Was soll man über diesen Mann noch großartig schreiben. Er ist einer der renommiertesten Rocksänger der letzten 30 Jahre und die Liste seiner Bands und Projekte ist schier endlos. Ob bei Axel Rudi Pell, Talisman, W.E.T., Yngwie Malmsteen, Soul Sircus oder unzähligen anderen. Stets veredelt er alles mit seiner großartigen Stimme. Aktuell singt er in der Prog-Metal Supergroup „Sons of Apollo“ und weiß auch auf diesem Gebiet zu überzeugen. Dieser Tage erscheint das dritte Werk seiner eigenen Band „SOTO“. Was er uns dazu und zu anderen Dingen berichten konnte lest ihr nun in unserem Interview mit ihm.

Chris:
Hi Jeff, was kannst du uns zur Entstehung der neuen Platte „Origami“ erzählen?

JSS:
Nun, wir machten eine kleine Pause von SOTO, nachdem wir unseren Bruder David Z durch diesen tragischen Unfall verloren hatten, während er auf einer anderen Tour war. Nachdem ich 2018 mit „Sons Of Apollo“ auf Tour war, wurde es Zeit, die Band neu zu gruppieren und nochmal zum Laufen zu bringen. Nachdem wir bei Inside Out Music unterschrieben hatten, machten wir uns an die Arbeit. Wir setzten alles neue Material für unser neues Album zusammen, welches ich für das beste der nun 3 Alben mit SOTO halte.

Chris:
Hatten deine Erfahrungen mit den „Sons of Apollo“ Einfluss auf dein Songwriting?

JSS:
Überhaupt nicht, ich trenne alles, was ich mit anderen mache, voneinander, es ist die einzige Möglichkeit, mehrere Bands mit unterschiedlichen Stilen und Genres erfolgreich zusammenzuführen. Der einzige Einfluss, den ich von SOA bekam, war, dass das neue SOTO-Album so viel Arsch wie möglich treten musste… und das tut es auch!

Chris:
Welchen Beitrag lieferten deine Mitmusiker und siehst du SOTO als Band oder als dein Solo Projekt?

JSS:
SOTO ist eine Band, kein Solo-Ausflug, kein Projekt, kein Experiment! Ich habe das vor 4 Jahren mit der Absicht angefangen, eine echte Band zu gründen. Das Einzige, was es mit mir zu tun hat, ist, dass ich meinen Nachnamen als Bandnamen gegeben habe. Die Jungs haben vom ersten Tag an mitgearbeitet, zusammen mit anderen Autoren, die wir kennen und respektieren, aber vor allem mein Schlagzeuger Edu Cominato und der neue Bassist Tony Dickinson haben viel beigetragen.

Chris:
Du hast ja schon in sehr vielen Bands gespielt, was hat dir besonders viel Freude bereitet und an was hast du eher negative Erinnerungen?

JSS:
In einer Band zu sein oder Karriere zu machen, ob erfolgreich oder nicht, ist dasselbe wie in vielen anderen Berufen. Es gibt Tonnen von Höhen und Tiefen, nicht alles kann Gold, Rosen und Champagner sein. Aber nach über 30 Jahren gibt es für mich in diesem Geschäft keine Nachteile. Es geht nur darum, zu lernen, zu erfahren und zu erkennen, was die richtige oder die falsche Entscheidung ist. Es kann kein Nachteil sein, wenn man aus einem Negativen lernt!

Chris:
Berührt es dich, wenn zum Beispiel ein Yngwie Malmsteen negatives über deine Zeit bei ihm über dich sagt?

JSS:
Auf keinen Fall, zur Hölle, nein … es ist mir wirklich und ehrlich gesagt egal! Das Einzige, was mich interessiert, ist, wenn Fakten durcheinander gebracht werden. Ich mag es nicht, wenn jemand meine Beiträge herunterspielt, besonders die, auf die ich stolz bin. Ungeachtet der Trennung zwischen Yngwie und mir, wo ich nichts hinzufügen möchte, ehre und respektiere ich den Mann dafür, dass er mir in den frühen Phasen seiner Solokarriere den Sänger Job anvertraute. Das konnte ich damals gut gebrauchen und es bereitete mich auf meine Karriere vor und brachte mich dahin wo ich heute bin.

Chris:.
Wie siehst du das Musik Business in diesen Zeiten, ist es für Musiker schwerer geworden?

JSS:
Es war schon immer so vom ersten Tag an, niemand hat es leicht, manche bekommen es früher als andere, manche nie, aber denken Sie darüber nach, es gibt nur so viel Platz oben und jeder greift nach den gleichen Sternen. Natürlich wird es schwierig, aber Beharrlichkeit ist König, das Glück kommt nur zu dir, wenn du es willst und weiterhin danach strebst!

Chris:
Wie ist der derzeitige Stand bei den „Sons of Apollo“?

JSS:
Wir sind im Studio und arbeiten an dem neuen Album, das Anfang 2020 das Licht der Welt erblicken wird. Ich bin ungefähr bei 4 Songs mit meinem Gesang durch und es ist KILLER!

Chris:
Was planst du in der nächsten Zeit? Wirst du mit SOTO auf eine Tournee gehen?

JSS:
Momentan planen wir eine Tour im September 2019 durch Europa, davor einige Konzerte in Südamerika. Der Rest der Welt muss dieses Album erst kennenlernen und dann spielen wir dort wo es eine Nachfrage gibt. Momentan wird uns kein großer Headliner mitnehmen und eine schwierige Clubtour bringt uns sehr wenig… Sobald die Nachfrage da ist, werden wir es global angehen, aber für den Moment nur Schritt für Schritt!

Chris:
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit dem neuen Album.

JSS:
Danke euch allen und hört euch das neue Album an, es lohnt sich.


Alle Fotos: Pressebilder/ Igor Vidyashev / Promo

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