An einem heißen Juli Abend ist die Bremer Seebühne eine Location, die bei einem emotionalen Konzert von Beth Hart mit ihrer Band in jeder Hinsicht förderlich für die Stimmung ist. Malerisch direkt an der Elbe gelegen, weht ein leichter Wind, der die Temperaturen erträglicher erscheinen lässt und die zum Ende des Konzertes hinter der Bühne untergehende Sonne und der rot gefärbte Himmel bilden eine Kulisse, die zum Träumen anregt. Im Vergleich zur letzten Tour hat sie viele der rockigen Nummer weggelassen, was aber der Qualität keinen Abbruch tut. Es gelingt ihr von Beginn an eine Beziehung zum Publikum aufzubauen, welches sie gestenreich, mit Blicken oder durch die Reihen gehend mitnimmt. Zudem begleitet Sie sich bei vielen Songs am Klavier, der Akustikgitarre und dem akustischen Bass. Stark, wie sie eine mystische Stimmung erzeugt, als sie alleine mit Bass psychedelisch mit „Isolation“ die Fans in eine Art von Trance versetzt. Emotional wird es bei „Mama This One`s For you“, wo ihr kurz die Stimme stockt. Nach knapp 100 Minuten gibt es mit „Trouble“ noch eine Zugabe, und Beth Hart verabschiedet ein beseeltes Publikum in den lauen Sommerabend. Beth Hart ist im Herbst noch einmal auf Tour, mit diesem Auftritt hat sie eine tolle Werbung für die kommenden Shows gemacht. Es lohnt sich auch ein zweiter Konzertbesuch, da die Set List immer wieder kräftig durchgemischt wird und so nicht der Charakter von „The Same Procedre As Every Year“ entsteht.
Set List: If I Tell You I Love You, I Love You More Than You’ll Ever Know, Wanna Be Big Bad Johnny Cash, I’ll Take Care of You, Bad Woman Blues, Mean Ole Man of Mine, Never Underestimate a Gal, Swing My Thing Back Around, Baddest Blues, St. Teresa, Isolation, You Still Got Me, Mama This One’s for You, Woman Down, Don’t Call the Police, Encore: Trouble (incl. Monkey Back tag)
Fotografie: Gernot Mangold
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