In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Vito C. (J.B.O.)

Was ist meine Lieblingsgitarre? Ja, nee, das kann ich so nicht beantworten! Aber ich kann wohl sagen, ich habe eine „Lieblingserie“! Ja, dass ich bei Electrics fast ausschließlich Gibson spiele, kann ich wohl nicht leugnen. Aber bei Gibson gibt es eben eine Serie, die es mir besonders angetan hat, nämlich die „90“ Serie. Diese wurden nur in den Jahren 1988 – 1990 gebaut und es gab sie in den Formen Flying-V, SG und Explorer. Was sie von allen anderen Gibson-Gitarren unterscheidet, ist die Mensur, das heißt, die Länge der schwingenden Saite. Die ist bei Gibson fast ausschließlich 24,75 Zoll (= 628 mm). Lediglich diese eine Serie (gut, zuzüglich der SG-Z von 1998) hat eine Mensur von 25,5 Zoll (650mm), wie Fender-Gitarren. Das macht sie schon mal speziell! Meine erste ordentliche E-Gitarre war eine SG-Kopie der Marke „Hoyer“ aus Erlangen. Es war ein 2.Wahl Instrument, man könnte auch sagen eine Lackprobe. Sie war türkis und ganz untypisch mit 2 Singlecoils bestückt. Ich habe sie später mit einem Kahler-Tremolo bestücken lassen und am Steg einen Humbucker einbauen lassen: Meinen ersten OBL (Bill Lawrence) L-500. Als wir mit J.B.O. anfingen, spielte ich diese Gitarre – und ich habe sie natürlich auch noch (Bild 1).

1991 fing ich an, mit Wolfram in einer Top-40 Coverband zu spielen. In dieser Zeit entdeckte ich bei Thomann eine weiße Gibson-SG, die (wie meine) mit Tremolo-System und einem Singlecoil in Halsposition bestückt war. Das hat mir sehr gefallen! Ich bin einige Zeit quasi „drumherum geschlichen“. Von der ersten ordentlichen Gage habe ich dann aber zugeschlagen! Es war eine SG eben aus der „90“ Serie, eine „SG 90 Double“ (Double weil 2 Pickups). Das war also meine erste Gibson-Gitarre (Bild 2).

1996 war ich eigentlich auf der Suche nach einer Les Paul Custom. Ich besuchte einen Gitarristen aus der Gegend, der eine hatte – die war aber schon ziemlich runter. Allerdings zog er aus einer Ecke eine Flying-V, die fast genauso bestückt war, wie meine SG. Allerdings war sie schlecht umlackiert worden. Trotzdem einigten wir uns auf einen Preis. Ich ließ die Gitarre ordentlich lackieren und sie wurde für die nächsten 20 Jahre meine Haupt-Bühnengitarre (Bild 3, (c) by Hans-Martin Issler).

In den nächsten Jahren kaufte ich noch einige weitere Gitarren aus der Serie (Flying-Vs, SGs und eine Explorer). 2016 endlich lief mir eine Flying-V 90 Double mit Floyd Rose Tremolo vor die Flinte. Auch schlecht umlackiert (das originale „Nuclear Yellow“ kam offenbar öfter mal nicht so an), aber ich wollte sie natürlich haben! Ich ließ sie ebenso professionell weiß lackieren und spendierte ihr auch ein „Pink Swirl“ Pickguard. Diese Gitarre ist nun seit 2016 meine Haupt-Bühnen-Gitarre (Bild 4, (c) by Sven Vittoz).

Aus der Serie habe ich insgesamt fünf Flying-Vs, vier SGs und eine Explorer. Ich behaupte, es ist die weltweit größte Konzentration dieser Reihe (bis mir jemand das Gegenteil beweist). In jedem Fall zeigt das Hashtag #flyingv90double fast ausschließlich mich oder meine Gitarren (Bild 5).

In fast allen meinen E-Gitarren sind Tonabnehmer von Bill Lawrence (dem Echten!). Am Steg fast ausschließlich L-500L (oder XL).

Acoustics
Meine Akustik-Gitarren sind alle von einem Erlanger Gitarren-Bauer hergestellt. Und hier kann ich schon meine Lieblingsgitarre benennen: Sie heißt „Agathe“, ist 1993 gebaut und hat eine „Roundshoulder“ Form, ein bisschen wie J-45 von Gibson. Intern ist sie allerdings sehr eigenwillig konstruiert (Bild 6).

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