Feuerschwanz, Harpyie, Gossenpoeten – Dortmund 15.12.23

Feuerschwanz, Harpyie, Gossenpoeten
Phantastischer Lichterweihnachtsmarkt, Fredenbaumpark in Dortmund
Am Freitag dem 15. Dezember war ich für euch in Dortmund auf dem Phantastischer Lichterweihnachtsmarkt (PLWM), der vom 23.11.23 bis zum 07.01.24 auf dem Fredenbaumpark-Gelände stattfindet. Vorab schon mal gesagt, ich hatte mich gegen das Auto und für die Bahn entschieden und ich glaube, dies war eine sehr gute Idee gewesen. Das Gelände ist zwar wunderschön, aber mit der Anzahl seiner Parkplätze kann es nicht gerade punkten. Also rein in die Bahn, bis Fredenbaum und dann zusammen mit einer gewaltigen Menschenmenge aussteigen und den PLWM erobern. Wer dem Mainstream und dem kommerziellen Weihnachtsmarkt entgehen möchte, mehr Interesse an Ruhe, Besinnlichkeit und Extravaganz hat, der sollte den Besuch des PLWM auf jeden Fall auf seiner Liste stehen haben. Rund um den beleuchteten See stehen die Stände, das Musikzelt sieht man schon von Weiten und keiner muss die Eingänge suchen, da alles hervorragend beschildert ist. Wurde im letzten Jahr noch Open-Air gespielt,so war ich persönlich an diesem Tag schon recht froh in einem Zelt und nicht in der Kälte zu stehen.
Pünktlich um 17:30 Uhr ging es dann auch mit Gossenpoeten, einer Folk-Band aus Nürnberg los. Obwohl das Zelt zum Zeitpunkt des Gigs noch recht leer war, brauchte die vier Musiker nicht lange, um mit ihrer Musik, die Zuschauer zum mitmachen zu animieren. Das Set war mit einer Mischung aus Folk und Trinkliedern genau richtig, um die eintreffenden Gäste in Stimmung zu versetzen.
Viele Songs stammten aus dem neu erschienenem Album Weltenbummler, welches die Leichtigkeit der ersten beiden Alben fortsetzt ohne jedoch vollständig auf das ein oder andere Statement bei den Texten zu verzichten. Stellenweise erinnerten mich die Songs stark an die jungen Ärzte. Gossenpoeten sind für mich auf jeden Fall eine geniale Festivalband, bei den Dichtern der Straße kommt mit Sicherheit bei jedem Gig ordentlich Stimmung auf.
Nach der Umbaupause ging es dann weiter mit Harpyie. Harpyie fallen zwar auch in den Bereich Folk-Band, jedoch kommt hier noch das Wörtchen Metal hinzu. Ich fand das Line-up an diesem Abend nicht ganz so glatt. Wurde man gerade erst von „Lustigen Starssenmusikern“ beschallt, so wurde es nun komplett dunkelblau auf der Bühne und zwischen dem weißen Rauch erschien das weißgefärbten Gesicht von Frontmann Aello die Windböe. Mit Songs wie „Blutadler“ oder „Der schwarze Mann“ wurde es dann auch textlich etwas düsterer. Ironischer Weise muss ich sagen, dass die Coverversion von „Wenn ich Tod bin“ dem Set schon am meisten die, von der Vorband gewohnte, schwungvolle Leichtigkeit verlieh. Das Bandoutfit kam mir ein wenig zusammengemischt vor. Einerseits echt böse geschminkt, andererseits eher locker lässig, eine klare Vorgabe schien es hier nicht gegeben zu haben. Da sollte man vielleicht nochmal dran arbeiten. Musikalisch war hier jedoch nichts zu beanstanden, obwohl die Technik wohl nicht ganz mitspielte. Schon direkt am Anfang hörte der Drummer mal einfach auf zu spielen, was aber mit einem großen Lacher, sowohl vom Publikum als auch von den Musikern selbst abgetan wurde.
Während ich dann im Graben stand, hörte man von hinten immer wieder „LAUTER“ Rufe, da meine Ohrenstöpsel allerdings sehr gut sind, ist es hier schwer zu sagen, ob der Tontechniker die Regler noch ein wenig hätte hochziehen müssen oder ob das doch eher eine subjektive Wahrnehmung aus Teilen des Publikum war.
Nach einer 30-minütigen Umbaupause, war es dann soweit und Feuerschwanz betraten die Bühne. Leider, konnte ich auf Grund der durchgängigen Feuershow nicht in den Graben, habe aber versucht doch ein paar Bilder von der Seite einzufangen. Einen Tag zuvor hatten Feuerschwanz noch in der Grugahalle Essen ihr 20jähriges Bandjubiläum gefeiert und ohne einen einzigen Bericht darüber gelesen zu haben, bin ich mir sicher, das war eine mega Party. War also die Frage, richtig aufgewärmt vom Vortag und jetzt voll im Partymodus oder müde und kaputt von dem „größten Metfest aller Zeiten“. Es brauchte nicht mal die volle Länge von Memento Mori um diese Frage zu beantworten. Schlagzeug, Gitarren, Bass, Geigen und Dudelsack legten sofort voll los und auch der Hauptmann schien alles andere als müde vom Vorabend zu sein. Nicht umsonst haben sich Feuerschwanz mittlerweile den Ruf einer genialen Liveband erworben, verdammt schnell fing die Stimmung im Zelt an zu kochen und das lag nicht nur an den ständigen Feuersäulen, die vor der Bühne aufstiegen. Feuerschwanz hatte seine Fans schnell im Griff. Gewöhnt schnell gab es eine Wechselwirkung zwischen dem Zuschauerraum und der Band. Mit Kampflauten aus dem Publikum wurden Feuerschwanz auf der Bühne lautstark unterstützt und auch die Textsicherheit vor der Bühne, zeigte sich an diesem Abend im Zelt mehr als einmal. Bei Songs wie „Metfest“, „ Schubsetanz“ oder „Knochenkarusell“ ging es im Zelt richtig ab. Wo man hinschaute, überall wurde lauthals mitgesungen, getanzt, gehüpft und sich im Kreise gedreht. Und wer immer noch nicht genau wusste, unter welchem Motto der Abend stand, dem wurde das zum Anschluss mit dem „elften Gebot“ nochmal ins Gedächtnis gerufen: „Denn das Elfte Gebot gebietet zu leben, als wartet morgen schon der Tod „
Natürlich durfte auch an diesem Abend die Zugabe nicht fehlen. Was meiner Meinung nach auf die Setlist eines jeden Feuerschwanzkonzert gehört, ist das Manowar cover „Warriors of the World“. Aber nicht nur dieses Cover heizte zum Schluss nochmal so richtig ein, auch das Seed-Cover „Ding“, wurde von Feuerschwanz richtig fett interpretiert. Als es zum Schluss hieß „Die Hörner hoch“, da sang dann das ganze Zelt wie aus einer Kehle mit. Also ich war begeistert und freue mich schon auf das nächste Feuerschwanzkonzert.
Setlist Feuerschwanz:
Memento Mori, Untot im Drachenboot, Metfest, Bastard von Asgard, Ultima Nocte, Schubsetanz, Kampfzwerg, Bezerker, Rollos Hammer, Meister der Minne, Horde, Knochenkarussell, Dragostea, Das elfte Gebot
Zugaben:
Warriors of the World United (Manowar cover), Rohirrim, Ding, Die Hörner hoch

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....