Mit „The Dark Tower“ erschien Anfang Mai ein weiteres spitzenmäßiges Album der All Female Heavy Metal Band BURNING WITCHES. Am 17.05.23 war die Band mit einer speziellen Album Release Show zu Gast im Resonanzwerk Oberhausen. Bilder dazu hier. Vor dem Konzert hatte Darkstars die Gelegenheit zu einem Interview mit den äußert sympatischen Damen (Laura Guldemond (Gesang), Romana Kalkuhl (Gitarre), Courtney Cox (Gitarre), Jeanine Grob (Bass) und Lala Frischknecht (Schlagzeug).

Glückwunsch zum neuen Album. Was könnt ihr uns über die Entstehung von „The Dark Tower“ berichten?

Romana: Es lief ungefähr so ab wie bei den Scheiben davor. Damir und Schmier von Destruction haben uns bei der Produktion viel unterstützt und geholfen.Die Platte ist diesmal etwas härter ausgefallen, der Einfluss von Destruction, mit denen wir in Südamerika auf Tour waren, kam da wohl etwas durch. Nach der Tour hatten wir nur drei Wochen Zeit um das neue Album zu schreiben. ich hatte natürlich vorab schon einige Ideen, aber der Großteil ist wirklich in diesen intensiven drei Wochen entstanden.

Habt ihr euch auch noch von anderen Bands inspirieren lassen?

Romana: Lala sagt immer, wenn ich vor dem Songwriting Musik von anderen Bands, zum Beispiel beim Autofahren, höre, dass mich das direkt beeinflussen würde beim Schreiben der Songs. Meistens kommen mir Ideen wenn ich mich einfach mit der Gitarre hinsetze und drauf los spiele. Judas Priest und Iron Maiden sind allerdings immer ein Einfluss.

Ihr sprecht ja eher ein klassisches Heavy Metal Publikum an, die ja meist auch schon etwas älter sind. Wie sieht das bei euren Konzerten dementsprechend aus?

Jeanine: Ich habe das Gefühl das es am Anfang schon eher ein älteres Publikum war, aber mittlerweile ist das doch sehr gemischt. Es kommen auch viele jüngere Frauen und sogar Kinder zu unseren Konzerten. Besonders in der Schweiz kommen viele Kinder, was ich total spannend finde, da diese nach den Gigs immer viele Fragen stellen. Ob wir Unterricht an den Instrumenten geben oder wie das so in einer Band läuft. Das ist wirklich schön, so auch dem Nachwuchs Heavy Metal näher zubringen. So wird unsere Musik weiterleben und auch grade bei Festivals trifft man viele jüngere Fans.

Wie zufrieden seid ihr mit den Verkäufen eurer Alben?

Romana: Zum Glück wird im Rockbereich noch viel Wert auf richtige Tonträger wie CD´s und Schallplatten gelegt. Die Verkäufe laufen echt gut und auch über Spotify und co. geht einiges.

Könnt ihr mittlerweile von der Musik leben oder habt ihr noch Jobs?

Jeanine: Eigentlich könnten wir von der Musik leben, aber wir wohnen in der Schweiz und das ist ein echt teures Land. Wir arbeiten fast alle noch nebenbei und das ist ein sehr guter Ausgleich. Mit der Band ist man auf Tour, macht Party, trifft Leute und wenn man dann Heim kommt bringt einen der Job wieder auf den Boden zurück. Unsere Arbeitgeber sind sehr gut zu uns und sehr flexibel und es werden  uns bezüglich der Band keine Steine in den Weg gelegt. Laura arbeitet in Holland als Vocal Coach.

Ihr kommt ja nicht alle aus der Schweiz. Wie organisiert ihr das mit Proben oder Meetings?

Romana: Drei von uns leben in der Schweiz, obwohl ich ursprünglich aus Dortmund stamme. Laura lebt in den Niederlanden und kommt dann immer zu uns wenn etwas anliegt. Manchmal ist es schwierig, Jeanine, Lala und ich proben 2 mal die Woche. Wenn Shows anliegen kommen die zwei anderen zum Proben einige Tage davor zu uns.

Laura: Ich reise dann meist mit dem Flugzeug oder Zug an. Ich lebe in Eindhoven, nicht weit von hier. Ich bin heute direkt mit dem Auto angereist. Meine Eltern und mein Freund sind auch heute zur Show gekommen, was mich sehr freut.

Laura, du schreibst ja viele Texte für die Band. was inspiriert dich dabei?

Laura: Ja, wir suchen aber meist zusammen die Themen aus. Für das neue Album ging viel über die „Blood Countess Bathory“, deren Geschichte ich sehr spannend finde. Ich suche viel zu den Themen im Netz, lese viele Bücher und versuche Geschichten zu kreieren. Mein Leben außerhalb der Band ist nicht besonders spannend und ich suche oft Inspiration durch Bücher. Ich lese viele Geschichten über Hexen, Serienmörder und solche Dinge.

Mit Courtney ist ja eine neue Gitarristin dazu gekommen (als Vertretung für Larissa, die ein Kind bekommt). Wie habt ihr sie gefunden?

Romana: Ich kenne sie schon eine ganze Weile über Facebook. Und dann waren wir ja mit „The Iron Maidens“ auf Amerika Tournee. Dort haben wir uns richtig angefreundet. Sie hatte uns bei der Tour total viel geholfen und sie ist einfach ein toller Mensch und natürlich eine Wahnsinns Gitarristin. Sie ist erstmal vorübergehend in der Band. Larissa plant auf jeden Fall zurückzukommen. Wann das sein wird wissen wir nicht. wir werden sehen. Durch Courtney konnten wir unsere Bekanntheit noch steigern und menschlich passt es super. Sie ist genau so crazy wie wir. Bei uns gibt es keine Zickenkriege. Wir sprechen immer alles direkt an und reden sehr viel in der Band zusammen.

Wie wichtig ist für euch der Kontakt zu Damir und Schmier von Destruction?

Romana: Sehr wichtig, Schmier ist ja auch unser Manager. Er, Damir und Lala`s Mann machen sehr viel für uns und helfen bei fast allem. Sie sind von Anfang an dabei, fast wie Bandmitglieder.

Wie habt ihr Schmier als Manager gefunden?

Romana: Ich hatte schon vor der Band viel Kontakt zu ihm und als ich ihm sagte ich will eine Frauenband starten war er sofort Feuer und Flamme. Er bot sich direkt als Manager an.

Ihr habt ja mit Napalm Records eine neue Plattenfirma, wie kam es dazu?

Jeanine: Sie haben uns ein gutes Angebot gemacht und so dachten wir das wir mal einen Wechsel probieren. Es läuft richtig gut und wir bekommen sehr viel Support und Werbung.

Courtney, du warst ja mit „The Iron Maidens“ als Support von ACCEPT auf Tour. Wie lief es da so für euch?

Courtney: Es war eine supertolle Tour, über 6 Wochen lang.Die längste Tor die wir bislang gemacht haben. Die Jungs von ACCEPT waren total nett zu uns, wir sind alle richtige Freunde geworden.

Courtney, wie bist du zu den Burning Witches dazugestoßen?

Courtney: Wir sind schon lange über Facebook in Kontakt. Als sie mir die Situation um ihre Gitarristin Larissa erklärten, war ich zur Stelle. Wie lange das sein wird steht in den Sternen, aber ich plane schon längere Zeit ein. Es läuft super in der Band, wir verstehen uns prächtig.

Courtney, wenn du so lange auf Tour bist, vermisst du dann Zuhause?

Courtney: Es ist so, wenn ich auf Tour bin vermisse ich daheim. Wenn ich daheim bin vermisse ich das Touren. Echt ein Teufelskreis, haha.

Burning Witches – Resonanzwerk Oberhausen 17.05.23

Guitar Special Vol. 426 Romana Kalkuhl (Burning Witches)

Guitar Special Vol. 427 with Courtney Cox (The Iron Maidens, Burning Witches)

Guitar Special Vol.36 mit Larissa Ernst (BURNING WITCHES)

Guitar Special Vol.63 mit Jay Grob (BURNING WITCHES)

Burning Witches / The Dirty Denims & Wildheart – 23.07.2021 Oberhausen – RESONANZWERK GOES ROCK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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