Interview mit Jennifer Borg von DIVINE ASCENSION

Die australische Progressiv Metal Band Divine Ascension hat mit ihrem dritten Album „The Uncovering“ ein ganz heißes Eisen am Start (siehe auch Review hier auf darkstars.de) Mit ihrer Mischung aus „Symphony X“ Musik und „Within Temptation“ artigen Gesang von der überragenden Frontlady Jennifer Borg werden sie bestimmt viele Fans finden. Passend zum Release des Albums hatte ich die Gelegenheit zu einem Interview mit Sängerin Jennifer Borg.

Chris:
Wie ist die Band entstanden und was kannst du unseren Lesern über das bisherige Schaffen der Band berichten?

Jennifer:
Ich habe die Jungs über eine Melbourne-Musikwebsite gefunden – sie hatten eine Werbung auf mit Suche nach einem Sänger oder eine Sängerin mit Instrumental-Samples erstellt. Ich fand die Musik wirklich großartig und kam mit ihnen in Kontakt. Von unserem ersten Demo im Jahre 2007 über „As The Truth Appears“, „Liberator“ und nun „The Uncovering“ denke ich immer, dass unsere bisherige Arbeit unsere Reise oder unser musikalisches Wachstum darstellt. Wir legen viel Herzblut in unsere Musik und sorgen dafür, dass jeder Track den Musik Fans etwas bietet.

Chris:
Was kannst du mir über die Entstehung des Albums erzählen?

Jennifer:
Wir begannen kurz nach Erscheinen unseres 2. Albums „Liberator“ mit der Arbeit an „The Uncovering“. Die Entstehung von „The Uncovering“ begann als Ideensammlung. Einige Songs wie „Bittersweet Divide“ entstanden spontan, und andere Tracks wie „Prisoner“ wurden immer wieder überarbeitet. Am Ende unseres kreativen Prozesses hatten wir so viel Material mit dem wir arbeiten konnten um mehr als ein Album zu füllen. Das gab uns die Möglichkeit zu wählen, welche Tracks wir für herausragend hielten. Die Songs die es nicht auf das Album geschafft haben werden uns in Teilen als Ideen für kommendes zur Verfügung stehen.

Chris:
Welches sind deine musikalischen Einflüsse und Vorbilder?

Jennifer:
Ich bewundere die Frontfrauen in Metal wie Sharon den Adel, Floor Jansen, Anneke van Giersbergen, Simone Simmons und Tarja Turunen, aber ich hörte nicht nur Metal-Musik. Erst als ich die Jungs von „Divine Ascension“ traf, kam ich durch sie zum melodischen Metal-Genre. Meine Einflüsse sind Singer/ Songwriter, Pop, Rock, Klassik, Jazz usw. In der Highschool entschied ich mich nicht nur in einem Stil zu singen, da ich eine dynamische Stimme mit Anpassungsfähigkeit habe und ich mich nicht in eine Richtung limitieren wollte. Tori Amos war in meinen späten Teenagerjahren eine große Inspiration.

Chris:
Wie ist es um die australische Metal Szene bestellt und gibt es viele Auftrittsmöglichkeiten?

Jennifer:
Melbourne ist ein großartiger Ort, um als Künstler zu leben. Melbourne ist die Hauptstadt von Australien für Live-Musik, aber wenn wir gerade über die Metal-Szene sprechen, ist Melodic Metal ein relativ unbekanntes Genre. Melbournes Underground-Metal-Szene ist ziemlich aktiv und lässt sich am besten als Community beschreiben. Es gibt viele Aufführungsmöglichkeiten für Kneipen- oder Clubshows, Open-Air-Metal-Festivals sind rar gesät, kleinere lokale Festivals gibt es einige Die Entfernung zwischen den Hauptstädten ist ziemlich groß. Daher ist das touren in einem Reisebus keine großartige Option, es besser von Stadt zu Stadt zu fliegen.

Chris:
Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Tom Englund von „Evergrey“?

Jennifer:
Wir hatten großes Glück, Tom auf dem Track „Pursuit of Desire“ singen zu lassen. Wir fragten Tom einfach, ob er Interesse hätte, und nachdem er den Song gehört hatte, stimmte er zu. Es war Karls Idee, mit Tom Kontakt aufzunehmen, und wir alle dachten, dass seine Stimme gut zu dem Song passen würde.

Chris:
Wie stehen die Chancen zu einer Tour in Deutschland?

Jennifer:
Wir würden sehr gerne wieder nach Deutschland reisen, wir haben jeden Moment geliebt, den wir in diesem Land verbringen durften. Wenn Deutschland uns sehen möchte, würden wir gerne zurückkommen. Es hängt davon ab, welche Shows wir spielen können und welche Locations uns gerne hätten.

Chris:
Wie ist euer Status in Australien und könnt ihr von der Musik leben?

Jennifer:
Ein sehr kleiner Prozentsatz der Bands kann heutzutage von der Musik leben, und wir gehören nicht dazu. Wir alle haben andere Jobs, um unsere Liebe für die Band zu unterstützen und die Musik zu schreiben. Es ist ziemlich einfach für die Leute, ein Album herunterzuladen, um es anzuhören, und leider ist das der Grund, warum viele Bands „ausbrennen“. Es ist sehr wichtig, die Musikindustrie zu unterstützen – Tickets für Live-Shows zu kaufen – das Album zu kaufen.

Chris:
Hast du noch etwas was du den Heavy Metal Fans in Germany mitteilen möchtest?

Jennifer:
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, holt euch eine Kopie des Albums wenn ihr könnt, und wir hoffen euch bald zu sehen.

Chris:
Vielen dank für dieses schöne interview und viel Erfolg mit der neuen Platte.


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....

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