Sinnersday Tag 1 – Freitag 24.06.2022:
Natürlich haben wir auf dem Weg nach Belgien mal wieder im Stau gestanden und obwohl wir schon recht früh losgefahren sind, haben wir leider die ersten zwei Bands verpasst. Den Auftakt an diesem Wochenende machte das belgische EBM Duo Ultra Sunn. Wie man es von den Belgiern gewohnt ist, liefern auch Ultra Sunn immer guten tanzbaren EBM ab. Ich denke mal, dass war am Freitag auch der Fall, denn alle, die ich gefragt habe, hatten nur positive Kritiken für die Beiden übrig.
Die nächste Band die wir verpassten war Trans X, was mich besonders ärgerte, da ich Trans X noch nie live gesehen habe und mich natürlich auf „Living on Video“ gefreut hatte.
Just in time zu Atmosphere erreichten wir das Festivalgelände und wurden mit einem Joy Divion Cover empfangen und zwar in einer so guten Qualität, dass ich zweimal hinschauen musste, wer da auf der Bühne stand. Gesanglich kam das dort oben schon sehr nah an Ian Curtis heran.
Während Algiers sich musikalisch gegen Rassismus, Kapitalismus und eingefahrene Wertvorstellungen zur Wehr setzt, füllt sich ganz langsam auch das Gelände vor der Bühne ein wenig mehr. Algier ist musikalisch nur schwer zu fassen. Ich kann diese Band jetzt nicht in irgendeine Musikrichtung einordnen. Geht der eine Song noch in Richtung Blues, ist der andere eher Richtung Punk. Live auf jeden Fall sehr sehenswert.
Bevor nun Torul auf die Bühne kommen, nutzte ich die Zeit um mir das Gelände ein wenig näher anzuschauen. Wie auch schon im letzten Jahr beim W-Fest, sind wir wieder in Oostende, dieses mal aber nicht am Strand, sondern im Maria Hendrikapark. Das Festivalgelände wurde super schön im Grünen und direkt an einem Teich gelegen aufgebaut. Es ist nicht riesig sondern alles eher klein und familiär gehalten, aber es ist alles da was man braucht. Für Essen und Trinken ist gesorgt und es gibt genug Sitzgelegenheiten. Verkaufsstände für Merch und sonstige Gruftsachen fehlten natürlich auch nicht.
Wer lieber tanzen möchte, für den hat das Batcave Discozelt bis spät in die Nacht geöffnet. Von morgens bis abends wechseln sich hier die DJ´s ab. Und mal abgesehen davon, dass hier richtig gute Mucke geboten wird, wird es in den nächsten 3 Tagen auch ein willkommener Schutz vor den immer wieder einsetzenden Regenschauern sein.
Kommen wir aber nun wieder zurück zu TORUL, die sollte man nämlich auf keinen Fall übergehen. Mit Songs wie „All“ brachte die slowenische Elektropop-Band die Besucher vor der Bühne zum tanzen. Der eine wippte zwar nur zaghaft mit den Hüften, während der andere schon etwas höher in die Luft sprang, aber insgesamt merkte man schon, dass die Stimmung anfing zu steigen.
Wie viele Veranstaltungen in diesem Jahr, so denke ich, hatte auch der Sinnersday mit Corona zu kämpfen. Viele schrecken immer noch davor zurück, den Kartenvorverkauf zu nutzen. Kein Wunder, denn die Kühlschrankvorderseiten sind sicher noch voll mit Karten verschobener Konzerte. Dann kommen die Wetteraussichten dazu und schon bleibt man lieber auf dem Sofa als auf Konzerte oder Festivals zu gehen. Es ist wirklich sehr schade, denn das Line Up an diesem Wochenende hätte einen ausverkauften Sinnersday verdient gehabt.
Zu Foced to Mode muss ich sicher nichts mehr erklären. Die Berliner haben sich in den letzten Jahren in die Herzen der Depeche Mode Fans gespielt. Kaum eine andere Coverband kommt ihrem Vorbild so nah, sollte Dave mal ausfallen müssen, Christian Schottstädt wäre als Ersatz geeignet.
Als gegen 19:40 W.H. Lung auf die Bühne trat, war das Gelände schon ganz gut gefüllt. Die Band hat sich bei ihrem Namen übrigens von einem chinesischen Supermarktes in Manchester inspirieren lassen. Mit gut tanzbarer, aber trotzdem nicht zu alltäglicher Synthypop Musik unterhielten uns die Briten für die nächsten knappen 50 Minuten.
Als nächstes kam Chris Corner mit seinem Soloprojekt IAMX auf die Bühne. Ein Musiker und ein wenig Technik auf der Bühne ergaben an diesem Abend eine krasse Bühnenshow. Davon abgesehen, dass dieser Beat in Verbindung mit dem krassen Sprachgesang keinen still stehen lassen kann, gab es auch noch eine richtig geile Performance auf der Bühne. Hier hat Chris gut abgeliefert und bekam als Gegenleistung extremen Applaus.
Gegen 22:20 betrat dann einer der Urväter des Gothic Rocks die Bühne. Wayne Hussey ist soviel mehr als nur The Mission. Das letzte Konzert, das ich von ihm besucht hatte, war im Rahmen seiner „Salad Daze Tour“, von dem ich jetzt nicht ganz so angetan gewesen war. Ich war also mächtig gespannt, was mich in Oostende erwartete, und ich kann schon einmal vorweg nehmen, ich war begeistert. Mit seinen 64 Jahren konnte mich Mr. Hussey mit Songs wie „Hands across the Oceans“, „Wasteland“ oder „Butterfly on a Weel“ wieder genauso überzeugen wie vor 30 Jahren. Zwar wurden die Melodien ein wenig abgeändert, der neuen Zeit angepasst, was den ursprünglichen Songs aber keinen Abbruch tat. Die meisten Lieder wurden eh von allen mitgesungen, denn ich glaube es war keiner auf dem Festivalgelände, der die Texte nicht auswendig kannte.
Nach einem tollen Applaus und einer kleinen Umbauphase kamen dann “Last but not least” Echo & The Bunnymen auf die Bühne. Wie schon bei ihrem Vorgänger, handelt es sich natürlich auch hier um eine Band der ersten Stunde. Über 40 Jahre stehen Sänger Ian McCulloch und Gitarrist Will Sergeant nun schon auf der Bühne. Über den Post-Punk bis hin zum New Wave, bei so einer langen Bandgeschichte, da ist es ein Leichtes 60 Minuten mit einer geilen Setlist zu füllen. Der Wettergott hatte es, bis auf ein paar kleine Schauer, an diesem Tag gut mit uns gemeint und als nun alle mit dem Blick zur Bühne dem Auftritt von Echo & The Bunnymen lauschten, da wird die Zufriedenheit wohl das bei weiten überwiegende Gefühl auf dem Gelände gewesen sein.
Line up 26.06.2022:
ltra Sunn 12:00-12:40
Trans X 13:20-14:00
Atmosphere 14:30-15:15
Algiers 15:45-16:30
Torul 17:00-17:50
Forced to Mode 18:20-19:10
W.H. Lung 19:40-20:30
IAMX (Machinate) 21:00-21:50
The Mission 22:20-23:10
Echo & The Bunnymen 23:40-00:40
Tag 2: https://darkstars.de/impression/sinnersday-tag-2-samstag-25-06-202/
Tag 3: https://darkstars.de/impression/sinnersday-tag-3-sonntag-26-06-202/
Fotografie: Tatjana Krupka
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