Black Label Society – Oberhausen Turbinenhalle 11.08.26

Black Label Society (die Band von ex-Ozzy Osbourne Gitarrist Zakk Wylde (auch bei Pantera)) verwandelte mit brutalen Hardrock, mächtiger Lautstärke sowie ellenlanger, ekstatischer Gitarrensoli die Turbinenhalle  in Oberhausen in ein Paradies für Gitarren-Puristen. Auf ihrer „Summer 2026“-Tour stellte Zakk Wylde einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, warum er zu den einflussreichsten Saitenhexern der Welt gehört. Die Turbinenhalle mit ihrem rauen Industrie-Charme bot den perfekten, ungeschminkten Rahmen für den wuchtigen Sound der Band. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Konzert  im Vorfeld von der kleineren Turbinenhalle 2 in die große Halle 1 verlegt und bot so bestens Platz für die über 2000 teils von weit weg angereisten Fans. Schon beim Vorprogramm ging es kompromisslos zur Sache. Die amerikanische Thrash Metal Band Thrown Into Exile (Pics siehe hier) peitschte die Menge mit einer fetten Metal-Breitseite nach vorne und brachte so die Halle früh auf Temperatur.  Als Black Label Society schließlich die Bühne enterten, wurde schnell klar, dass dieser Abend im Zeichen der absoluten Metal Gitarren-Eskalation stehen würde. Frontmann Zakk Wylde, wie gewohnt im Schottenrock feuerte nicht nur tonnenschwere Groove-Wände ins Publikum, sondern zelebrierte jedes einzelne Solo als gäbe es kein Morgen mehr. Zakk Wyldes unverkennbare Pinch Harmonics schnitten messerscharf durch die Halle. Der Meister feuerte ein minutenlanges, hyper-schnelles Pentatonik-Gewitter nach dem anderen ab. Er spielte hinter dem Kopf, mit den Zähnen und trieb sein Wah-Wah-Pedal an die absolute Belastungsgrenze. Diese exzessiven, improvisierten Soli dehnten die Songs zwar gewaltig in die Länge, zogen die Menge in der Turbinenhalle aber durch pure, rohe Virtuosität komplett in ihren Bann. Die Rhythmusfraktion hielt derweil den Groove wie ein unaufhaltsames Uhrwerk zusammen. Fazit: Ein lauter, schweißtreibender Konzertabend, der die Grenzen des traditionellen Heavy Metal auslotete. Wer epische Gitarrensoli, unbändige Spielfreude und meisterhaftes Handwerk liebt, bekam in Oberhausen die absolute Vollbedienung geliefert.

Textbeitrag: Chris StriederFotografie: Joanna Kowalska/ Chris Strieder

Fotografie: Joanna Kowalska/ Chris Strieder

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....