Arch Enemy & In Flames & Soilwork – Rising from the North Tour – 12.10.24 – Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

Wenn die geballte Metalpower Schwedens auf Tour kommt, dann muss da ein fettes Kreuz in den Kalender der Metalwelt. Aus dem Norden kommend sind Arch Enemy und In Flames losgezogen, um die Liebhaber des Melodic-Death-Metals auch in Deutschland vollends zu befriedigen. Als ob diese beiden Bands alleine nicht schon eine Hammer geile Show versprechen, haben sie noch eine Dritte Metalgröße mit im Gepäck. Kein geringerer als SOILWORK eröffnet für die Beiden auf dieser Tour. Kein Wunder also, dass es für das Konzert in Düsseldorf recht schnell ausverkauft hieß. An der Mitsubishi Electric Halle ankomme, war ich erst einmal beeindruckt von der riesigen Menschenmenge, die hier auf Einlass warten. Pünktlich um 19:00 Uhr begann der Abend mit dem Opener SOILWORK, zu diesem Zeitpunkt gab es allerdings noch den ein oder anderen, der draußen in der Schlange auf Einlass wartete. Die Jungs aus Helsingborg sind eigentlich viel zu schade für eine Vorband, aber wir sprechen hier auch nicht von irgendeinem Headliner.  Eigentlich muss ich gar nicht erst erwähnen, dass SOILWORK nicht lange braucht, um die Temperatur in der Halle hochzudrehen. Schon bei den ersten Tönen von „Stabbing the Drama“ ging es in Düsseldorf innerhalb von Sekunden von 0 auf 100. Warmwerden ist hier nicht, mit weiteren Stücken wie “ Distortion Sleep“, „Stålfågel“ oder „Spirit of No Return“ bewiesen SOILWORK, dass sie die perfekte Wahl zum Anheizen an diesem Abend waren. Crowdsurfen und das Erzeugen eines Moshpits waren nun geübt, die Nackenmuskulatur war ebenfalls aufgewärmt und das Publikum nun also bereit für die Headliner des Abends. Bevor es allerdings weitergehen konnte, gab es erst einmal eine Umbauphase, welche dazu genutzt werden konnte, um zu dem Versuch zu starten, sich mit ein oder zwei kühlen Blonden für den nächsten Gig zu versorgen. Da Arch Enemy & In Flames auf einer Doppel-Headliner Tour unterwegs sind, stellte sich natürlich auch die Frage der Bandfolge an den Abenden.  Recht schnell war klar, dass In Flames als erste Band den 7.500 Besucher der Mitsubishi Electric Halle einheizen würde. Pünktlich um 20:10 Uhr fiel der Vorhand und mit dem Klassiker „Cloud Connected“ wurde dann auch der perfekte Einstieg für ein energiegeladenen Set geschaffen. Die Skandinaver, rund um Frontmann Anders Fridén waren an diesem Abend in Top-Form.  Mit seiner unglaublich kraftvollen und brutalen Stimme und einer gut ausgeglichen Setlist, hatten In Flames an diesem Abend keine Schwierigkeiten das Publikum zu animieren. Der Aufruf von Frontmann Anders, mit ihm zusammen zu „singen“, war nicht eigentlich nicht nötig. Fast durchgehend bewies Düsseldorf, wie Textsicher sie bei alten und neuen Songs waren. Natürlich gehört zu einem ordentlichen Konzert nicht nur das das lauthals Mitsingen, die Frequenz der Crowdsurfer hatte sich mittlerweile auch erhöht und die Pits wurden den Abend über immer größer. Man sollte ja meinen, eine Pause nach so einem Konzert wäre ein Stimmungskiller, aber weit gefehlt. Gespannt warteten die Fans vor dem Vorhang, der sie mit einem riesigen Schriftzug: „Pure Fucking Metal“ von dem absoluten Headliners des Abends trennte. Als dann Ace Of Spades vom Band erklang, fingen dann auch die ersten, lauthals zu singend und zu pogen an. Um 21:55 Uhr war es dann so weit und der letzte Vorhang an dieses Abends fiel. Die Stimmung in der Halle war so was von elektrisiert und Frontfrau Alissa White-Gluz war der Funke, der das ganze zum Explodieren brachte. Natürlich besteht Arch Enemy aus viel mehr grandiosen Musikern als nur aus Alissa, aber sind wir doch mal ehrlich, wenn diese auf den ersten Blick zierlich wirkende Frau ihre stahlblauen Haaren wild bangend herumschleudert oder mit einer unglaublichen Gewalt ins Mikro brüllt, dann starren tausende von Fans nur auf einen einzigen Punkt. Leider war es uns Fotografen an diesem Abend nicht so richtig vergönnt Alissa abzulichten, in den beiden Songs, die wir an diesem Abend zur Verfügung hatten, hielt sie sich doch eher im vernebelten und für uns Fotografen schlecht ausgeleuchteten hinterem Teil der Bühne auf. Die dritten Schweden an diesem Abend legten dann auch gleich zu Beginn mit “ Deceiver, Deceiver “ los, gefolgt von den explosiven “ The World Is Yours “ und “ House of Mirrors „.  Aber nicht nur alte Songs wie „Fields of Desolation“ begeisterten an diesem Abend die Fangemeinde in Düsseldorf. Mit im Gepäck waren auch die Singel Auskopplungen „Dream Stealer“ und „Liars & Thieves“ ihres neuen Albums ´BLOOD DYNASTY´ , welches ab März 2025 im Handel erstanden werden kann. Es schien, als ob die anwesenden Metaller an diesem Abend nicht kaputt zu bekommen waren. Bis zur letzten Minute wurde in der Halle gesprungen, lauthals mitgegröhlt, im Kreis gerannt und immer wieder begab sich jemand auf die Hände der Nachbar, um in den Armen der Security zu landen. Wie auch schon vorab In Flames, lieferten auch Arch Enemy an diesem Abend zu 100 % ab. Nach vier Stunden Musikgenuss war es dann aber auch für den bestkonditionierten Metalhead an der Zeit die Heimreise anzutreten.

Textbeitrag: Tatjana KrupkaFotografie: Tatjana Krupka

Fotografie: Tatjana Krupka

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....