Mitte der 90er Jahre schlugen die “Farmer Boys” in die damals angesagte Alternative Metal Szene ein wie eine Bombe. Nach vier erfolgreichen Alben wurde es allerdings recht still um die Band. Die Scheibe „The Other Side“ von 2004 war das letzte musikalische Lebenszeichen bis Ende 2018 endlich das lang ersehnte fünfte Werk der „Farmer Boys“ auf den Markt kam. „Born Again“, so der Titel ging auch direkt wieder in die deutschen Verkaufscharts und einige umjubelte Live Auftritte folgten. Für 2019 steht nun eine Tournee zu dem Album an. Was es aus dem Lager der „Farmer Boys“ zu berichten gibt erfahrt ihr nun in unserem Interview (vom 10.02.19) mit Matthias Sayer, dem Sänger der Band.

Chris:
Warum hat es satte 14 Jahre gedauert ein neues Album zu erschaffen, ihr hattet euch ja nie offiziell aufgelöst?

Matthias:
Nach 10 Jahren Tourneen und 4 Alben war es an der Zeit neue Dinge auszuprobieren. Alex’s Engagement bei Tarja und mein Studium und der Weg in die Filmmusik hat natürlich ein paar Jahre in Anspruch genommen. Dazu kamen die klassischen privaten Veränderungen.

Chris:
Hattet ihr keine Angst in Vergessenheit geraten zu sein und quasi bei null anfangen zu müssen?

Matthias:
Nein. Mann hat Angst vor Krankheiten oder Katastrophen aber nicht vor zu geringem Erfolg oder Beachtung. Musik ist eine transzendentale Sprache und kein Argument für Geldkarrieren. Da empfehle ich lieber ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und ein Job bei Goldman Sachs.

Chris:
Wie fallen die Reaktionen auf „Born Again“ bislang aus und wie seht ihr das Album im Vergleich zu euren alten Werken?

Matthias:
Hervorragend! Ich das Gefühl das unsere Hörer keinerlei Verständnisprobleme mit dem neuen Album haben. Die Bild- und Klangsprache trifft genau dorthin wo sie herkommt – In Herz und Seele.

Chris:
Wie sind die Songs entstanden und was hat euch inspiriert und was hört du so privat so für Musik, welche Bands oder Künstler können dich begeistern?

Matthias:
Entstanden sind die meisten Stücke in gemeinschaftlichen Sessions mit Alex, ganz wie früher und sehr vertraut. Die Ausarbeitung machen wir dann meistens getrennt in unseren Studios. Unterschiedliche Quellen, zum einen höre ich gerade die 3. Symphony von Henryk Górecki. Da gibt es interessante Künstler wie Low oder die Chromatics. Wir hatten außerdem schon immer sehr offen bezüglich New Wave und Indie Einflüssen. Killing Joke, Talk Talk oder Allan Parsons fallen mir spontan ein.

Chris:
Das Musikbusiness hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie siehst du das Ganze und glaubt du dass es heutzutage schwerer geworden ist für Musiker?

Matthias:
Natürlich sind die fetten Jahre vorbei. Aber wie gesagt spielt Erfolg für uns eher eine untergeordnete Rolle. Wir wollen das große Bild, die Einheit aus unserem Sound, der Band und Publikum.

Chris:
Ist dieser Neuanfang der Farmer Boys für längere Zeit ausgelegt oder muss man nach der Tour wieder damit rechnen dass ihr für Jahre von der Bildfläche verschwindet?

Matthias:
Mann darf gespannt sein 😉

Chris:
Was können die Fans auf den kommenden Konzerten erwarten und was plant ihr noch so für 2019. Stehen eventuell Festivals oder dergleichen an?

Matthias:
Wir werden definitiv dieses Jahr nochmal nachlegen.

Chris:
Was machst du sonst noch so neben den „Farmer Boys“ Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei dir so aus?

Matthias:
Ich stehe um 6.30 auf mache Frühstück für die Familie und die Hasen und fahre dann Richtung meiner heiligen 4 Wände. Zum Abend gibt’s öfters noch einen Waldlauf und zur Belohnung eine Runde Netflix 🙂

Chris:
Gibt es noch etwas was du unseren Lesern gerne sagen möchtest?

Matthias:
Es hat begonnen …

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