Asenblut – Bruderschaft auf dem Vormarsch
Der 17. September 2026 dürfte für ASENBLUT ein besonderer Abend gewesen sein. Nicht nur markierte das Konzert in der Bochumer Matrix den Auftakt ihrer „Bruderschaft Tour 2026“, sondern zugleich den Startschuss für eine neue Ära: Nur einen Tag später sollte mit „Urgewalt“ das mittlerweile nächste Studioalbum der Göttinger erscheinen. Gemeinsam mit FLAMMENMEER und SUBFIRE ging es also hinein in eine Tour, die ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Metal und nordischer Wucht stand.
Subfire – der erste Angriff
Den Auftakt des Abends übernahmen SUBFIRE. Die griechische Heavy/Power -Metal Band brachte bereits früh Bewegung in den Bochumer Rockpalast und sorgte dafür, dass sich das Publikum auf das Kommende einstellen konnte. Subfire erwies sich als guter Opener und schaffte es ohne große Probleme, die noch nicht vollständig gefüllte Halle auf Betriebstemperatur zu bringen. Der Grundstein für einen langen Metalabend war gelegt und Frontman Andre Boutos begeisterte nicht nur mit seiner Hammerstimme, sondern auch mit seinen Deutschkenntnissen. Der Beginn des Sets war dabei durchaus passend gewählt: Statt lange Anlaufzeit zu benötigen, ging es zügig zur Sache. Die ersten Reihen wurden zunehmend aktiver und die Atmosphäre im Saal verdichtete sich. Damit war klar: Die „Bruderschaft“ würde an diesem Abend nicht nur auf dem Tourplakat existieren.
Flammenmeer – Feuer frei!
Mit FLAMMENMEER ging es dann in eine etwas andere Richtung. Mit zum Angriff schwarz bemalten Gesichtern ging es dann mit Vikingcore weiter. Auch wenn Flammenmeer den Besuchern durchaus zu gefallen schien, kam keine richtige Stimmung auf. Anscheinend bemerkte das wohl auch die Band, die dann mal kurzerhand zum einem Circle Pit aufrief. Spätestens mit ihrem Aufruf zum Mitsingen hatten Flammenmeer dann die Rockpalastbesucher geknackt und Anzahl der in die Höhe schellenden Fäuste und „ Endzeit“ singenden Kehlen erhöhte sich von Sekunde zu Sekunde.
ASENBLUT – die Bruderschaft ist eröffnet.
Nach einer kurzen Umbauphase war es dann endlich so weit und ASENBLUT betraten die Bühne. Gitarrist Chris Beck konnte leider an diesem Abend nicht mit dabei sein, für ihn sprang kurzfristig Stanley Robertson als Ersatz ein. Ansonsten hätten die Voraussetzungen kaum passender sein können. Das neue Album „Urgewalt“ stand unmittelbar vor seiner Veröffentlichung, die Tour trug den Namen „Bruderschaft“ und die Band hatte mit Bochum den ersten von insgesamt elf Terminen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor sich.
ASENBLUT verbinden seit Jahren melodischen Death Metal mit Viking-Metal-Einflüssen und einer unverkennbaren Vorliebe für große, kämpferische Bilder. Live funktioniert dieses Konzept besonders gut. Frontmann Tetzel und seine Mitstreiter machten schnell deutlich, dass hier niemand gekommen war, um sich vorsichtig an das neue Material heranzutasten. Stattdessen trafen wuchtige Gitarren auf treibende Drums und eine energiegeladene Bühnenpräsenz. Neue Songs von „Urgewalt“ gaben einen Vorgeschmack auf das, was am nächsten Tag offiziell auf die Fans losgelassen wurde. Besonders spannend war dabei natürlich der Titelsong „Bruderschaft“. Der Song steht sinnbildlich für die gesamte Tour und passte damit perfekt in diesen Abend. Dass die Band ausgerechnet in Bochum ihre Reise startete, verlieh dem Konzert zusätzlich den Charakter eines ersten großen gemeinsamen Aufbruchs.
Fotografie: Tatjana Krupka
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