Lange mussten Metal Fans auf eine Deutschland Tour von KING DIAMOND warten, nun war es endlich so weit. Beim Tour Stop in der Turbinenhalle Oberhausen stimmte einfach alles. Draußen ein superheißer Sommertag, in der vollgepackten Halle Sauna Temperaturen. Mit ANGEL WITCH und PARADISE LOST zwei saustarke britische Support Acts. ANGEL WITCH boten eine halbe Stunde lang besten NWOBHM und bei ihrer Bandhymne „Angel Witch“ ging die ganze Halle lautstark mit. PARADISE LOST kamen danach gewohnt melancholisch und düster rüber, auch bei ihrem gut 45-minütigen Set kam ihr größter Hit „Say just words“ am besten an. Die Fotos beider Support Bands findet ihr hier. Nach einer halbstündigen Umbaupause hinter einem riesigen Bühnenvorhang kam dann Punkt 21 Uhr der sehnsüchtig erwartete Headliner. Nach Fall des Vorhanges kam das großartige und aufwändige Bühnenbild zum Vorschein. Treppenaufgänge und Balustraden, Gargoylen und jede Menge Details wie Laternen usw. Die Band legte direkt mit super lautem und mörderisch brachialem Sound los. Auch an reichlich Showeffekten wurde nicht gespart. Während der King wie ein Zeremonienmeister durch das mit Hit an Hit gespickten Programm führte, durchqueren wahnsinnige Statisten die Szenerie, hantieren mit Kinder Puppen oder verfallen in zuckende Tänze. An den Keyboards und Backing Vocals hatte man übrigens Nervosa-Bassistin Hel Pyre dabei, die einen guten Job machte. Die Band war auf Feuer, „Halloween“, “Sleepless Nights“, „The Invisible Guest” oder” Eye of The Witch”. Es ging Schlag auf Schlag. Auch neueres Material wie „Masquerade Of Madness’“ zündete bestens. Nach zwölf Songs und atemberaubender Show gab es mit „Abigail“ eine letzte, triumphale Zugabe. Fazit: Einen besseren Konzertabend kann man sich als Metalhead kaum wünschen. Heavy Metal lebt.
Fotografie: Chris Strieder
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