Das Festival am Kemnader See in Bochum, ist schon seit langen weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannt für seine großartige, jährliche Auswahl an Künstlern. Ich habe mir für dieses Jahr die Tour von Boss Hoss herausgesucht, um für euch darüber zu berichten. Gefühlsmäßig würde ich sagen, vor zwei Jahren waren wesentlich mehr Besucher bei Boss Hoss in dem Zelt, und die Stimmung war ein wenig explosiver. Aber auch wenn es 2024 nicht ausverkauft war, so war das große Zelt doch gut gefüllt. Was mir als Erstes an diesem Abend auffiel, war das sehr gemischte Publikum. Es ist schon erstaunlich, was für eine wirklich richtig durch gemischte Fangemeinde Boss Hoss besitzt. Sowohl von Alter, auch auch vom Typ her, war hier wirklich alles vertreten und während die jüngeren Zuschauer in den Innenraum stürmten, ließ sich die etwas ältere Generation gemütlich auf der, im hinterem Teil angebrachten Bestuhlung nieder. Diese war zwar etwas weiter von der Bühne weg, aber auch hier gab es einen super Klang und dank der großen Leinwände an beiden Seiten der Bühne, konnte man hier ebenfalls das Geschehen sehr gut mitverfolgen. Pünktlich um 19:30 Uhr, war die Bühne in ein blaues Licht getaucht und ein Intro sorgte dafür, dass die Aufmerksamkeit im Zelt, sich nun vollends in Richtung Bühne richtete. Hoss Power (Sascha Vollmer) erschien mit seiner Gitarre und recht zügig kam dann auch sein Partner Boss Burns (Alec Völkel) dazu, um mit „Last Day“ einen musikalischen Streifzug von Country-Musik über Rock´n Roll bis hin zum Boggie zu eröffnen. Recht schnell wurde es ganz schön heiß in diesem Zelt. Nicht, dass ein Boss Hoss Konzert schon musikalisch ein Garant für einen heißen Abend ist, nein, ganz nach dem Motto: zu heiß kann es nie werden, begannen schon beim dritten Song „Do it“ die Phyros zusätzlich, den vorderen Bereich des Zuschauerraums aufzuwärmen und an Feuer auf der Bühne sollte es an diesem Abend nicht fehlen. 17 Songs wurden zum Besten gegeben und neben Hits wie „ Dance the Boogie“, „ Don´t Gimme That“ oder dem Dolly Parton Cover „Jolene“, standen auch brandneue Stücke wie „Beautiful Things“ auf dem Programm. Auf der Bühne war immer irgendwo was los, ob es Alec war, der seinen Hocker ganz Cowboylike wie einen wilden Stier zuritt, oder ob Malcolm ein Solo auf seiner Mundharmonika zum Besten gab. Nicht zu vergessen, die Bläser im Hintergrund der Bühne, ganz im mexikanischem Stil gekleidet, mit riesigen Sombreros auf den Köpfen, die immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zogen und das nicht nur durch ihre krasse musikalische Darbietung. Natürlich mussten auch die Zuschauer ran, nur Rumstehen war hier unerwünscht. Immer wieder wurde das Publikum animiert zu singen, zu klatschen oder zu hüpfen. Bochum machte so hervorragend mit, dass Boss Hoss am liebsten am nächsten Tag sofort noch ein Konzert in diesem Zelt gegeben hätte. Natürlich war dies nicht möglich, aber unter lautem Applaus versprach Vollmer, dass Bochum auf jeden Fall in naher Zukunft wieder auf dem Reiseplan steht: „wir kommen wieder“. Spätestens bei „Bos Dos“ brachen dann alle Dämme, als Boss Burns, sich seines Shirts entledigte, „Bochum ich brauch eure Hände“ ausrief und sich einen Weg ins Publikum sucht. Crowdsurfing war nun angesagt und es sah schon so aus, als ob die Meute Alec nicht wieder runter lassen wollte. Auch auf der Bühne wurde während dessen eine wilde Show geboten, die drei Amigos, die bewaffnet mit Posaune, Trompete und Saxophone den Abend über einen fantastischen Background leisteten, schwangen maskiert ihre Instrumente durch die Lüfte und gaben ebenfalls nochmal richtig Gas. Danach hieß es erst einmal auf Wiedersehen. Wie immer hielt Sascha den Rücken seiner Gitarre hoch, auf der in fetten Buchstaben THANX zu lesen war. Die Musiker waren weg und die Bühne wurde erst einmal dunkel, aber das konnte ja noch nicht alles gewesen sei, oder? Die Ersten verließen trtotzdem das Zelt, sicher auch aus Angst vor dem großen Verkehrschaos, dass sich vielleicht später an der Ausfahrt ereignen könnte. Diejenigen, die allerdings im Zelt geblieben waren und lauthals nach Zugabe gerufen hatten, wurden durch drei weitere Songs belohnt. Als die Jungs wieder auf der Bühne erschienen und die Stimmung mit „Station Battalion“ wieder Fahrt aufnahm, da fragte ich mich, wo kommen all die Frauen auf der Bühne her? Boss Hoss hatte sich ein paar weibliche Fans zur Unterstützung herauf geholt. Je näher wir dem Ende kamen, desto mehr stieg der Stimmungspegel im Zelt an. Bei einem Drumsolo wurde das übriggebliebene Bier der Musiker auf dem Fell zum tanzen gebracht, André „Guss Brooks“ Neumann spielte sein letztes Basssolo an diesem Abend auf dem liegenden Bass und als die letzten Töne von „World Up“ erklungen, muss ich eigentlich nicht erwähnen, gab es einen tobenden Beifall. Trotzdem, im Vergleich zu meinem letzten Boss Hoss Konzert vor zwei Jahren an gleicher Stelle, muss ich sagen, war sie Stimmung dieses Jahr nicht ganz so explosiv. Die Leistung der Band war ohne Frage erste Klasse, aber Vieles ist mittlerweile so vorhersehbar geworden. Es fehlen ein wenig die Überraschungseffekte. Trotzdem war es ein fettes Konzert und ich freue mich schon auf das nächste Mal Boss Hoss in Bochum.
Setlist:
Last Day (Do or Die)
Wait for Me
Do It
Hey Ya! (OutKast cover)
I Keep On Dancing
Polk Salad Annie (Tony Joe White cover)
My Personal Song
Beautiful Things
Whatever
Backdoor Man
Jolene (Dolly Parton cover)
Dance The Boogie
Don’t Gimme That
Dos Bros
Stallion Battalion
Blonde Chaya
Word Up! (Cameo cover)
Fotografie: Tatjana Krupka
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