Bei bestem Wetter steht der erste Tag des Bospop Festivals im niederländischen Weert im Zeichen der härteren Musik. So passt es, dass The Hara am frühen Nachmittag in der Harley-Davidson Zeltbühne mit einer Mischung von Alternativ und Hardcore den Auftakt machen. Ohne Unterbrechung geht es auf der Mainstage mit Parris weiter. Die niederländische Thin Lizzy Tribute Band lässt den Spirit der legendären Band um den leider viel zu früh verstorbenen Phil Lynott authentisch aufleben. Direkt nach dem letzten Song füllt sich die Zeltbühne und The Damn Truth lassen Glam, Blues und Hard-Rock miteinander verschmelzen. Stilistisch fühlt man sich zuweilen in die 70 Jahre zurückversetzt, was durch das Outfit des Leadgitarristen Tom Shemer und Sängerin Lee-La Baum sowie den psychedelischen Bühnenhintergrund verstärkt wird. Auch durch die authentische Bühnenpräsenz der beiden Fronter geht im Zelt richtig die Post ab. Am frühen Abend betritt die Niederländerin Floor Jansen mit ihrer Band die Mainstage und liefert ein tolles Konzert mit einem Mix eigener und Nightwish Songs ab, wo sie seit über einer Dekade Leadsängerin ist. Eindrucksvoll zeigt sie, dass sie nicht umsonst al eine der besten Vokalistinnen der Niederlande angekündigt wurde. Im Zelt gibt es dann von Bizkit Park etwas auf die Ohren, Der Name ist Programm und es gibt eine Mischung von Cover Songs verschiedenster Bands aus dem Nu Metal. Es gibt verschiedene Meinungen zu Cover oder Tribute Bands, aber den jungen Musikern gelingt es, für Stimmung im vollen Zelt zu sorgen. Auf der Mainstage gibt es dann eine geballte Ladung Hard-Rock aus Australien. Airbourne sorgen mit krachenden Riffs stilistisch nahe an AC/DC oder Rose Tattoo dafür, dass insbesondere die Hardrock Fans voll auf ihre Kosten kommen. Fronter Joel O´Keeffe zeigt sich dabei als Rampensau, jagt Gitarre spielend über die Bühne, als gäbe es kein Morgen mehr. Wenn so langsam die Hard Rock Dinos auf dem Endspurt ihrer Karriere sind braucht man sich bei Bands wie Airbourne keine Angst über die Zukunft des Hard-Rock zu machen. Im Harley Davidson Zelt wird es danach wild. BIOHAZARD sorgen mit Hardcore und Crossover vermischt mit Einflüssen von Metal und Hip-Hop, dass das Zelt bebt. Im Vordergrund stehen meist Bassist Evan Seinfeld und Rhythmusgitarrist Billy Graziasei, die sich auch mit den Lead Vocals abwechseln. Gewürzt werden viele Songs mit rockigen Solo Einlagen von Leadgitarristen Bobby Hambel. Auf der Mainstage gibt es dann Symphonic Metal von der niederländischen Band Within Temptation. Theatralisch ist der Beginn als Sängerin Sharon Janny den Adel mit einer Gesichtsmaske den ersten Song gewissermaßen zelebriert. Mit ihrem bombastischen Sound begeistert die Band die Fans auf dem gut gefüllten Festivalgelände. Steel Panther lassen im Zelt dann die Welt des Glam- und Hair-Metal der 80er Jahre wieder aufleben. Auf der Bühne geht es dann mit zwei Tänzerinnen an Stangen nicht unbedingt jugendfrei weiter. Die Fans im Zelt haben auf jedem Fall ihren Spaß und während eines Songs bittet die Band Zuschauerinnen auf die Bühne, die zur Musik mittanzten..Den ersten Tag beendet dann die dänische Metal Band Volbeat. Der Harte Sound der Band hat immer wieder belebende Elemente aus Country, Punk bis hin zum Blues, was passend den Namen der Band wiedergibt, der frei übersetzt Lautstärke und Rhythmus heißt. Fronter Michael Poulsen nimmt mit seiner charismatischen und authentischen Art die Zuschauer von Beginn an mit und gegen ein Uhr endet der erste Festival Tag. Tag 2 hier und Tag 3 hier.
Fotografie: Gernot Mangold
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