Megaherz & Combichrist – Kulttempel Oberhausen 01.10.23

Megaherz x Combichrist-Co-Headlinertour + support: Janosch Moldau

Wenn eine alt eingesessene NDH-Band mit einer der bekanntesten Industrial Metal-Bands auf Tour geht, sollte man eigentlich meinen, dass die Hallen brechend voll sind. Aber irgendwie ist in den letzten Jahren auf gar nichts mehr Verlass und so wurde das Konzert kurzerhand von der Turbinenhalle in den Kulttempel verlegt. Als ich aber an diesem Sonntag am Tempel ankam, hätte ich schwören können, dass wir gleich wieder zurück in die Turbinenhalle gehen. Ich kann mich auf Anhieb nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so eine lange Schlange gesehen hatte und Schlangen sind ja keine Seltenheit vor dem Kulttempel in Oberhausen. Für 18:00 Uhr war der Einlass geplant, allerdings gingen die Türen erst um 18:15 Uhr auf, damit man nicht ganz den Zeitplan sprengte, betrat Janosch Moldau schon die Bühne, bevor der letzte Gast im Tempel seinen Platz gefunden hatte. Ich muss sagen, ich hatte es beim Betreten erst gar nicht gemerkt, dass dort schon jemand auf der Bühne stand, da es dort oben bis auf ein kleines blauen Licht recht dunkel war. Janosh Moldau war jetzt musikalisch nicht gerade das, was man sich als Support für diese beiden Bands vorgestellt hätte. Das was der Neu-Ulmer dort auf der Bühne präsentierte, ging schon stark in die Richtung Elektropop. Aber irgendwie war es in diesem Moment genau das, was man dort im Kulttempel brauchte. Die wirklich schöne Stimme von Janosch, in Verbindung mit dem melodischen Sound seiner Songs, brachte die Leute erst einmal ein wenig runter, gab ihnen Gelegenheit anzukommen und ihre Kräfte zu sammeln um sie dann, im Anschluss bei Combichrist und Megaherz zu verbrauchen. Combichrist starteten dann auch an diesem Abend die Co-Headliner Show. Natürlich bin ich naiver Weise, wieder nach vorne gegangen, um möglichst gute Nahaufnahmen zu bekommen, was ich jedoch schon nach den ersten Takten von „Blut Royale“ stark bereute. Wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten, brauchte es keinen ganzen Song, um die Meute von null auf hundert zu bringen. An diesem Abend war hier kein Old-School Set zu hören, sondern passend zum Co-Headliner kamen hier ordentlich Gitarren zum Einsatz. Auch Keyborder Elliot Berlin wechselte zwischendurch das Instrument und ging über zum Bass. Nachdem ich mich mit meinen Kameras in Sicherheit gebracht hatte, konnte ich dann auch das Spektakel voll genießen. In den nächsten 60 Minuten gab es mit Songs wie „Get your Body beat“, „Can´t Control“, „Not my Enemy“ oder „Fuck that Shit“ so richtig was auf die Ohren. Oberhausen ging voll mit, wohin man sah, alles tanzte und sprang im Takt in die Höhe. Und obwohl man bei einem Combichrist Konzert eigentlich nichts anderes erwartet, schien sich Frontmann Andy LaPlegua über die Reaktionen im Publikum zu freuen. Auch an diesem Abend war das fettes Grinsen im Gesicht, trotz des schlechten Lichts nicht zu übersehen. Combichrist boten nicht nur eine verdammt geile musikalische Unterhaltung, sondern sie agierten wie immer auch die gesamte Zeit mit ihren Fans. Sei es Sänger Andy, der sich immer wieder hinkniete oder sich zu den Fans runter beugte um den Kontakt herzustellen, Gitarrist Eric 13, dessen Zeigefinger ständig Kontakt zum Publikum suchte oder gar Elliot Berlin der sich an diesem Abend ins Publikum fallen lies, um sich durch den Tempel tragen zu lassen. Der erste Headliner hatte schon einmal für einen ordentlichen Abriss gesorgt und die Messlatte recht hoch gelegt. Nach der Umbauphase starteten Megaherz dann sofort mit dem Titelsong ihres neuen Albums „In Teufels Namen“. Auch wenn Megaherz nicht ganz an die Stimmung ihres Vorgängers anknüpfen konnten, so feierten hier ebenfalls der gut gefüllte Tempel richtig ab. Auch hier suchte und fand Frontmann Alexander Wohnhaas schnell den Zugang zum Publikum. Auch hier musste nicht großartig zum Springen und Tanzten aufgefordert werden, obwohl vielleicht schon ein wenig verausgabt, zog Oberhausen über die volle Zeit mit. Nach „Vorhang auf“ gab „Amnesie“ zwischendurch mal die Gelegenheit etwas auszuruhen und erneut Energie zu tanken. Als sich der Abend dem Ende zuneigte und Megaherz mit „Miststück“, Jagdzeit‘ und „Himmelsstürmer„ noch einmal alles von ihren Fans forderten, da waren viele sicherlich froh, jetzt glücklich und ausgepowert ins Bett fallen zu können.

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....