In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Tim Funke (The Voodoo Hoodoo Blues Club).

Insgesamt würde ich mich schon als Strat-Spieler bezeichen. Daher kaum verwunderlich: Meine absolute Hauptgitarre ist diese Fender Stratocaster aus der American Standard-Serie von 2007.

Sie vereint alles, was ich persönlich von einer Strat erwarte: Dieser einzigartige, dreckige und klingelnde Sound, eine hervorragende Bespielbarkeit plus eine tolle und zeitlose Optik. Über die Jahre habe ich herausgefunden, dass es hier aber enorme Unterschiede in den einzelnen Fender-Serien gibt. Auch eine Strat aus dem Jahre 2009 kann so wie meine 2007er klingen, wobei viel Strats aus den neueren Auflagen zwar auch die von mir geliebten Klangeigenschaften besitzen, jedoch leider insgesamt viel zahmer und weniger aggressiv klingen. Hier bin ich mittlerweile sehr wählerisch geworden, was den Sound von Strats angeht!
Ich benutze fast ausschließlich den wirklich traumhaft klingenden Neck-Pickup, nur ganz selten schalte ich auf die anderen Tonabnehmer. Ganz klar meine Gitarre für die Insel, nachzuhören auf allen drei Voodoo-Hoodoo Alben!

Neu in meiner Sammlung ist die Henrik Danhage- Signature von Charvel, die auf 165 Exemplare in Europa limitiert ist. Sie bietet ebenfalls diesen absolut gigantischen Sound meiner 2007er Strat am Neck-Pickup (DiMarzio Area 67), besitzt ein unglaublich gutes Hals-Profil (Mischung aus der Ibanez RG und der 2007er Strat) plus den echt heißen Seymour Duncan JB Humbucker am Steg. Das Floyd Rose arbeitet top und absolut verstimmfrei. Die Optik ist natürlich Geschmackssache, ich hätte sie auch in „normaler Optik“ gekauft… Aber als Hendrix-Fan (Reversed Headstock!) und Bluesrock-Gitarrist mit Neigung zu auch mal etwas härteren Sounds, ist diese Gitarre einfach perfekt. Wenn Jimi noch leben würde, wäre diese Gitarre vielleicht GENAU sein Ding!

Dritte im Bunde ist meine uralte und gut vermackelte Ibanez RG 1450. Meine komplette Metal-Vergangenheit (Black Destiny, Helrunar, Under That Spell) wurde mit dieser Axt bestritten. Und: Ich liebe sie immer noch… Ein sehr schneller Speed-Neck, gute Pickups und eine Optik, die keine Gefangenen macht – was will man mehr? Auch wenn die Ibanez optisch eher in die Metal-Richtung geht, ist sie tatsächlich eine absolute Allround-Gitarre, deren Single-Coil auch bluesige Sounds zulässt. Diese Gitarre trägt echt EINIGE Erinnerungen meines Leben in sich!

Zu guter Letzt noch ein kleiner Ausreißer:
Meine 2000er Les Paul Custom. John Sykes lässt grüßen… Was für ein Brett! Unglaublich fett und so manche auf Metal ausgerichteten Modelle können dagegen echt einpacken… Natürlich ist der Hals und die gesamte Haptik nicht gerade komfortabel. Dafür muss man sich jeden Ton ehrlich erarbeiten und wird dann auch mit einem richtig satten, erhabenen Ton belohnt. Der gesamte Ansatz des eigenen Spiels wird ja auch immer stark vom Instrument geprägt. Viele echt schöne Melodien wären mir vielleicht auf einer anderen Gitarre nicht eingefallen, weil die Paula eben nach einer bestimmten Art des Spiels verlangt. Keine Strat, aber sie bleibt für immer!

Links:
http://www.the-voodoo-hoodoo-blues-club.de

Youtube:

Foto Credits: Band by Jan-Bernd Bünnemeyer, Tim mit Strat live by Jürgen Achten, Bild live-cd by Marco Bäcker

 

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