W-Festival – Oostende 2022
1.Tag: the Kids, Nits, fiction factory, big country, scritti politti, Anne Clark, Bauhaus
Wie auch schon im letzten Jahr, fand das W-Fest2022 ebenfalls am kleinen Strand in Ostende statt. Wer einmal dort gewesen ist, der weiß, welch fantastische Örtlichkeit dort auf die Festivalbesucher wartet. Das komplette Gelände ist direkt auf den Strand gebaut worden. Wer mag, der kann sich also bei schönem Wetter, und davon hatten wir genug, einfach in den Sand legen und der Musik lauschen. Der Organisator hat zu diesem Zwecke auch recht viele Sitzsäcke auf dem Gelände verteilt, die man einfach dorthin mitnehmen kann, wo man sich niederlassen möchte. Selbst in den ersten Reihen vor der Bühne sitzen die Besucher auf den Säcken oder ihren selbst mitgebrachten Strandstühlen. Ist man erst einmal auf dem Gelände, ist alles absolut entspannt. Sagte ich schon einmal, dass ich Belgien liebe. War das Gelände an den ersten beiden Tagen des Festivals, besonders in den Anfangsstunden noch nicht ganz so stark von Gästen besiedelt, so änderte sich die Situation schlagartig, als es zum Wochenende ging. Ab Freitag wurden dann auch die Schlangen vor dem Eingang erheblich größer. Trotz der hohen Besucherzahlen gab es jedoch keine Probleme mit dem Einlass, den Kontrollen oder sonstige. Dieses Jahr war auch das Angebot an Essensständen im Gegensatz zum Vorjahr um Einiges erweitert worden. Es gab ausreichend Stände, um Hunger und Durst zu stillen. Bezahlt wurde alles mit dem aufgeladenen Chip, welchen jeder Besucher an seinem Festivalarmband hatte. Stände, um das Armband aufzuladen waren ebenfalls genug auf dem Gelände verteilt. In den Pausen oder bei Bands, die einen nicht ganz so interessierten, konnte man sich ein wenig an den aufgebauten Verkaufsständen die Zeit vertreiben oder sich einfach nur im hinteren Bereich des Festivals in die Sonne legen. Sonne hatten wir zwar nicht die ganzen fünf Tage, aber der Wettergott meinte es wirklich sehr gut mit uns. Es wurde nie zu heiß, oder viel zu kalt und auch vom Regen blieben wir bis auf ein paar ganz wenige Tropfen verschont. Kommen wir nun zu dem musikalischen Teil. Eigentlich wird ein Bericht in schriftlicher Form, egal mit wie vielen Fotos er unterstützt wird, dem Line-up des Festivals nicht gerecht. Wie schon in den Jahren zuvor, war es und ich denke, ich spreche nicht nur für mich, eine wunderschöne Reise in die Vergangenheit. Viele Bands, die in diesen fünf Tagen aufgetreten sind, sagen einem im ersten Moment überhaupt nichts. Vielleicht hat man die Namen in den letzten 30 Jahren auch einfach nur vergessen, denn auf einmal wird auf der Bühne ein Song angestimmt, bei der man jede einzelne Textzeile mitsingen kann. Das W-fest schafft es jedes Jahr aufs Neue mich zu begeistern und mich in meine Jugend zurückzuversetzen. Mit Musik verbindet man halt so viele Erinnerungen und Emotionen und all diese Künstler live auf der Bühne zu sehen, ist natürlich der absolute Bonus.
Tag 01 (24.08.2022)
Für alle, die um 13:00 Uhr noch etwas müde waren, gab es mit The Kids den idealen Auftakt. Mit gutem Punkrock eröffnete die belgische Band am Mittwoch das W-Fest. Die Band, 1976 in Antwerpen gegründet wurde, zeigte uns mit Songs wie „There Will Be No Next Time“ warum sie immer noch mit Recht zu Belgiens bekanntesten Punkband gehört. Langsam füllte sich das Gelände vor der Bühne und als nächstes waren dann NITS an der Reihe. Die NITS, welche 1974 als Gitarren-Pop-Band begannen, wandten sich später dann dem New Wave zu. Natürlich durfte neben Songs wie „Sketches of Spain“ oder „Dead Rat Ball“ bei diesem Auftritt, ihr wohl bekanntester Hit „In the Dutch Mountains„nicht fehlen. Auf die nächste Band hatte ich mich so gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich ist Fiction Factory viel mehr als nur „Feels Like Heaven“, aber dieser Song brachte sicher nicht nur mich zum Träumen. Kevin Patterson zeigte uns mit weiteren Songs wie „Ghost of Love“, dass die ehemals 1983 gegründete Pop-Band live immer noch begeistern kann. Als um 16:50 Uhr die schottische Rockband Big Country an der Reihe war, hatte sich das Gelände schon recht ordentlich gefüllt. Die Festivalbesucher hatten Spaß und zeigten das auch, bei Songs wie „In a big country“, „Look Away“ oder „Wonderland“ wurde auch schon ordentlich getanzt, geklatscht und lauthals mitgesungen. Sänger Simon Houg konnte beweisen, dass er ein würdiger Ersatz für den 2001 verstorbenen ursprünglichen Stuart Adamson ist. Natürlich war nicht nur die gesangliche, sondern auch die instrumentale Leistung immer noch richtig klasse, kein Wunder bei einer Band, die schon bei den Rolling Stones oder bei The Who im Vorprogramm spielten. Scritti Politti eröffneten ihren Auftritt mit ihrer von 1981 stammenden Single „Sweetest Girl“. Mit dabei in der Set-List war natürlich auch “Skank Bloc Bologna“, der erste Song, den Sänger Green Gartside jemals geschrieben hatte, 1978 als Scritti Politti noch eine Post-Punk Band in Leeds waren, wie er selber auf der Bühne erklärte. Mit weiteren Songs wie „Perfect Way“ oder „Absolut“ zeigten sie dann aber doch, dass sie zurecht dem New-Wave zugeordnet werden können. Um 19:40 Uhr war es dann so weit und eine ganz große Dame betrat die Bühne. Egal, welche Stilrichtung man auch in den 80er oder den 90er gehört hat, an Anne Clark kam keiner vorbei. Ich glaube man kann sagen, zu ihren Hits wie „Sleeper In Metropolis“ oder „Our Darkness“ tanzt die ganze Welt. Denn außer in Europa, hab ich diesen Song schon in vielen Clubs auf der ganzen Welt gehört. Anne Clark versprühte bei ihrem Auftritt so viel Charisma. Da sitzt diese gar nicht mal so große Frau auf einem Barhocker mitten auf der Bühne, singt ihre Lieder runter und das Publikum rastet aus. Pünktlich zum Sonnenuntergang singen alle am Strand gemeinsam „Our Darkness“ und werden dabei von einer großartigen Band unterstützt. Noch während der letzten Minute bedankte sie sich bei dem Publikum, stellte ihre Bandmitglieder vor und verließ die Bühne. Den anschließenden Applaus überließ sie der Band, welche noch gut eine Minute weitergespielt hatte. Es war schön zu sehen, wie gut sie das Konzert nach der schweren Erkrankung gemeistert hat. Ich wünsche ihr alle Gute für die Zukunft. Nicht nur, damit wir Anne Clark noch viele Jahre auf der Bühne sehen zu können. Es war wirklich schwer diesen Auftritt zu toppen und das hätten mit Sicherheit nicht viele Bands geschafft, aber die Band, die nun kam, ist eine absolute Legende. Den krönenden Abschluss an diesem tollen ersten Tag machten Bauhaus. Peter Murphy ist weit über die „schwarze Szene“ hinaus zu einem Idol geworden, welches man nicht jeden Tag auf der Bühne sehen kann. Über 40 Jahre steht er nun schon mit seiner Band, bestehend aus Daniel Ash, Kevin Haskins und David J. auf der Bühne und obwohl meine Erwartungen sehr hoch angesetzt waren, wurde ich an diesem Abend, alles andere als enttäuscht. Gesanglich immer noch Top und mit einer genialen Performance konnte Peter Murphy voll überzeugen. Peter Murphys und Daniel Ashes Jacken war komplett mit Strasssteinen besetzt, welche das Licht der Spots wie Diamanten reflektierten. Das Licht der Scheinwerfer ähnelten stellenweise einem Ufostrahl, in den sich Murphy stellte und es schien als ob er darauf wartete „raufgebeamt“ zu werden. Während „Bela Lugosi Is Dead“ warf er rote Rosenblätter ins „Grab“ bzw. ins Publikum und richtete immer wieder den Blick zum Himmel hinauf.
Fotografie: Tatjana Krupka
Weitere Infos bezüglich der Fotos:
Ihr möchtet Fotos, welche von der Veranstaltung „W-Festival – Oostende 2022 1.Tag/ 24.08.2022“ hier zu sehen sind, auch für eigene Zwecke nutzen?
Wenn wir Euch (quasi als „spontan- Fotoshooting“) auf diesem Event fotografisch als Person / Band / zusammengehörige Gruppe portraitiert haben, dürft Ihr natürlich auch im Sinne einer TfP Basis („Time for Photo“, also Eure „Zeit gegen Fotos“), diese Fotos (mit den eigenen Motiven) für nicht-kommerzielle Zwecke (kostenfrei) nutzen. Diese Nutzung schließt insbesondere auch die Verwendung in sozialen Netzwerken (z.B. als Profilfoto bei Facebook) mit ein. Hier bedarf es keine Rücksprache! Eine Angabe von Fotocredits wäre nett, ist aber nicht zwingend erforderlich!
Auch für eine entgeltfreie redaktionelle Nutzung sind wird offen, sofern es sich um Band-/Star-Fotos handelt bzw. das allgemeine Geschehen des Events zeigt. (Gilt also nicht für Motive auf denen einzelne „private“ Personen konkret abgebildet sind, da dies ggf. weitere Zustimmung der Personen bedarf!) Gerne können die Fotos vom Veranstalter / Event-Agentur (zB. als Referenz, Sammlung von Impressionen etc.) u.a. auf der eigenen Homepage auch ohne Rücksprache verwendet werden. Weiterhin ist auch eine generelle freie Nutzung gestattet, wenn diese im Zusammenhang mit einer (Vor-/Nach-) Berichterstattung über dieses Event / dieser Event-Reihe erfolgt. (Die gilt für Online- wie auch für Print-Medien.)
Sofern nicht anders besprochen, hier bitte dann zwingend mit der Angabe von Fotocredits „Tatjana Krupka“. Ein Belegexemplar bzw. Link zum Artikel ist wünschenswert!
Für weitere Nutzung, bzw. im Zweifelsfall bitte per Kontakformular anfragen. Fotos mit höherer Qualität können auf Anfrage ggf. auch geliefert werden.
Think before you share! Haftungen gleich welcher Art, werden im Bezug auf eine „Fremd-Veröffentlichung“ über Dritte grundsätzlich ausgeschlossen! Dieses gilt auch dann, wenn wir zuvor einer Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt haben. Siehe u.a. auch Haftungsausschluss im Impressum.
Transparenz beim Datenschutz: Selbstverständlich liegt uns die Bewahrung der Persönlichkeitsrechte sehr am Herzen. Im Bereich der Eventfotografie sind wir in der Regel mit dem jeweiligen Einverständnis des Veranstalters unterwegs; insbesondere wenn es sich um Veranstaltungen handelt, die nicht frei/öffentlich zugänglich sind. Hier weisen die meisten Veranstalter von Festivals, Conventions etc. bereits in ihren AGBs darauf hin, dass „fotografiert und gefilmt wird“ und Filme und Fotos aller anwesenden Personen (Festivalteilnehmer, Besucher, Künstler, etc.) oder Ausschnitte, Zusammenschnitte etc. im Rahmen der Berichterstattung veröffentlicht werden können. Diese Vorgehensweise ist auch nachvollziebar, sind die Impressionen ja auch Referenzen für zukünftige Veranstaltungen und möchten z.B. auch zukünftige Besucher (soweit möglich) schon vor der Veranstaltung einen Einblick auf das kommende Event haben. Dieses ermöglichen wir und weitere Presse-/Fotografen im Rahmen einer Nachberichterstattung.
Dort wo es möglich ist, fragen wir in der Regel die einzelnen Personen und wie man den meisten Fotomotiven entnehmen kann, entstehen die Fotos in diesen Fällen auch immer mit Wissen und Einverständnis der jeweiligen Person(en) auf den Motiven.
Nur dort wo ganze Besuchergruppen, Zuschauergruppen eines Events mit der Intention aufgenommen werden, einen allgemeinen Eindruck der Stimmung eines Events wiederzugeben, kann natürlich nicht von jeder einzelnen Person ein OK eingeholt werden. Hierbei stehen dann aber nicht die einzelnen Personen im Vordergrund sondern sind nur zufälliges „Beiwerk“.
Dennoch, solltet Ihr (auch im Nachgang einer erteilten Erlaubnis) nicht (mehr) mit einer Veröffentlichung einverstanden sein, schickt uns einfach eine kurze Info (über unser Kontaktformular) und wir werden dann das/die entsprechende(n) Foto(s) schnellstmöglich von dieser Webseite sowie den damit verbundenen Social Media Profilen entfernen. Letztendlich ist unser Geschäftsmodell „Spaß hinter der Kamera“ und dies mit der gleichen Leidenschaft, wie auch viele von Euch (u.a. Cosplayer) gerne vor der Kamera stehen.
Weitere Infos siehe auch Datenschutz.




































































































