ABBATH/ VLTIMAS/ 1349/ NUCLEAR – 24.01.2020 Matrix, Bochum

NUCLEAR stammen aus Chile und gelten dort wohl als Pioniere, blieben der Mehrheit hierzulande aber unbekannt. Dennoch machten sie als erster Supportact einen anständigen Job. Ihr Thrash- und Death Metal-lastiges Songmaterial wirkte durchaus belebend auf die stetig anwachsende Schar im Innenraum und so blieben die Jungs nicht ohne ihren verdienten Applaus.
Im Anschluss droschen 1349 neun Songs puren Black Metal in die Halle. Vom Opener „Sculptor“ bis zum Ende mit „Abyssos“ herrschten fast ununterbrochene Blastbeats, typisches BM-Kreischen und kaum zu umterscheidende Songs vor. Für den ein oder anderen Schwarzmetalfreak vielleicht ein Genuß, für mich viel zu undifferenziert, um irgend etwas hervorzuheben.
Die Extremband VLTIMAS um David Vincent und Rune Blasphemer Eriksen von Mayhem weckten im Vorfeld hohe Erwartungen. Nachdem das Intro verklungen war, eröffnete “Something Wicked Marches In“ eine wirklich heftige Performance, die natürlich das Material vom gleichnamigen Debutalbum enthielt. Wer das Album kennt weiß, dass die neun Songs sperrig, brutal und progressiv sind und genau das spiegelte sich auch im dem Gig wider: Gröbster Death-Black Metal mit Melodien, Prog-Elementen, eingestreuten Disharmonien und in Teilen sehr eigenwilligen Gesangsparts. Wobei die Vocals bei Tracks wie „Total Destroy“ und „Everlasting“ wirklich wieder an Morbid Angel Zeiten anknüpfen konnten! David, ganz Zeremonienmeister, forderte vom Publikum mal die „Horns“ oder animierte sogar zum klatschen(!) und das ohne deplatziert zu wirken! Fazit: Brutal anstrengend aber gleichzeitig auch richtig gut und unterhaltsam. Ergo, beide Daumen hoch! Nach zuletzt reichlich verpatzten Gigs und einer anschließenden Entziehungskur war man gespannt wie ABBATH sich präsentieren würde. Kurz gesagt: Er ist wieder da und ballerte den Fans vierzehn rohe Black Metal Tracks um die Ohren. Ab dem Opener „Hecate“ ging die gut gefüllte Halle mit und machte deutlich wer der Headliner des Abends war. Dabei schien es gleichgültig ob nun „Warriors“ oder „Outstrider“ durch die Boxen knallte. Bis zum letzten Track des Abends “Winterbane“ herrschte sozusagen Stimmung im Laden – sofern man das bei Black Metal irgendwie sagen kann.

Textbeitrag: Sven BernhardtFotografie: Sven Bernhardt

Fotografie: Sven Bernhardt


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