Saltatio Mortis & Alestorm – 25.11.2023 Ruhrcongress Bochum

SALTATIO MORTIS – Taugenichts Tour 2023 – Special Guest: ALESTORM

Auch in diesem Jahr war die deutsche Mittelalter-Rock Band wieder im Bochumer Ruhrcongress zu Gast. Es gibt Konzerte, da freut man sich das ganze Jahr drauf. Eines davon ist zum Jahresende hin Saltatio Mortis im Ruhrcongress. Saltatio Mortis allein versprechen schon eine fette Party, wenn dann aber noch Alestorm den Opener geben, ist der Abriss vorprogrammiert. Die Bochumer Halle war extrem gut befüllt, als Alestorm gegen 20:00 Uhr eröffneten. Jeder einzelne Besucher im Ruhrcongress hatte an diesem Abend so was von Bock zu Feiern und das merkte man schon in den ersten 60 Minuten bei Alestorm. Ich hatte keine Sekunde lang das Gefühl, hier eine Vorband zu hören. Kein Wunder, die liebenswerte schottische Folk-Metal-Band aus Perth, mit ihren überdimensionierten gelben Quietscheenten sind ja auch schon lange keine Unbekannter mehr auf dem Metalbühnen dieser Welt und es zeigte sich an diesem Abend, dass es eine große Schnittmenge zwischen den eingefleischten Saltatio- und den Alestormfans gibt. Schon im Vorprogramm wurde jedes Lied lautstark mitgesungen und das Publikum wusste bei jeder Anweisung genau was es zu leisten hatte. Frontmann Christopher Bowes meisterte den Abend übrigens gekonnt mit einem Gipsarm. Aber ganz nach Piratenmanier, kann ein Holzbein oder gar ein gebrochener Arm doch keinen echten Piraten von seinem Ziel abhalten. Und das Ziel an diesem Abend war es Bochum auf die bestmögliche Weise zu unterhalten. Ich würde mal sagen, Auftrag erfüllt. Nach einer etwas längeren Umbauphase war dann gegen 21:30 Uhr Zeit für Saltatio Mortis die Bühne zu entern.  Am Anfang war da nur Alea der Bescheidene, in der Außenwelt auch Bekannt unter dem Synonym Jörg Roth. Nur ein einzelner Lichtstrahl erleuchtete ihn auf der Bühne, bevor es kurz darauf mit einem großen Knall aus der Konfettikanone losging. Wie nicht anders erwartet, ging die Stimmung von der ersten Minute von null auf hundert und hielt sich dort auch für die nächsten 120 Minuten. Wenn Saltatios Fans irgendetwas nicht haben dürften, dann Winkearme, diese Konzerte sind jedes Mal ein Absolutes Workout für Arme und Beine. Da wird geklatscht und geschwenkt was das Zeug hält. Die Stimmung ist einfach so ansteckend, selbst wer kein großer Fan ist, kann bei so einem Konzert nicht still stehen bleiben. Zu sehen wie der ganze Saal einheitlich hüpft und dabei lauthals „was hat das Mittelalter nur aus und gemacht“ mitsingt, erzeugt schon eine gewaltige Gänsehaut und ein fettes Grinsen. Kurz gesagt, wenn tausende von Händen im Takt des Dudelsacks zusammenschlagen oder sich ein Meer von Köpfen synchron bei hüpfen nach oben und unten und teilweise dabei auch noch von rechts nach links durch den Saal bewegt, dann versteht man, warum Saltatio Mortis sich mit recht einen Platz unter den besten Livebands Deutschland erobert habt. Die Energie die bei einem solchen Konzert entsteht ist einfach bombastisch und lässt sich nur schwer in Wort fassen, Ich empfehle jedem dieses Event einmal live mitzuerleben, so was kann man nicht beschreiben, das muss man erleben.

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....