Bluesrocker Walter Trout ist ein echtes Unikat und eine Kämpfernatur. Der 74-Jährige hat in seinem bewegten Leben schon eine Menge erlebt und durchgemacht. Er ist der Drogensucht in seinen jungen Jahren entkommen und vor einigen Jahren dank einer Lebertransplantation dem Tode grade noch so davongekommen. Das der sichtlich gezeichnete Bluesman trotz allem immer noch grandiose Platten macht und viel live unterwegs ist kann man nicht genug würdigen. Das Konzert in der Zeche Bochum am 30.11.25 war natürlich rappel-voll und geriet zu einem echten Fest für alle Freunde des harten Bluesrocks. Walter Trout und seine aus absoluten Vollprofis bestehende Band (inklusive John Trout, Walters Sohn, der eine Mörder Gitarre spielte und auch gesanglich glänzte) rockten sich fast 2 Stunden durch ein grandioses Set aus alten und neuen Klassikern. Bei 32 Studio Alben konnte der redselige und sichtlich zu Späßen aufgelegte Walter Trout natürlich aus dem vollen schöpfen. Nach jedem Song und nach jeder Anekdote dazu stand die Halle Kopf. Bei allen Songs und besonders der Zugabe „Going down“ wurde gerockt als gäbe es kein Morgen. In so einer Form ist mit Walter Trout bestimmt noch lange zu rechnen, denn echte Blues Männer kennen kein Alter.
Fotografie: Joanna Kowalska, Chris Strieder
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