Rage & Tri State Corner & Broken Fate – Zeche Bochum 12.05.2024

40 Years In Rage World Tour 2024“

Wenn man 40 Jahre lang auf der Bühne steht, dann gibt es zwei Pflichtprogramme, ein neues Album und eine Tour. Beides haben RAGR erfüllt und wir haben uns ihre Show in Bochum angeschaut, bei der die Jungs aus Herne natürlich auch ihr neues Album „Afterlifelines“ mit im Gepäck hatten. Wer auf eine 40 Jahres Tour geht, der kommt natürlich nicht alleine, bevor Rage am diesem Sonntag die Bühne betraten, waren erst einmal zwei Supports an der Reihe. Mächtig warm war es übrigens an diesem Sonntag, der zusätzlich noch Muttertag war, kein Wunder also, dass die Zeche während der Vorbands nicht bis zum Anschlag gefüllt war. Nicht nur Schokolade oder Käse können die Schweizer, auch guten Metal, das zeigte uns an diesem Abend der Opener BROKEN FATE. Mit ordentlichem Trash wurde die Zeche schon einmal vorgeheizt. Das Züricher Quartett bewies an diesem Abend, dass sie seit ihrer Bandgründung 2012 zu Profis geworden sind und den Metal mit einem heftigem Wumps in die Welt tragen können. Aber nicht nur musikalisch lohnte sich dieser Auftritt, Frontmann Tobias konnte bei seinen Ansagen, nicht zu Letzt auch durch seinen charmanten schweizer Dialekt, das Publikum für sich gewinnen. Ich denke sein Wunsch, nach einer Rückkehr auf die Bochumer Bühne, vielleicht sogar als Headliner des Abends, wird mit Sicherheit in Erfüllung gehen. Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit dem „Lückenbüßer“ dieser Tour weiter. Da Mission in Black krankheitsbedingt ausgefallen sind, sprangen Tri State Corner kurzerhand ein und versüßten uns als zweite Band an diesem Abend, das folgende Set. Musikalisch hätte man als Vorband von RAGE zwar eher etwas anderes erwarte, aber die griechisch, polnisch, deutsche Combo hatte von Anfang an die Zeche Bochum, die sich nun schon etwas mehr gefüllt hatte, im Griff. Frontman Lucky musste sich und seine Jungs nicht großartig vorstellen, Tri State Corner sollten jedem eingefleischtem RAGE-Fan bestens bekannt sein, da Lucky beim Headliner das Mikro gegen die Drumsticks einwechselte. Mit Witz und melodiösen Rock, welcher stellenweise einen starken folklorischen Einfluss erkennen ließ, wurden wir durch den nächsten Abschnitt des Abends geleitet. Lucky brachte es gut auf den Punkt, als er die Regeln erklärte, die man als Support einer Schwermetalband zu beachten hat. Frei der Vorgabe: man muss das Härteste spielen, was man im Repertoire besitzt, folgte erst einmal eine Ballade. Was soll ich sagen, die Vier hatten an diesem Abend nicht nur mich überzeugt sondern auch die übrigen Gäste hatten sichtlich Spaß. Und als Lucky dann die Zugabe direkt im Anschluss ohne Pause spielte, weil er sich das Procedere mit Pause und Zugaberufen sparen wollte, da lauschten dann auch restlos alle in der Zeche Bochum überzeugt den letzten musikalischen Beträgen der Band.  Um 21:00 Uhr war es dann soweit und der Headliner des Abends stand auf der Bühne. Mit „Cold Desire“ aus dem dem neuen Album bewies Peavy von der ersten Minute an, dass er auch nach 40 Jahre Bühnenerfahrung noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mit der Kombi RAGE und Power-Metal die man immer wieder liest, kann ich mich auch nach diesem Abend, immer noch nicht so richtig anfreunden, sagen wir es so: die Drei verbreiten mächtig Power und spielen dabei verdammt geilen Metal. Aber nicht nur musikalisch ist RAGE an diesem Abend eine Macht. Während Frontmann Peavy mit beeindruckender Bühnenpräsenz einen Song nach dem anderen rausschmetterte, lief Gitarrist Jean Bormann, einen Marathon auf der Bühne. Das Bühnenszenarium an diesem Abend ließ mich schon ein wenig schmunzeln. Während Peavy wie eine mächtige Eiche die Bühne beherrscht, wirbelt der junge Jean wild bangend auf der Bühne herum, seine Gitarre dabei immer voll im Griff. Kein Wunder, dass der junge Jean noch so viel Power hat, war er doch bei den Veröffentlichungen vieler Rage-Klassikern noch gar nicht geboren.  Auch wenn Rage auf ihrer Tour ein verdammt geiles neues Album im Gepäck haben, waren auf dieser Jubiläumstour in erster Linie die Klassiker angesagt. Schon an zweiter Stelle wurde mit „Straight To Hell“ den Bochumern mächtig eingeheizt. Mit den kurz darauf folgenden Songs wie „Black in Mind“ und „Refuge“ fuhr Rage schon von der ersten Minute an ganz groß auf und sorgte dafür, dass die Stimmung in der mittlerweile recht gut gefüllten Zeche um einige Grade stieg. Selbst als das Schlagzeug an diesem Abend mit einem kleinem Wehwehchen für eine musikalische Pause sorgte, hielt Peavy die Menge mit Anekdoten und Workouts (Arme hoch) auf Temperatur. Ich glaube, ich war an diesem Abend nicht die Einzige, die nach den letzten Takten von „Higher than the Sky“ zufrieden nach Hause ging. Rage, mit samt seine Supports hat meine Erwartungen an diesem Abend nicht nur voll erfüllt, sondern voll übertroffen. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Konzerte, sowohl von RAGE, als auch von Tri State Corner und Broken Fate.

RAGE Setliste: Cold Desire; Straight To Hell; Solitary Man; Black In Mind; Refuge; Back In Time; Toxic Waves; Days Of December; Let Them Rest In Peace; A New Land; Great Old Ones; End Of All Days; Under A Black Crown; Don’t Fear The Winter; Prayers Of Steel; Higher Than The Sky

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka

Weitere Infos bezüglich der Fotos:

Think before you share! Haftungen gleich welcher Art, werden im Bezug auf eine „Fremd-Veröffentlichung“ über Dritte grundsätzlich ausgeschlossen! Dieses gilt auch dann, wenn wir zuvor einer Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt haben. Siehe u.a. auch Haftungsausschluss im Impressum.


Transparenz beim Datenschutz: Selbstverständlich liegt uns die Bewahrung der Persönlichkeitsrechte sehr am Herzen. Im Bereich der Eventfotografie sind wir in der Regel mit dem jeweiligen Einverständnis des Veranstalters unterwegs; insbesondere wenn es sich um Veranstaltungen handelt, die nicht frei/öffentlich zugänglich sind. Hier weisen die meisten Veranstalter von Festivals, Conventions etc. bereits in ihren AGBs darauf hin, dass „fotografiert und gefilmt wird“ und Filme und Fotos aller anwesenden Personen (Festivalteilnehmer, Besucher, Künstler, etc.) oder Ausschnitte, Zusammenschnitte etc. im Rahmen der Berichterstattung veröffentlicht werden können. Diese Vorgehensweise ist auch nachvollziebar, sind die Impressionen ja auch Referenzen für zukünftige Veranstaltungen und möchten z.B. auch zukünftige Besucher (soweit möglich) schon vor der Veranstaltung einen Einblick auf das kommende Event haben. Dieses ermöglichen wir und weitere Presse-/Fotografen im Rahmen einer Nachberichterstattung.

Dort wo es möglich ist, fragen wir in der Regel die einzelnen Personen und wie man den meisten Fotomotiven entnehmen kann, entstehen die Fotos in diesen Fällen auch immer mit Wissen und Einverständnis der jeweiligen Person(en) auf den Motiven.

Nur dort wo ganze Besuchergruppen, Zuschauergruppen eines Events mit der Intention aufgenommen werden, einen allgemeinen Eindruck der Stimmung eines Events wiederzugeben, kann natürlich nicht von jeder einzelnen Person ein OK eingeholt werden. Hierbei stehen dann aber nicht die einzelnen Personen im Vordergrund sondern sind nur zufälliges „Beiwerk“.

Dennoch, solltet Ihr (auch im Nachgang einer erteilten Erlaubnis) nicht (mehr) mit einer Veröffentlichung einverstanden sein, schickt uns einfach eine kurze Info (über unser Kontaktformular) und wir werden dann das/die entsprechende(n) Foto(s) schnellstmöglich von dieser Webseite sowie den damit verbundenen Social Media Profilen entfernen. Letztendlich ist unser Geschäftsmodell „Spaß hinter der Kamera“ und dies mit der gleichen Leidenschaft, wie auch viele von Euch (u.a. Cosplayer) gerne vor der Kamera stehen.

Weitere Infos siehe auch Datenschutz.

Vorheriger ArtikelGlenn Hughes – 13.05.2024 Zeche Bochum
Nächster ArtikelRock Hard Festival Gelsenkirchen 2024 – Fan Galerie
Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....