LaPlegua & Freakangel – Matrix Bochum 11.04.26

Wer auch nur einen Hauch von Interesse an EBM oder Industrial hat, der kommt an einer Person nicht vorbei. Mit zu den großen dieser Branche gehört Andy LaPlegua. Aus diesem Grund hat es mich auch ein wenig gewundert, dass für seine drei Konzerte in Deutschland so wenig Werbung gemacht wurde. Die eigentlich als Panzer AG Show geplanten Auftritte, wurden Anfang März in die LaPlegua Anthology Tour umgewandelt, also eine Show nur mit Andy und einer feinen Auswahl aus all seinen Songs (somit also auch ein viel größerer Zuschauerkreis). Selbst wenn man bedenkt, dass sich Konzertkarten gerade auf Grund der steigenden Lebenskosten nicht ganz so gut verkaufen und auch dass die Termine auf das letzte Ferienwochenende fielen, ich hatte auf jeden Fall für so ein Konzert eine besser gefüllte Matrix erwartet. Zum Aufwärmen stand an diesem Abend die estnische Electronic/Industrial Band Freakangel auf der Bühne. Die Band um Frontmann Dmitry Darling konnte uns an diesem Abend beweisen, warum sie der Spitze der Industrial-Musikszene immer näher kommen. Auf der dunkel gehaltenen Bühne der Tube, hatten Freakangel kein Problem die eintrudelnden Besucher des Abends in kürzester Zeit in Tanzlaune zu versetzen. Wie nicht anders zu erwarten ging es nach einer kurzen Umbaupause dunkel und nebelig mit dem Hauptstar des Abends weiter. Andy LaPlegua wirkt wirklich wie eine Kampfmaschine auf Speed. Nur Bruchteile der Show schaffte er es mal still stehen zu bleiben, zum Beispiel um dem Publikum Danke zu sagen. Ein Danke an die Fangemeinde, ohne die es den Erfolg nie gegeben hätte. Die meiste Zeit der Show rannte und sprang er jedoch von rechts nach links und zurück über die Bühne. Trotz dieser Sporteinlage, war aber immer noch genug Puste vorhanden, um uns in gewohnter harter und aggressiver Form, die Texte seiner Songs entgegen zu schmettern. Mit seiner charismatischen Präsenz und einer Energie, die sofort übersprang, zog er die Menge von der ersten Sekunde an in seinen Bann. Schon bei dem ersten Song verwandelte sich die Tube in ein pulsierendes Meer aus tanzenden Körpern. Immer wieder suchte Andy die Interaktion mit seinen Fans, ging vor den ersten Reihen in die Hocke oder reichte seine Hand dem Publikum entgegen.
Dieser Abend war genau das, was ich erhofft hatte. Abgesehen von einer musikalischen Hammershow, war es hier auch wieder der sympathische Frontmann Andy LaPlegua der die Menge zum Jubeln brachte. Jeder, der ihn schon einmal auf der Bühne erlebt hat, spürt sofort, dass Andys Nähe zum Publikum authentisch und ungezwungen ist, dies wurde nicht nur während seines Auftritts auf der Bühne klar, sondern auch nach der Show am Merch. Stand, an dem er sich noch einmal richtig Zeit nahm für Fotos, Autogramme und Gespräche.

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....