Dreh.

Wie auch der Song sich von unseren bisherigen Singles unterscheidet, so wollten wir auch im Video mal was anderes machen. Wir haben bombastisch inszenierte Videos, haben Partyvideos und wollten uns jetzt mal von einer anderen Seite zeigen. Wir haben unsere Idee dann bei den Jungs von Bißmark & Nagel gepitched, mit denen wir seit dem Bourbon King Video sehr eng und freundschaftlich zusammenarbeiten und die waren direkt am Start. Den Dreh haben wir dann innerhalb von einem Tag durchgezogen. Morgens alles eingesammelt, Verpflegung und Equipment eingeladen, zur Location eingeladen und das Konzept abgearbeitet. Unter der Anleitung der Jungs haben wir da Szene für Szene abgedreht, aber auch entspannt einen getrunken, einen schönen Tag zusammen verbracht und Spaß gehabt. Das Ergebnis spricht für sich, denke ich.

Ihr hattet auch einen prominenten Tattookünstler als Gast im Video, oder?

Ja! Marco von Silent Skill Tattoo ist Jack und mein Stammtattoowierer und mittlerweile auch ein enger Freund geworden. Für die Rolle, die er bekleidet, wollten wir jemanden, der einfach ein bißchen krasser aussieht, und da Marco eh schon immer mal in einem Hellrideprojekt mitmachen wollte hat sich das angeboten. Der passt da auch einfach wie die Faust aufs Auge! Wir haben ihm die Pre-Production von „In Memoriam“ gezeigt und er war direkt am Start. Die einzigen Fragen waren eigentlich nur „Was soll ich anziehen?“ und „Gibts da Bier?“.

Ist der Song Vorbote zum neuen Album? Was erwartet die Fans in der nahen Zukunft?

Ja und Nein. Wir sehen „In Memoriam“ im Moment erstmal als eine Standalone. Wie schon erwähnt befinden wir uns im Moment aber auch sehr fokussiert am Songwriting für die neue Platte. Dazu stehen schon einige Songs, und wenn „In Memoriam“ ins Gesamtkonzept passt, können wir uns auch vorstellen, dass wir den Song mit aufs Album packen. Die Entscheidung möchten wir uns im Moment aber noch offenlassen. Wir planen im Moment den Studioprozess für die Scheibe im März ’21 loszulegen. Das sieht auch bisher gut aus, auch wenn der neue Lockdown uns jetzt natürlich wieder ein wenig ausbremst. Für die neue Platte haben wir auch gerade eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Eigentlich hatten wir vor die neue Platte dieses Mal ohne die Hilfe der Community zu realisieren. Dann kam Corona und alles was davon geblieben ist, ist ein schöner Gedanke. Die Verluste durch die weggebrochenen Shows waren da halt nicht mit einkalkuliert. Wir freuen uns über jeden Euro, mit der man uns bei unserer Kampagne unter www.startnext.com/bh3 unterstützt. Da kann ich die Leser nur auffordern: Schaut gerne mal rein, und wenn ihr Bock habt ein neues Album von uns in den Händen zu halten, dann unterstützt uns und werdet so Teil von diesem Projekt. Es wäre uns ein Fest, so viele Leute wie möglich da mitnehmen zu können!


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