Castle Rock Mülheim 1 + 2. Juli 2022
Endlich war es wieder soweit und am Freitag dem 01.Juli 2022 öffneten sich erneut die Tore des Schlosses Broich um mit den Spielen zu beginnen. Die Rede ist hier natürlich von Rock und Metal, vorgetragen von einer handverlesenen Auswahl an Bands. Viel zu lange haben wir auf diesen Tag warten müssen und so war es auch kein Wunder, dass es beim Castle Rock 2022 ausverkauft hieß.
Als ich gegen 15:45 Uhr auf dem Vorplatz eintraf, stand dort schon eine ordentliche Ansammlung schwarz gekleideter Menschen, in Reih und Glied aufgestellt, um sich Einlass zu verschaffen. OK, hier war ich richtig. Pünktlich ging es dann um 16:00 Uhr mit KRANKHEIT los. Von einem sanften Aufwärmen konnte hier nicht die Rede sein, die österreichischen Metaller legten von der ersten Minute an voll los. Vom Make-up her, erinnerten sie mich schon ein wenig an den Headliner des Abends, musikalisch wiederum ging es eher in Richtung Combichrist, der Industial Metal war doch schwer raus zuhören. In den 45 Minuten Spielzeit füllte sich auch mittlerweile der Innenhof des Schlosses und vor allen Dingen auch der Platz vor dem Getränkestand. Getränke brauchten wir an diesem Tag in Mengen. Abgesehen davon, dass auf einem Festival immer Getränke gebraucht werden, meinte es der Wettergott an diesem Wochenende auch noch besonders gut mit uns. Obwohl Freitag war und viele sicherlich noch Arbeiten mussten, waren dann zu THANATEROS schon beträchtlich viele Zuschauer eingetroffen. Mit vergleichsweise methodischeren Klängen des Gothic-Metals ging es dann weiter. Thanatheros, die einst als Solo-Projekt von Ben Richter gegründet wurden und die in den letzten Jahren schon einige Bühnen, sowohl als Headliner, im Rahmen von Festivalauftritten oder als Support für Bands UMBRA ET IMAGO oder NFD gerockt hatten, bewegten dann auch die ersten Gäste zum tanzen.
Wer noch nie in das Vergnügen hatte in diesem Innenhof ein Konzert zu hören, dem sei gesagt, dass es hier auf Grund der dicken Gemäuer eine verdammt geile Akustik gibt. Tiefe Bässe und Gitarrenriffs kamen wieder einmal richtig gut rüber und sorgten auch an diesem Tag wieder für ein fettes Musikerlebnis.
Das Castle Rock war wie immer prima organisiert. Hier mal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren und all die Helfer die uns mit Getränken und Essen versorgten. Obwohl es so voll und so heiß war, musste ich nie lange auf Getränke oder Essen warten. Es gab ausreichend Sitzgelegenheiten und natürlich, für alle, die sich mal einige Minuten Pause gönnen wollten, die große Liegewiese hinter dem Schloss. Diese Wiese ist schon echt etwas ganz besonderes. Die Akustik ist zwar nicht so gut wie im Schlosshof, aber auch hier kann man wunderbar der Musik lauschen und sich nebenbei mit Freunden niederlassen und unterhalten. Bevor ich mich versah hatten wir schon 18:00Uhr und der Auftritt von Beloved Enemy stand auf dem Programm. Wer meint, Metaller sind immer so unheimlich cool und nehmen sich so ernst, er wurde an diesem Tag an vielen Stellen eines Anderen belehrt. Sänger Ski-King, der ohne Probleme ein Casting für „Sons of Anarchy“ bestehen würde, fing damit an, dass er erst einmal die Mikroprobe mit „alle meine Entchen“ durchführte. Danach zeigte Ski, dass nicht nur ein Metaller in ihm steckt, der Leadsänger der Country-Band „Ski’s Country Trash“ eröffnete das Set an diesem frühen Abend erst einmal damit, dass er alle Anwesenden im Schloss Broich dazu brachte gemeinsam „Take Me Home, Country Roads“ zu singen. Wer dachte die schwarze Gemeinde hätte dabei Textprobleme, der hatte weit gefehlt. „Country roads, take me home, To the place I belong………. klang es lautstark in Mülheim. Ich liebe Musiker und Bands, die Spaß an und bei der Sache haben und wenn sie dann noch so eine gute Show abliefern wie Beloved Enemy, ist ein weiterer Teil des Tages gesichert. Stimmlich ist Ski King einfach grandios. Ich würde sagen eine Band, die ich auf keinen Fall das letzte Mal gesehen habe. Mit gutem Goth Metal ging es dann weiter, als nächstes standen CREMATORY auf der Bühne. Die starteten dann auch erst einmal mit einer Pyroshow. Seit über 30 Jahren gibt es die Crematory nun schon und das ist bei den Auftritten auch deutlich zu merken. Was da auf der Bühne steht, harmonisieren perfekt zusammen. Auch wenn Sänger Gerhard Felix Stass im Vergleich zu seinem Vorgänger eher ein kleiner Brüllwürfel ist, so hat er doch eine beeindruckend weiche Stimme. Musikalisch erinnerte mich das Ganze stellenweise sehr stark an Band wie Type O Negative oder Fields of the Nephilim und dabei kamen sie dem Original verdammt nah. Gott sei dank hing mittlerweile die Sonne schon ein wenig unter. Im Innenhof wurde immer mehr gefeiert, es ging ganz schon heiß her und daran waren nicht nur die Temperaturen schuld. Es wurde gesungen, geklatscht, die Hände gingen nach oben. Wir hatten da richtig geile Bands auf der Bühne und das Publikum dankte dafür lautstark mit Applaus.
Um kurz vor Neun war es dann soweit und Lord of the Lost betraten die Bühne. Die Jungs haben im Moment das große Loß gezogen und zwar absolut zu Recht, denn zur Zeit touren sie durch Deutschland im Vorprogramm von Iron Maiden. Ich muss jetzt hier auch sicher nicht beschreiben was im Innenhof los war, als Lord of the Lost dann auch Children of the damned zum Besten gaben. Aber natürlich gingen auch ihre eigenen Songs richtig ab. Man merkt ihnen auf der Bühne sowas von an, dass sie gerade richtig Bock haben. Hier war von Anfang an ordentlich Tempo drin und das in Verbindung mit einer geilen Bühnenshow. Die Jungs rennen über die Bühne, sie springen, sie posen. Als Chris auf die vorderen Boxen im Graben steigt, geht die Menge nochmal richtig ab. Auf die Aufforderung „ könnt ihr mal alle ein wenig höher springen, damit ich euch auch sehen kann?“ Gibt es dann auch fast keinen mehr, der noch still stehen blieb und ich war froh, das Schloss Broich auf einem soliden Fundament gegründet wurde. Und wenn die Hände dann im Zuschauerraum mal zu lange runtergingen, kam Pi ganz schnell nach vorne um zu zeigen wie das mit dem Klatschen geht und alle machten wieder mit. Auch auf die Frage zum Publikum hin „ kann ich euch nochmal hören?“ wurden die Jungs nicht enttäuscht und der Zuschauerchor stimmte wieder ein. Spätestens als dann YMCA von den Village People kurz umgedichtet als LOTL zu hören war, sangen dann wirklich alle lauthals mit. Aber nicht nur musikalisch bekommen Lord of the Lost die volle Punktzahl von mir, an diesem Abend konnten sie mindestens genauso viele Sympathiepunkte einsammeln. Obwohl die fünf im Moment sicherlich im Vollstress sind und ihnen auch noch der Tourbuss kaputt gegangen ist, standen sie pünktlich um 20:45Uhr auf der Bühne und erklärten, dass sie zu ihrem Auftritt beim Castle Rock auch gelaufen wären. Die Hamburger Jungs um Sänger Chris Harms waren wirklich der Hammer und sorgten für einen perfekten Abschluss dieses tollen Tages.
Leider konnte ich den Samstag nicht mit dabei sein. Im Moment überschneiden sich so viele Veranstaltungen und so gerne ich bei diesem krassem Line up auch gewollt hätte, musste ich leider passen.
Freitag, 1. Juli 2022
Einlass 15:00 Uhr
KRANKHEIT
THANATEROS
BELOVED ENEMY
CREMATORY
LORD OF THE LOST
Samstag, 2. Juli 2022
Einlass: 12.15 Uhr
INGRIMM
HELL BOULEVARD
SKI’s COUNTRY TRASH
VLAD IN TEARS
AEVERIUM
JOACHIM WITT
LORDI
Fotografie: Tatjana Krupka
Weitere Infos bezüglich der Fotos:
Ihr möchtet Fotos, welche von der Veranstaltung „Castle Rock Mülheim 01 & 02.07.2022“ hier zu sehen sind, auch für eigene Zwecke nutzen?
Wenn wir Euch (quasi als „spontan- Fotoshooting“) auf diesem Event fotografisch als Person / Band / zusammengehörige Gruppe portraitiert haben, dürft Ihr natürlich auch im Sinne einer TfP Basis („Time for Photo“, also Eure „Zeit gegen Fotos“), diese Fotos (mit den eigenen Motiven) für nicht-kommerzielle Zwecke (kostenfrei) nutzen. Diese Nutzung schließt insbesondere auch die Verwendung in sozialen Netzwerken (z.B. als Profilfoto bei Facebook) mit ein. Hier bedarf es keine Rücksprache! Eine Angabe von Fotocredits wäre nett, ist aber nicht zwingend erforderlich!
Auch für eine entgeltfreie redaktionelle Nutzung sind wird offen, sofern es sich um Band-/Star-Fotos handelt bzw. das allgemeine Geschehen des Events zeigt. (Gilt also nicht für Motive auf denen einzelne „private“ Personen konkret abgebildet sind, da dies ggf. weitere Zustimmung der Personen bedarf!) Gerne können die Fotos vom Veranstalter / Event-Agentur (zB. als Referenz, Sammlung von Impressionen etc.) u.a. auf der eigenen Homepage auch ohne Rücksprache verwendet werden. Weiterhin ist auch eine generelle freie Nutzung gestattet, wenn diese im Zusammenhang mit einer (Vor-/Nach-) Berichterstattung über dieses Event / dieser Event-Reihe erfolgt. (Die gilt für Online- wie auch für Print-Medien.)
Sofern nicht anders besprochen, hier bitte dann zwingend mit der Angabe von Fotocredits „Tatjana Krupka“. Ein Belegexemplar bzw. Link zum Artikel ist wünschenswert!
Für weitere Nutzung, bzw. im Zweifelsfall bitte per Kontakformular anfragen. Fotos mit höherer Qualität können auf Anfrage ggf. auch geliefert werden.
Think before you share! Haftungen gleich welcher Art, werden im Bezug auf eine „Fremd-Veröffentlichung“ über Dritte grundsätzlich ausgeschlossen! Dieses gilt auch dann, wenn wir zuvor einer Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt haben. Siehe u.a. auch Haftungsausschluss im Impressum.
Transparenz beim Datenschutz: Selbstverständlich liegt uns die Bewahrung der Persönlichkeitsrechte sehr am Herzen. Im Bereich der Eventfotografie sind wir in der Regel mit dem jeweiligen Einverständnis des Veranstalters unterwegs; insbesondere wenn es sich um Veranstaltungen handelt, die nicht frei/öffentlich zugänglich sind. Hier weisen die meisten Veranstalter von Festivals, Conventions etc. bereits in ihren AGBs darauf hin, dass „fotografiert und gefilmt wird“ und Filme und Fotos aller anwesenden Personen (Festivalteilnehmer, Besucher, Künstler, etc.) oder Ausschnitte, Zusammenschnitte etc. im Rahmen der Berichterstattung veröffentlicht werden können. Diese Vorgehensweise ist auch nachvollziebar, sind die Impressionen ja auch Referenzen für zukünftige Veranstaltungen und möchten z.B. auch zukünftige Besucher (soweit möglich) schon vor der Veranstaltung einen Einblick auf das kommende Event haben. Dieses ermöglichen wir und weitere Presse-/Fotografen im Rahmen einer Nachberichterstattung.
Dort wo es möglich ist, fragen wir in der Regel die einzelnen Personen und wie man den meisten Fotomotiven entnehmen kann, entstehen die Fotos in diesen Fällen auch immer mit Wissen und Einverständnis der jeweiligen Person(en) auf den Motiven.
Nur dort wo ganze Besuchergruppen, Zuschauergruppen eines Events mit der Intention aufgenommen werden, einen allgemeinen Eindruck der Stimmung eines Events wiederzugeben, kann natürlich nicht von jeder einzelnen Person ein OK eingeholt werden. Hierbei stehen dann aber nicht die einzelnen Personen im Vordergrund sondern sind nur zufälliges „Beiwerk“.
Dennoch, solltet Ihr (auch im Nachgang einer erteilten Erlaubnis) nicht (mehr) mit einer Veröffentlichung einverstanden sein, schickt uns einfach eine kurze Info (über unser Kontaktformular) und wir werden dann das/die entsprechende(n) Foto(s) schnellstmöglich von dieser Webseite sowie den damit verbundenen Social Media Profilen entfernen. Letztendlich ist unser Geschäftsmodell „Spaß hinter der Kamera“ und dies mit der gleichen Leidenschaft, wie auch viele von Euch (u.a. Cosplayer) gerne vor der Kamera stehen.
Weitere Infos siehe auch Datenschutz.























































































