Powerwolf – Oberhausen, Rudolf Weber Arena 26.11.2022

Powerwolf Wolfsnächte 2022 – Arena Oberhausen 26.11.2022

Viel zu lange mussten wir warten, bis POWERWOLF wieder seine Wolfsnacht feiern konnte.
Wie ausgehungert die Meute war, dass sah man schon von Weitem, als man sich der Rudolf Weber Arena in Oberhausen näherte. Massen von Menschen warteten rund um die Arena auf Einlass. Eine fast ausverkaufte Halle ließ schon mal auf Stimmung hoffen. Bevor POWERWOLF allerdings selbst die Bühne betrat, waren erst noch zwei weitere, auch nicht so unbekannte Bands an der Reihe. Gegen 19:40 Uhr eröffneten WARKINGS (Pics im link) Die Bühne in dunkles Blau getaucht, ein riesiger Berg aus Totenschädel direkt unter dem WARKINGS Schriftzug und eine düstere Stimme kündigt nun direkt vom Schlachtfeld den Gott Spartan an. Dieser erscheint dann auch in voller Rüstung und lässt sich am Schlagzeug nieder, natürlich nicht, ohne vorher das Publikum schon einmal ordentlich zu animieren. Als nächstes folgen Crusader und Viking, bevor als letztes Tribune auf der Bühne erscheint, welcher, nach einem „Ave Westfalia Germania“ dann mit „The last Battle“ übergangslos loslegt. Hier muss nicht lange gebeten werden, bis sich die Hände in der Halle nach oben bewegen. WARKINGS haben das Publikum von der ersten Minute an, hier gibt es kein langsames Aufwärmen. Und als ob die durchdringende Stimme von Tribune, in Verbindung mit dem Gitarrensolos von Crusader, nicht schon ausreichen würde, um in Stimmung zu kommen, betritt schon beim zweiten Song „Spartacus“ die Queen of Damned die Bühne, um Tribune gesanglich zu unterstützen. Oberhausen hat an diesen Abend richtig Bock zu feiern und so lassen sich die Massen bei „Fight“ auch nicht lange zum Mitsingen bitten. Auch wenn das Ganze erst ein wenig geprobt werden muss, klingt ein beeindruckendes durch Klatschen unterstützest „Fight, Fight, Fight“ durch die Halle. Und natürlich wundert es nach diesem kraftvollen Gig niemanden, dass auf die Frage, ob sie wiederkommen sollen, die Menge ein Eindeutiges JA entgegen brüllt. Als zweite Band an diesem Abend sind DRAGONFORCE (Pics im link) an der Reihe. Das Bühnenbild hat sich total geändert. Wo gerade noch Krieg herrschte, beherrschen nun zwei übergroße Spielautomaten das Bühnenbild. Raus aus dem alten Rom, direkt ab in die 80er. Herman Li und Sam Totman an den Gitarren und Alicia Vigil am Bass tragen passend zum Style der 80er Sonnenbrillen in knalligen Neonfarben. Sänger Marc Hudson hingegen mit klassischer Sonnenbrille, lässt lieber sein langes Haar in Wind der Maschinen wehen. Die Londoner Power-Metaller zeigen ab dem ersten Ton, dass man nicht immer nur nach dem äußeren gehen sollte. Ist das Bühnenbild auch eher poppig angehaucht, so können Herman Li und Sam Totman bei ihren vielen Gitarrensolos überzeugend beweisen, warum die Band auch zum Extreme Power Metal gezählt wird. Nicht nur im Posen sind die Vier in Front richtig gut. Mit „Highway to Oblivion“ lassen DRAGONFORCE es zwar erst einmal etwas langsamer angehen, aber schon bei „Three Hammers“ zeigt Marc Hudson, dass er absolut zu Recht als Sänger einer Power-Metal-Band auf der Bühne steht. Die Töne werden immer höher und der Rhythmus immer schneller und Oberhausen geht mit. Der Innenraum springt und klatscht im Takt. Schnell wird klar, die beiden Spielautomaten sind nicht nur anschauliche Requisiten, sondern dienen auch als Bühnen, auf denen Gitarre, Bass und Gesang einzeln zeigen können, was sie draufhaben. Über „Fury of the Storm“ und „The last Dragonborn“ gelangen wir an diesem Abend dann zur Titanic, genauer gesagt zum Titelsong dieser Schnulze. Hätte Marc Hudson schon in dem Film seine Version von „My Heart will go on“ gespielt, ich wäre sicherlich nicht eingeschlafen. Auch die Arena ist hellwach und feiert mit. Nach „Cry Thunder“ wird dann mit „Through The Fire And The Flames“ das Ende eingeläutet. Hinter uns liegt eine weitere Dreiviertelstunde gefüllt mit Metal, bei dem es wirklich schwergefallen ist, sich nicht zu bewegen. Zum Glück für mich, konnte ich bis zu diesem Punkt, die ganze Zeit im Graben verbringen, ich kann also nur erahnen, was in der Arena abgegangen ist. Der Lautstärke nach, wurde aber in Oberhausen bis zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich gefeiert. Scheint als hätte POWERWOLF eine durchaus geniale Auswahl bei seinen Supports getroffen. Die Gesichter der Besucher, die ich sah, strahlten auf jeden Fall alle vor Freude. Nun wurde erst einmal eine kleine Pause eingeläutet, das Bühnenbild musste vorbereitet werden. Während des Aufbaus sah man dann auch schon die ein oder andere Probeflamme hinter der Bühne. Als es dann in der Arena dunkel wurde und die ersten POWERWOLF-RUFE zu hören waren, begleitet von Glockenschlägen, da wusste jeder, jetzt geht es los. Als erstes sind nur Flammen zu sehen, das Bühnenbild gleicht einer alten Kapelle, nach und nach Erscheinen Mönchspaare mit Fackeln in den Händen, die die einzelnen Bandmitglieder in den Messeraum begleiten. Kaum sind alle eingetroffen, da schließt sich das Tor und verschwindet. Dort wo eben noch der Einlass war, thront nun ein riesiger POWERWOLF im Hintergrund. Mit „Faster Than The Flame“ wir dann auch sofort das Programm für heute eingeläutet. Flamen soll es in den nächsten 100 Minuten zu genüge geben. Ob immer wiederkehrend senkrecht aus dem Bühnenboden heraus, bei „Amen And Attack“ sprühend aus der Orgel, aus einer Flaggenstange oder aus Handfeuerwaffen (Welch ein Wortspiel). Ach ja, und Geschwindigkeit ist hier heute Abend auf der Bühne auch kein Problem. Schon direkt beim ersten Song wird nochmal richtig klar, wie lange die Fans auf ihre Heilige Messe warten mussten und welch eine Energie sich hier aufgestaut hatte. POWERWOLF, POWERWOLF klingt es lautstark in der Arena. Als Frontman Atilla Oberhausen begrüßt, schlägt ihm schon ein ordentlicher Applaus entgegen.
Selbstverständlich muss vor dem weiteren Verlauf der Messe, die Halle erst einmal mit Heavy Metal gesegnet und von Popmusik gereinigt werden. Die kraftvolle Stimme von Atilla schmettert einen Hit nach dem anderen und das Publikum dankt ihm mit heftigem Applaus. Natürlich muss an diesem Abend auch das Publikum ran, in dieser langen Konzertpause, hatte ja jeder genug Zeit die Texte zu lernen. Bei „Amen and Attack“ oder „Armata Strigoi“ hieß es dann für alle, singen was das Zeug hält. Es wurde gesprungen und geklatscht, kleinere Moshpits bildeten sich immer wieder im Publikum und natürlich dürfen wir die Flamen nicht vergessen. Die Gitarrensolos heizten nochmal zusätzlich an, unterstützt von dem Rhythmus gebenden Schlagzeug wächst die Stimmung extrem schnell. Bevor es jedoch in Oberhausen explodiert, sorgte Atilla zwischendurch aber immer wieder für Beruhigung. Durch seine Interaktionen mit dem Publikum oder das Erzählen des ein oder anderen Schwankers, einer Tanzeinlage mit seinem Keyboarder Falk, bringt er immer wieder Ruhe in die Halle. Umso fantastischer ist es zuzusehen, wie schnell er es wieder schafft, die Stimmung erneut aufzubauen. Bevor die „Army of the Night“ angestimmt wird, werden natürlich alle in Oberhausen erst einmal von Atilla in die Army of Metal aufgenommen, um damit die Unsterblichkeit zu erlangen. Als es jedoch auf das Ende zugeht, scheinen die Fans schon ein wenig durcheinander. Obwohl von dem regulären Set noch ein Song aussteht, rufen die ersten schon Zugabe und einige andere verlassen sogar schon die Arena. Ich denk mir einfach mal, die wollten dem Stau in den Ausfahrten der Parkhäuser entgehen. Natürlich zierten sich POWERWOLF nach gehöriger Aufforderung nicht lange und gaben dann noch eine gehörige Zugabe. Für alle die es nicht nach Oberhausen geschafft haben, schaut doch mal beim Rockpalast vorbei: https://youtu.be/BFU_skVi_d4

POWERWOLF Setlist
1. Faster Than The Flames
2. Incense & Iron
3. Cardinal Sin
4. Amen And Attack
5. Dancing With The Dead
6. Armata Strigoi
7. Beast Of Gevaudan
8. Stossgebet
9. Demons Are a Girls Best Friend
10. Fire And Forgive
11. Where The Wild Wolves Have Gone
12. Sainted By The Storm
13. Army Of The Night
14. Blood For Blood (Faloadh)
15. Let There Be Night
—————————————
16. Sanctified With Dynamite
17. We Drink Your Blood
18. Werewolves Of Armenia

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....