Interview mit SOEN

Bildnachweis: Christian Strieder

Die Progressiv Metaller von SOEN veröffentlichen Ende Januar ihr neues und saustarkes neue Album “Imperial” (https://darkstars.de/review/soen-imperial/). Grund genug für ein aktuelles Interview mit den schwedischen Ausnahme Musikern. Die englische Originalversion des Interviews findet ihr weiter unten. English Version below.

Wie ist die Musik und die Texte für „Imperial“ entstanden? Was hat euch beim Songwriting beeinflusst?

Die Texte basierten hauptsächlich darauf was auf der Welt um uns herum passiert.. Was steht in der Zeitung und all die Dinge, mit denen wir ständig bombardiert werden. In gewisser Weise könnte man sagen, dass die Texte eine Momentaufnahme der Probleme sind, mit denen wir heute konfrontiert sind.

Hat sich die Corona-Krise auf die Aufnahmen ausgewirkt und wie geht ihr generell mit der Situation um?

Die Aufnahmen hatten Anfang 2020 begonnen und wir hatten ursprünglich geplant, die Aufnahme 2020 zwischen den Touren fortzusetzen, wann immer wir Zeit hatten. Der Silberstreifen der gesamten Pandemie war, dass wir viel mehr Zeit hatten, uns darauf zu konzentrieren, den Focus auf die Musik zu behalten und alles richtig zu machen. Es war definitiv seltsam, weil wir während des gesamten Prozesses nicht alle zusammen waren, aber wir waren dankbar, dass wir in einer solchen Zeit produktiv sein konnten. Insgesamt geht es uns allen gut, wir bleiben einfach dran, bis alles vorbei ist!

Wie seht ihr die Veränderung im Musikgeschäft mit all den Streaming-Plattformen und den immer geringeren CD-Verkäufen?

Die traurige Realität für Bands ist, dass der größte Teil unseres Einkommens auf Tour gemacht wird. Streaming-Geld bedeutet nichts und natürlich sind die CD-Verkäufe rückläufig. Die gute Nachricht ist, dass die Vinylwelt noch lebendig und gesund ist – das wärmt unsere Herzen mit Sicherheit. Aber wenn wir Fans Ratschläge geben könnten, wenn es darum geht, ihre Lieblingsbands zu unterstützen, solltet ihr eine physische Kopie des Albums kaufen, zu ihren Shows gehen und Merch kaufen!

Live-Konzerte werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch lange nicht möglich sein. Wie geht ihr mit dieser Situation um?

Wir könnten unsere Köpfe hängen lassen, aber es hat keinen Sinn. Es ist was es ist, wir müssen es akzeptieren. Wir können noch viel tun, um produktiv zu sein, und deshalb müssen wir uns darauf konzentrieren. Menschen auf der ganzen Welt passen sich der Situation an und wir werden das Gleiche tun.

Eure Besetzung hat sich im Laufe der Jahre mehrmals geändert. Warum war das so?

Es gibt keinen besonderen Grund. Es ist mehr Zufall als alles andere. Für einige Mitglieder war es so das sie zu sehr mit anderen Projekten beschäftigt waren. Andere wollten mehr Zeit mit Familie und Kindern verbringen. Es ist alles verständlich. Das Bandleben ist auf lange Sicht nicht jedermanns Sache. Aber wir haben das Gefühl, dass wir momentan eine wirklich starke Besetzung haben und hoffentlich wird diese sehr lange anhalten.

Wie seht ihr euer vorheriges Album „Lotus“ heute? Würdet ihr mit der heutigen Perspektive etwas daran ändern?

Überhaupt nicht. In der Musik muss man immer nach vorne schauen. Alben sind schließlich nur Zeitstempel. Aber wir haben gelernt, dass man, sobald m ansich für ein Lied entschieden hat, es als das zu akzeptieren, was es geworden ist, und zu lernen, es zu lieben – Unvollkommenheiten und alles.

Was wünschst ihr euch für die Zukunft der Band, was habt ihr vor?

Wir sind eine leidenschaftliche Gruppe von Leuten, wenn es um dieses Projekt geht. Wir wollen nichts weiter tun als weiter Musik zu machen und dies unser ganzes Leben sein zu lassen. Wir möchten überall auf Tour gehen, es gibt immer noch viele Orte, an denen wir noch nicht waren – wir freuen uns darauf. Wir werden einfach weiter hart arbeiten und sehen, wohin es uns führt.

Wie könnt ihr euch das Leben außerhalb der Musik vorstellen? Was bewegt euch?

Für die meisten von uns ist Musik alles, was wir jemals gekannt haben, daher ist es wirklich schwer vorstellbar. Selbst wenn wir nicht unterwegs sind, schreiben wir immer neue Songs, einige von uns sind Musiklehrer, Session-Musiker usw. Wir glauben das man es als Musiker nur schafft wenn man nicht aufhört jeden Tag diesen Traum zu verfolgen.

English Version:

How did the music and lyrics for „Imperial“ come about? What influenced you in your songwriting?

The lyrics were mostly based on the world around us: what’s in the newspaper and all the pressing matters we’re constantly bombarded with. In a way, you could say that the lyrics are a snapshot of the issues we’re faced with today.

Did the Corona crisis affect the recordings and how do you generally deal with the situation?

Recording had begun at the beginning of 2020 and we originally planned to continue recording throughout 2020 in between tours whenever we could find the time. The silver lining of the whole pandemic was that it gave us a lot more time to focus on tracking the record and getting everything right. It was definitely strange because we were not all together during the whole process, but we were thankful we were able to be productive during such a time. Overall, we’re all doing well, just hanging in there until this is all over!

How do you see the change in the music business with all the streaming platforms and ever decreasing CD sales?

The sad reality for bands is that most of our income is made on tour. Streaming money amounts to nothing and of course CD sales are down. The good news is that the vinyl world is still alive and well – that warms our hearts for sure. But if we could give advice to any fans when it comes to supporting their favorite bands is to buy a physical copy of the album, go to their shows, and buy some merch!

In all probability, live concerts will not be possible for a long time, how do you deal with this situation?

We could hang our heads but there’s no point. It is what it is, we have to accept it. There’s still a lot we can do in terms of being productive and so we have to focus on that. People all over the world are adapting to the situation and we’ll do the same.

Your line-up has changed several times over the years, why was that?

There’s no single reason in particular. It’s more happenstance than anything. For some members, it was being busy with other projects. For some it was wanting to spend more time with family and kids. It’s all understandable. The band life in the long run is not for everyone. But we feel we have a really strong line-up right now and hopefully this one will last a very long time!

How do you see your previous album “Lotus” today? Would you change anything with today’s perspective?

Not at all. In music you always have to keep looking forward. Albums are just timestamps, afterall. But we’ve learned that as soon as you decide a song is finished you accept it for what it has become and learn to love it – imperfections and all.

What do you wish for the future of the band, what are your plans?

We’re a passionate group of guys when it comes to this project, we want nothing more than to keep making music and have this be our lives. We’d like to tour everywhere possible, there are still a lot of places we haven’t been – we’re excited for that. We’re just going to keep working hard and see where it takes us.

How can you imagine your life outside of music? What are you moving?

For most of us music is all we’ve ever known, so it’s hard to imagine, really. Even when we’re not on the road we’re always writing, some of us are music teachers, session musicians etc. I don’t think you make it as a musician unless you dream of it every day.


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....

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