Am Samstag eröffnen die britische Indie Band The K´s den Tag.Im Zelt geht es dann mit den Belgiern von Green Crow Collective weiter. Sie vermischen Rock mit Punk und würzen dies mit einer Prise Balkan-Folk. Mit dieser interessanten Mixtur sorgt die Band schnell für gute Stimmung. Britischer Indie Rock von Razorlight lässt so manchen Fan melancholisch werden. Stilistisch sind manche Songs nahe bei Velvet Underground oder Patti Smith. Sänger und Leadgitarrist Johnny Borrell passt mit seiner charismatischen Art genau zu dem Stil der Musik, mit der er in manchen Momenten verträumt zu verschmelzen scheint. Im Harley Davidson Zelt bringen die jungen Musiker von Beach Boys Best die Vibrations der kalifornischen Küste nach Weert und bringen nicht wenige Fans vor der Bühne bei tropischen Temperaturen zum Tanzen. Die ausgelassene Stimmung nimmt die flämische Pop-Band Clouseau dann mit auf die Hauptbühne. The Ultimate Eagles setzen da an, wo The Beach Boys Best im Zelt aufgehört haben. Die Band zelebriert die größten Hits der legendären Eagles, dass viele Fans, die das Original live nicht erleben durften zumindest ein Gefühl der mystischen Musik mitnehmen können. Mit Kensington rockt dann de dritte niederländische Band die Mainstage. Mit Rockigen Independent hinterlassen sie eine Visitenkarte, an die man sich gerne erinnert. Im großen Zelt wird es dann wieder eine Spur härter. Vor einer Wand von Scheinwerfern betritt zunächst Drummer Mario Goosens die Bühne, legt im Spotlicht ein kurzes Intro vor, bis im gleißenden Licht Gitarrist und Sänger Ruben Block sowie der Bassist hinzukommen und Triggerfinger loslegen wie die Feuerwehr. In ihre dynamische harte Rockmusik lassen sie vereinzelt bluesige Elemente Einfließen und sorgen für Stimmung im Zelt. Am Abend zeigen die Kaiser Chiefs, warum sie eine gerne gebuchte Band für Festivals sind. Sie kreieren ihren eigenen Stil, der Einflüsse aus Indie, New Wave aber auch Garage-Rock miteinander verschmelzen lässt. So transportieren sie die tolle Stimmung während des Tages weiter in den Abend, Dass es für ZZ Top ein Leichtes ist die Harley-Davidson Bühne zu rocken. Dass mit Billy Gibbons nur ein Gründungsmitglied dabei ist, tut der Stimmung keinen Abbruch. Schon beim Opener „Under Presure“ geht die Post ab. Bassist Elwood Francis sorgt mit seinem überdimensionierten Bass für einen Eyecatcher, den er danach aber bei Seite legt. Die gewohnten Show Elemente, wie der glitzernde Partnerlook von Gibbons und Elwood kommen bei den Fans gut an. Neben dem Drumherum liegt aber der Focus auf der Musik, wo die Band eine bunte Mischung ihres Repertoires zeigt. Die Stimmung im Zelt scheint sich dabei auch auf die drei Musiker auszuwirken, denen der Spaß am Auftritt anzumerken ist und die auch mit einem sichtbaren Humor manche Showelemente einbauen. Abgeschlossen wird der zweite Tag von Moby auf der Main Stage. Es folgt ein Auftritt, der die ganze Bandbreite der musikalischen Fähigkeiten von Moby widerspiegelt. Rockig mit der Gitarre, Richtung Weltmusik gehend wenn er an den Percussion arbeitet bis hin zur elektronischen Musik, wo er sich als DJ präsentiert. Seine Lebenseinstellung, wo das Tierwohl im Mittelpunkt steht, trägt er mit Tattoos auf seinem Körper und zeigt dabei eine soziale Haltung. Die Musik elektrisiert die Fans, die entweder tanzend zu den Beats mitgehen oder nur staunend dieser Bühnenpräsenz Tribut zollen. Tag 1 hier und Tag 3 hier.
Fotografie: Gernot Mangold
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