Ich war dieses Wochenende bei einem ganz besonderem Gig im Rockpalast Bochum. Sierra hat ihre Musik zwar in der Szene zwar schon gut etabliert, aber live ist ja immer noch eine ganz andere Hausnummer. Ich bin ja immer etwas skeptisch, wenn ich höre Soloauftritt hinter Reglern, so was kann schnell, auch bei der besten Musik recht langweilig werden. Dieser Abend jedoch hat mich echt geflasht. Kommen wir als Erstes zu dem wirklich geilen Sound, der aus einer perfekten Mischung zwischen harten Beats und kraftvollen Bässen, wie man sie aus der EBM gewohnt ist und dem harmonischen, peppigem Sound des Synthpops besteht. Jedes einzelne Stück verleitet zum tanzen. Stillstehen schien unmöglich an diesem Abend. Ich würde sagen, ein Konzert ist ein voller Erfolg, wenn die Musik in den Körper dringt und du gar nicht merkst, wie du reflexartig anfängst dich im Takt zu bewegen. Jedes Stück an diesem Abend gemacht für den Dancefloor. Aber nicht nur im Zuschauerraum sah man Bewegung, Sierra stand bei ihrem Auftritt eigentlich nur recht selten still. Die meiste Zeit verbrachte dieses sympathische Powerpaket damit, bangend und tanzend zwischen den Reglern und den Drums hin und her zu huschen, was beim Anblick zusätzliche Freude erzeugte. Unterstützt wurde die Stimulation des optischen Sinnes, mit einer Lichtinstallation auf der Bühne. Die auf der Bühne aufgestellten Röhren untermalten gekonnt mit verschiedenen Lichteffekten den Sound, der aus den Boxen schallte. Für mich war es ein tolles Konzert und sicher nicht das letzte Mal.
Fotografie: Tatjana Krupka
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