Guitar Special Vol.9 mit Christian Tolle

In dieser neuen Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit dem deutschen Gitarristen, Songwriter und Produzenten Christian Tolle (C.T.P. / Christian Tolle Project, Cooper Inc., diverse Studiomusiker-Aktivitäten). http://www.christiantolle.com/

Meine erste Gitarre war Anfang der Achtziger Jahre eine Stratocaster-Kopie von Tokai. Im Nachhinein tut es mir etwas Leid, dass ich die nicht mehr habe. Die Tokai-Instrumente aus der Zeit damals waren richtig gut. Da ich damals aber hauptsächlich durch harten Rock beeinflusst wurde, wollte ich irgendwann eine Gitarre mit Humbuckern haben. Und als ich schließlich Eddie Van Halen entdeckte, musste es auch noch eine Gitarre mit Floyd Rose Tremolo sein. Durch diese Phase bin ich dann mit diversen sogenannten „Super-Strats“ gegangen, unter anderem von Charvel und Kramer.

Mit der Zeit entdeckte ich dann aber auch die traditionellen Vorlieben und insbesondere die Les Paul für mich. Dabei musste ich mich an die kurze Mensur erst gewöhnen, aber eine gute Les Paul klingt mittlerweile für meinen Geschmack einfach unglaublich und einzigartig: Fett, voller Wucht und unverwechselbar.
Mittlerweile sind meine beiden Lieblingsinstrumente eine Tandler Beauty vom deutschen Gitarrenbauer Jörg Tandler sowie eine Real Guitars Goldtop von Ulli Stöveken aus Leverkusen. Letztere ist insofern etwas besonderes, da mir Ulli in diese Goldtop alte, original PAF-Pickups von Gibson eingebaut hat, die wahrlich sensationell klingen. Beide Instrumente, die im Grunde in ihrer Bauart Les Pauls sind, haben bei meinen Studioaktivitäten wie auf meinem Album Point Blank zahlreich Verwendung gefunden.


Mittlerweile habe ich in meinem Arsenal verschiedene Gitarren, Telecasters, Strats, Les Pauls und auch noch moderne Interpretationen der Stratocaster. Aber wie gesagt, eine gute Les Paul ist mein „Go-To“-Werkzeug. Der Sound ist inspirierend und manchmal gelingt es auch, aus einem neuen Riff einen fertigen Song in 30 Minuten komplett fertig zu schreiben. Wenn Instrumente solche Inspirationen fördern können, sind sie im Grunde unbezahlbar.

 

 

 

http://www.christiantolle.com/

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