Def Leppard – 25.05.23 Mönchengladbach

Def Leppard & Mötley Crüe – The World Tour 2023

Wer Rock´n Roll und Metal liebt, der kommt an zwei Namen nicht vorbei und wenn diese beiden Bands dann auch noch gemeinsam auf eine Double Headliner Tour gehen, dann heißt es Karten kaufen. Umso mehr hatte ich mich gewundert, dass der Sparkassenpark in Mönchengladbach nicht ausverkauft war. Sowohl Def Leppard als auch Mötley Crüe bekommt man ja nicht alle Tage auf die Bühne und den Eintrittspreis für beide Bands, fand ich ebenfalls nicht zu hoch gegriffen. Auch wenn Mönchengladbach nicht an die Dimensionen der amerikanischen Stadien ran kommt, so versprach der Abend schon durch die Austragungsstätte ein Erlebnis zu werden. Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit, man konnte sogar die Sonne sehen, die sich dann bis zum Start von Def Leppard in die richtige Position gebracht hatte und nun, mit letzter Kraft, die Bühne noch ein wenig anstrahlte. Im Außenbereich war in genügendem Maß, für das leibliche Wohl gesorgt, Durst und Hunger musste an diesem Abend keiner leiden. Das Ganze hatte schon ein wenig Festival-Atmosphäre. „Do You wanna get rock?“ war die rhetorische Frage, die Def Leppard Frontmann Joe Elliott zu Beginn stellte, bevor er mit „take what you want“ diesen Abend eröffnete. Ich habe in der letzten Zeit einige der alten Größen sehen dürfen und trotz deren Alters, war ich bei keiner enttäuscht worden. Auch Def Leppard konnte mich an diesem Abend abholen. Natürlich reichen sie nicht an ihre Glanzzeiten heran, was aber auch wirklich niemand erwarten kann. Dort wo sich das Alter bemerkbar machen könnte, helfen über 40Jahre Bühnenerfahrung. 17 Songs gab es an diesem Abend. Bei Songs wie „Lets get rocked“, „Foolin“ „Kick“ bei denen es schon recht schwer fiel, still zu stehen, durfte natürlich auch eine Ballade wie „Love Bites“ nicht fehlen. Und mit was sonst, als mit „Rock of Ages“ und „Photograph“ konnte dieses Set zum Höhepunkt und damit zum Ende gebracht werden. Zusammenfassend kann man sagen, mich hat Def Leppard angenehm überrascht. Phil Collen hat seine Gitarre immer noch bestens im Griff, Schlagzeuger Rick Allen ist für mich mit Abstand der faszinierendste Musiker den ich kenne und auch Elliot trifft noch (fast) jeden Ton. Der erste Teil des Abends hatte sich musikalisch schon also schon gelohnt.

Bilder zu Mötley Crüe hier

Als nächstes gehörte die Bühne nun Mötley Crüe. Was ich mich den ganzen Abend lang immer gefragt habe, war, ob Bands wie Mötley Crüe heute überhaupt ein Chance hätten groß zu werden oder ob sie von feministischen Bewegungen in Grund und Boden demonstriert würde? (smile) Mötley Crüe bedienen das komplette Klischee einer Rock´n Roll Band. Spätestens nachdem ihre Autobiographie „The Dirt“ verfilmt wurde, kann jeder erahnen, was er auf der Bühne zu erwarten hat. (Ich empfehle übrigens das Buch zu lesen, viel besser als der Film) Welcher Song könnte hier zum Auftakt dann wohl auch besser passen als „Wild Side“. Aber schon bevor Vince los schmetterte, war das Geschrei in den ersten Reihen groß. Jedes Mal, wenn sich irgendetwas in dieser großen Nebelwolke, die sich vor Showbeginn auf der Bühne breit machte, bewegte, schrie alles hysterische neben mir auf. Es könnte ja schon ein Bandmitglied sein. Die Songs der Setlist an diesem Abend konnte jeder mitsingen, was Mönchengladbach auch lautstark bewies. Hier reihte sich ein Hit an den anderen. Songs wie „Shout at the Devil“, „Too Fast for Love“ „Home sweet home“ oder ein Medley aus „Rock and Roll, Part 2 / Smokin‘ in the Boys Room / Helter Skelter / Anarchy in the U.K. und Blitzkrieg Bob“ (richtig gelesen, wohl eine Hommage, an eine weitere, ganz große Band des Rock´n Rolls), sorgten für ein euphorische Publikum. „ Dr. Feelgood“, „Girls, Girls,Girls“ und natürlich „Kickstart my Heart“, setzten dem Ganzen noch die Krone auf. Im Stadion wurde so was von abgefeiert. Natürlich gab es auch an diesem Abend leicht bekleidete Frauen auf der Bühne, zusätzlich zu den beiden Tänzerinnen, welche die Band den ganzen Abend über begleiteten, standen irgendwann zwei überdimensionale Frauenkörper auf der Bühne. Ich meine, die hatten gar nichts an! Mötley Crüe schafft es, einen in die 80er zurückzuversetzen und damit in die dreckigen Zeiten des Rock´n Rolls. Tommy Lee stellt sich auf die Bühne und fängt ein ganz normales Gespräch mit dem Publikum an: „Hey Leute, ich seh kein Bier, wo ist euer Bier“ als Antwort hier drauf, halten alle ihr Glas in die Höhe. Soweit, so gut. Aber ich hätte bei einem Konzert 2023 in Deutschland, niemals darauf gewettet, dass auf die folgende Bemerkung, er habe an diesem Abend auch noch keine Tittis gesehen, die BHs fliegen und auf der großen Leinwand Zuschauerinnen ihre Brüste schwingen lassen. Das kann wohl nur Tommy Lee. Neben „Sex“ und guter Musik darf man die riesige LED-Wand auf der Bühne nicht vergessen. Sowohl Def Leppard, als auch Mötley Crüe nutzten diese nicht nur für Lichteffekte, sondern erinnerten durch Fotos und Videos hier auch an die letzten 40 Jahre Bandgeschichte. Rundherum war es ein absolut gelungener Abend. Ich für meinen Teil, habe genau das bekommen, was ich erwartet habe, vielleicht sogar ein wenig mehr.

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....