The Hooters – 05. Juli 2022 – Zeche Bochum

The Hooters – 40th Anniversary Tour – Take Two – Summer 2022
Ich hatte in der letzten Zeit einige Konzerte gesehen, die leider viel zu wenig Zuschauer hatten, nicht so an diesem Abend. Die Zeche Bochum war richtig gut, mit einer bunten Mischung Zuschauern gefüllt. Von Jung bis Alt, vom Metallshirt bis Camp David war alles vorhanden. The Hooters, das sind seit der ersten Stunde Eric Bazilian, Rob Hyman und David Uosikkinen sowie etwas später hinzugekommen, aber trotzdem schon seit Jahrzehnten dabei John Lilley (Gitarre1983) und Fran Smith Jr. (Bass 1988). Unterstützt werden die Fünf durch Tommy Williams, der eigentlich nur die Zeit überbrücken sollte, als Eric sich kurz vor der Tour den Arm gebrochen hatte, nun aber fester Bestandteil der Band geworden ist und bei „Lucy in the Sky with Diamonds“ sofort mal seine Stimme unter Beweis stellte. Seit der ersten Stunde ist auch schon das Stichwort, mehr als 40 Jahre ist es her, dass sich die Band 1980 in Philadelphia gegründet hat und seitdem beträchtlich viele Hits auf den Markt gebracht hat. Natürlich denkt jeder als erstes an „Johnny B“ und „All You Zombies“ doch an diesem Abend in der Zeche wurden wir daran erinnert, dass es noch so viel mehr gute Songs von ihnen gibt. Eröffnet wurde um kurz nach 20:00 Uhr mit „I´m Alive“ hoffen wir mal, dass dieser Titel kein Zufall war und wir uns in Zukunft auf neue Hits freuen dürfen. Die Fünf machten auf jeden Fall den Eindruck, als ob sie sich richtig darüber freuten auf der Bühne zu stehen und diese gute Laune wurde auch ohne Probleme ins Publikum getragen. Die Nähe zum Publikum wurde ständig neu geknüpft, sei es dadurch dass Rob Hyman ständig beteuerte wie wohl er sich in Deutschland fühle oder dass Eric Bazilian sich bei den weiblichen Fans in der ersten Reihe durch einen angedeuteten Handkuss bedankte. Während auf der Bühne Hits wie „500 Miles“ zu hören waren oder alle zu „Karla with a K “ im Publikum hüpften, fragte ich mich, warum den Hooters nie so der richtig große Durchbruch gelangt ist. Potenzial und genügend Hits dazu hatten sie auf alle Fälle. Heute noch zeigen die Sechs auf der Bühne dass sie ihre Instrumente beherrschen und auch stimmlich gab es zu keiner Sekunde etwas zu meckern. Natürlich ist Eric Bazilian nicht der einzige Musiker, der Bach auf der e-Gitarre spielen kann, das macht seine Leistung aber nicht minder gut. Und ich zolle auch David vollen Respekt für sein Drumsolo. Für alle die es noch nicht wussten oder vergessen hatten, dass Bazilian und Hyman nicht nur klasse Musiker, sondern auch tolle Komponisten sind, wurde dann Joan Osbourne´s Hit „One Of Us“ und der Megaerfolg von Cyndi Lauper „Time After Time“ gespielt. Als zum Schluss dann „Major Tom“ von Peter Schilling gespielt wurde, flippte die Zeche nochmal richtig aus, was nicht bedeuten sollte, dass während der mehr als 2 Stunden zuvor tote Hose in der Halle war. Ganz im Gegenteil, es wurde den Abend über genug getanzt, mitgesungen und geklatscht. Sollte es jemanden gegeben haben, der unzufrieden war, so hat er sich in der Menge gut versteckt, ich konnte ihn bei meinen suchenden Blicken auf jeden Fall nicht finden. Als Fazit des Abends kann ich sagen, er war rundum gelungen und sehr unterhaltsam. Der Frage nach dem Bezug zu „Major Tom“ werde ich allerdings noch nachgehen müssen.
Set List:
I`m Alive von 2010
Silver Lining
Day By Day
South Ferry Road
The Boys of Summer 2010
500 Miles
Sonata no 1 in G minor , Johann Bach auf der E-Gittare
Lucy in the Sky with Diamonds
All You Zombies
Karla with a K
Twenty Five Hours A Day
drumsolo David Uosikkinen Gründingsmitglied
Satellite
Johnny B
And We Danced
Where Do The Children Go
Boys Will Be Boys
Tommy Gitarrensolo
Give the Music Back
One of us (Joan Osborne cover) (second verse sung in German)
Time after time (Cyndi Lauper cover)
Beatup Guitarre
Pissing in the Rhine
Major Tom (Peter Schilling cover)

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....