Der letzte Tag eines zwar sehr schönen, aber auch recht anstrengenden Festivals. Wer den Sinner´s Day mitgemacht hatte, war nun schon den 5ten Tag auf dem Gelände. Dies und die Tatsache, dass einige erst einmal etwas essen gehen wollten, bevor sie das Gelände betraten, lies Dr & The Medics leider vor nicht allzu großem Publikum auftreten. Der Starter am letzten Tag zu sein, ist kein Zuckerschlecken. Dabei ist die britische Psychedelic-Rock-Band es durchaus wert gehört zu werden und das nicht nur wegen „Spirit In The Sky“. Ganz anders sah es dann schon bei dem nächsten Act aus. Zwar war das Gelände immer noch nicht stark gefüllt, aber in den ersten Reihen vor der Bühne ging es bei Snap & Haddaway schon richtig rund. Hier hatte sich eine eingefleischte Technofangemeinde eingefunden und feierte ihre Bands. Den Anfang machten Snap. Das deutsche Duo heizte den Zuschauern mit Hits wie „The Power“, „Ooops“ und „Rhythm is a Dancer“ richtig ein. Ich weiß nicht, wie es weiter hinten war, aber vorne wurde trotz der frühen Stunde mächtig gesungen und getanzt. Als zweiter Part kam dann Alexander Nestor Haddaway auf die Bühne und die Party ging weiter. „’What is Love‘ war nur einer der Hits, die das Publikum vorne tanzen, singen und hüpfen ließen. Und wer beim Anblick der hübschen, blonden schwedischen Sängerin dachte, die wäre nur eine Zierde, wurde spätestens beim ersten Solo von Dinah Nah eines Besseren belehrt. Auf jeden Fall war in dieser Stunde eine Menge Spass vor der Bühne. Dritte Band an diesem Tag waren die Wegsfeer, die unter anderem mit ihrem Joy Divion Cover „Transmission“ die Zuschauer ein wenig zum Kopfwippen verführen konnten. Viel melodischer wurde es dann mit der belgische Rockband Absynthe Minded. Wer schon immer mal das Original von „shine On“ hören wollte, der war bei The House of Love genau richtig. Mit gutem Soul stimmten uns dann The Christians auf den Abend ein. Das was uns die Jungs aus Liverpool dort boten, war Musik zum Wohlfühlen. Im Sand liegen oder stehen, gute Musik hören und den letzten Sonnenuntergang dieses Festivals genießen. Bevor uns Starship mit dann mit „we built this City“, Nothing gonna stop us now“ oder „Sara“ unterhalten konnte, gehörte die Bühne erst einmal Blancmange. „Blind Vision“, „Don´t Tell me“, „Living On The Ceiling“ – Neil Arthur und Keyboarder Stephen Luscombe zeigten uns, was die 80er an Elektrosound zu bieten hatten und wurden dafür mit einem ordentlichen Applaus belohnt. Dann kam vielleicht der absolute Headliner dieses Festivals. Wir hatten viele richtig gute Bands an diesen 4 Tagen gehört und gesehen, aber keine von ihnen war mit den vier Brüdern von Michael Jackson vergleichbar. Wenn wir schon niemals wieder den King of Pop sehen können, dann bringen uns vielleicht The Jacksons ihrem Bruder ein Stück näher. Wie zu erwarten, gab es eine großartige Performance. Bühnenshow, Kostüme Licht und Gesang entsprachen den Erwartungen, die man an eine Profiband stellt. Gestartet wurde mit einem Video und Foto Zusammenschnitt gemeinsamer Auftritte der Jackson Five. Auf die musikalische Frage „Can you feel it“ wird wohl jeder der begeisterten Zuschauer mit JAAA geantwortet haben. Welch ein phantastischer Abschluss eines so großartigen Festivals. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
SAVE THE DATE: 24. -28. August 2022 Ostend Beach – Klein Strand
Weitere Bilder:
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Fotografie: Tatjana Krupka
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