Ein sehr schönes Nikolausgeschenk hatte ich mir da gemacht. Am 06. Dezember 2022 hatten die dänischen Rock’n Roll-Rebellen Volbeat ein Zusatzkonzert in Dortmund und ich war mit dabei. Viel zu lang war es her, seit ich Volbeat das letzte Mal gesehen hatte. Im Innenraum der Westfalenhalle angekommen, war ich erst einmal ein wenig irritiert. Ein riesiger Laufsteg in Dreiecksform stand im Innenraum, mit einer Verbindung zur Bühne. Der Raum zwischen Bühne und Laufsteg, der „PARASITE PIT“ war wohl so etwas wie ein „Golden Circle“. Auf jeden Fall kam ich mit dem Fotoapparat nicht ganz so nah an die Bühne ran. Bevor es aber mit Volbeat losging, waren noch 2 Vorbands an der Reihe. Als Erstes kam die US-Amerikanische Metal-Band Bad Wolves auf die Bühne. Zu diesem Zeitpunkt war die Halle allerdings noch recht leer. Jeder der nicht muss, fährt auch nicht zum Feierabend auf der A40 durchs Ruhrgebiet. So war auch schon klar, dass die meisten Zuschauer erst zu Volbeat erscheinen würden. Bad Wolves lieferte eine gute Eröffnung ab, mit Songs wie „Sacred Kiss“, „Killing Me Slowly“ und natürlich „Zombie“ brachten sie schon einmal ein wenig Stimmung in die Halle. SKINDRED war dann für mich das große Fragezeichen an diesem Abend. Das Publikum fand sie toll, nur ich konnte nicht so richtig was damit anfangen. Während der Gitarrist äußerlich in Richtung ZZ Top ging, war der Sänger eine Mischung aus Bob Marley und Elton John. Auch musikalisch war da ein breites Repertoire. Es ging von Metal über Hip-Hop, bis zum Reggae. Also für jeden im Zuschauerraum etwas dabei. Langsam füllte sich dann auch die Westfalenhalle, obwohl es auf Grund der großen Bühnenanlage recht schwer zu schätzen war, wie viele Zuschauer wirklich in der Halle waren. Stockfinster wurde es in der Westfalenhalle, bevor auf der Bühne im Wechsel auf den verschiedenen Led-Bänder das Volbeat-Logo zu sehen waren. Hinter dem Schlagzeug war ein alter Fernseher zu sehen, in dem man einige Bilder der Band und Aufnahmen von Konzerten zu sehen bekam. Das alles war natürlich nur durch eine riesige LED-Leinwand möglich, die im Laufe des Konzertes durch übergroße Projektionen der Bandmitglieder, im Wechsel mit einer farblichen Unterlegung, mit für eine geilen Bühnenshow sorgte. Unterstützt wurden diese Anzeigen durch Konfettikanonen, Luftschlangen und Nebelsäulen. Volbeat hat für mich an diesem Abend eine gute Show abgelegt. Auch wenn der Biss der Anfangsjahre ein wenig verloren gegangen ist. Wie sagte mein Nachbar so schön: „die haben den Dreck verloren“. Vielleicht lag es auch an dem Publikum, dass nicht so richtig Stimmung aufkam. Wenn Frontmann Michael die Meute animierte, machte auch jeder fleißig mit, doch kaum waren einige Sekunden vergangen, gingen auch schon alle Hände wieder nach unter. Auch beim Mitsingen war Dortmund nicht gerade enthusiastisch. Ich habe da schon ganz andere Konzerte erlebt. Eröffnet wurde erst einmal wie gewohnt mit „The Devil´s Bleeding Crown“. Mit fetten Gitarren und guten Rock´n Roll wird dann auch mit „Pelvis On Fire“ nachgelegt. Ich erwarte ein tanzendes Publikum, bei diesem Rhythmus kann man eigentlich nicht stillstehen, war aber recht enttäuscht. Die Show, die die Dänen an diesem Abend abzogen, lies eigentlich keine Wünsche übrig. OK, ab und an hallte es in der Halle ein wenig, was den Gesamtsound aber keinen Abbruch tat. Die unverwechselbare Stimme von Michael Schøn Poulsen schmetterte einen Hit nach dem anderen durch die Halle. Bei kleinen Einlagen wie „I only want to be with you“ sang dann auch das Publikum ganz ohne Aufforderung mit. Bei weiteren Einlagen wie Johnny Cash´s „Ring of Fire“, dass er auf Anraten seiner Tochter spielte und natürlich auch, weil Volbeat riesige Cash-Fans sind, klatschte dann das Publikum auch für einige Sekunden ganz von alleine mit. Mittlerweile hatten sich dann auch drei kleine Moshpits im Zuschauerraum gegründet, aber so richtig Mosh war das dort eher nicht. Während Songs wie „Sad Man’s Tongue“, „Seal the Deal“ oder „For Evigt“ aus den Boxen schmetterten, stand Dortmund eher still. Fazit des Abends für mich: Volbeat hat eine tolle Leistung erbracht, aber vielleicht sind die Rock´n Roll Fans einfach älter geworden, vielleicht flippt man einfach nicht mehr auf Konzerten aus oder aber man muss die Konzerte auf den Samstagnachmittag legen, einem Zeitpunkt wo alle noch fit sind.
Setlist Volbeat:
- The Devil’s Bleeding Crown
- Pelvis on Fire
- Temple of Ekur
- Lola Montez
- Last Day Under the Sun
- Fallen
- Sad Man’s Tongue
- Wait a Minute My Girl
- Black Rose
- Shotgun Blues
- Seal the Deal
- The Devil Rages On
- Slaytan
- Dead but Rising
- The Sacred Stones
- For Evigt
- Die to Live
- Still Counting
Fotografie: Tatjana Krupka
Weitere Infos bezüglich der Fotos:
Ihr möchtet Fotos, welche von der Veranstaltung „VOLBEAT-Servant of the Road World Tour – 06.12.2022 – Westfalenhalle Dortmund“ hier zu sehen sind, auch für eigene Zwecke nutzen?
Wenn wir Euch (quasi als „spontan- Fotoshooting“) auf diesem Event fotografisch als Person / Band / zusammengehörige Gruppe portraitiert haben, dürft Ihr natürlich auch im Sinne einer TfP Basis („Time for Photo“, also Eure „Zeit gegen Fotos“), diese Fotos (mit den eigenen Motiven) für nicht-kommerzielle Zwecke (kostenfrei) nutzen. Diese Nutzung schließt insbesondere auch die Verwendung in sozialen Netzwerken (z.B. als Profilfoto bei Facebook) mit ein. Hier bedarf es keine Rücksprache! Eine Angabe von Fotocredits wäre nett, ist aber nicht zwingend erforderlich!
Auch für eine entgeltfreie redaktionelle Nutzung sind wird offen, sofern es sich um Band-/Star-Fotos handelt bzw. das allgemeine Geschehen des Events zeigt. (Gilt also nicht für Motive auf denen einzelne „private“ Personen konkret abgebildet sind, da dies ggf. weitere Zustimmung der Personen bedarf!) Gerne können die Fotos vom Veranstalter / Event-Agentur (zB. als Referenz, Sammlung von Impressionen etc.) u.a. auf der eigenen Homepage auch ohne Rücksprache verwendet werden. Weiterhin ist auch eine generelle freie Nutzung gestattet, wenn diese im Zusammenhang mit einer (Vor-/Nach-) Berichterstattung über dieses Event / dieser Event-Reihe erfolgt. (Die gilt für Online- wie auch für Print-Medien.)
Sofern nicht anders besprochen, hier bitte dann zwingend mit der Angabe von Fotocredits „Tatjana Krupka“. Ein Belegexemplar bzw. Link zum Artikel ist wünschenswert!
Für weitere Nutzung, bzw. im Zweifelsfall bitte per Kontakformular anfragen. Fotos mit höherer Qualität können auf Anfrage ggf. auch geliefert werden.
Think before you share! Haftungen gleich welcher Art, werden im Bezug auf eine „Fremd-Veröffentlichung“ über Dritte grundsätzlich ausgeschlossen! Dieses gilt auch dann, wenn wir zuvor einer Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt haben. Siehe u.a. auch Haftungsausschluss im Impressum.
Transparenz beim Datenschutz: Selbstverständlich liegt uns die Bewahrung der Persönlichkeitsrechte sehr am Herzen. Im Bereich der Eventfotografie sind wir in der Regel mit dem jeweiligen Einverständnis des Veranstalters unterwegs; insbesondere wenn es sich um Veranstaltungen handelt, die nicht frei/öffentlich zugänglich sind. Hier weisen die meisten Veranstalter von Festivals, Conventions etc. bereits in ihren AGBs darauf hin, dass „fotografiert und gefilmt wird“ und Filme und Fotos aller anwesenden Personen (Festivalteilnehmer, Besucher, Künstler, etc.) oder Ausschnitte, Zusammenschnitte etc. im Rahmen der Berichterstattung veröffentlicht werden können. Diese Vorgehensweise ist auch nachvollziebar, sind die Impressionen ja auch Referenzen für zukünftige Veranstaltungen und möchten z.B. auch zukünftige Besucher (soweit möglich) schon vor der Veranstaltung einen Einblick auf das kommende Event haben. Dieses ermöglichen wir und weitere Presse-/Fotografen im Rahmen einer Nachberichterstattung.
Dort wo es möglich ist, fragen wir in der Regel die einzelnen Personen und wie man den meisten Fotomotiven entnehmen kann, entstehen die Fotos in diesen Fällen auch immer mit Wissen und Einverständnis der jeweiligen Person(en) auf den Motiven.
Nur dort wo ganze Besuchergruppen, Zuschauergruppen eines Events mit der Intention aufgenommen werden, einen allgemeinen Eindruck der Stimmung eines Events wiederzugeben, kann natürlich nicht von jeder einzelnen Person ein OK eingeholt werden. Hierbei stehen dann aber nicht die einzelnen Personen im Vordergrund sondern sind nur zufälliges „Beiwerk“.
Dennoch, solltet Ihr (auch im Nachgang einer erteilten Erlaubnis) nicht (mehr) mit einer Veröffentlichung einverstanden sein, schickt uns einfach eine kurze Info (über unser Kontaktformular) und wir werden dann das/die entsprechende(n) Foto(s) schnellstmöglich von dieser Webseite sowie den damit verbundenen Social Media Profilen entfernen. Letztendlich ist unser Geschäftsmodell „Spaß hinter der Kamera“ und dies mit der gleichen Leidenschaft, wie auch viele von Euch (u.a. Cosplayer) gerne vor der Kamera stehen.
Weitere Infos siehe auch Datenschutz.






























































