In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Mathias „Don“ Dieth (DATOG, Tiffany Kills, U.D.O, Sinner, Gravestone). In Part I findet man noch  mehr Infos zu Don`s Gitarren.

Wann hast du mit dem Gitarre spielen angefangen und kannst du dich noch an deine erste Gitarre erinnern?

Ich war 12 und die erste Gitarre war die Wandergitarre meiner Mutter. Dann kam direkt eine Luxor Westerngitarre und eine Hertiecaster. Meine erste wirklich brauchbare E-Gitarre war eine „Tacoma“ Stratocaster-Kopie in Sunburst. Tolle Gitarre, hab ich leider irgendwann verkauft, ebenso wie meine Hamer Sunburst, die ich 1979 gekauft habe.

Ist diese Gitarre noch in deinem Besitz?

Die Westerngitarre habe ich noch, die anderen, wie gesagt, leider nicht mehr.

Was sind deine musikalischen Einflüsse und welche Gitarristen sind deine Favoriten?

Oh, da gibt es viele. Maßgeblichen Einfluss hatte vor allem Michael Schenker. Ich habe das UFO Live-Album „Strangers In The Night“ rauf und runter gespielt, bis mir die Finger bluteten. Michaels Vibrato und sein Gespür für Melodien sind einfach unglaublich. Dann hat mich vor allem Al Di Meola begeistert mit seinem unglaublich schnellen und technisch perfekten Spiel. Und natürlich David Gilmour. Wieviel Gefühl David Gilmour in eine einzige Note legen kann, ist fantastisch. Mein allerstes Gitarrensolo, das ich gelernt habe, war übrigens „Time“ von Pink Floyd. Immer noch eines meiner absoluten Lieblings-Soli.

Wie viele Gitarren besitzt du und welche sind deine Favoriten?

Ich weiß es nicht genau, ich schätze, es sind ca. 36 oder 37 Instrumente. Meine Favoriten wechseln, auch nach der jeweiligen Stilrichtung. Zuletzt habe ich in meiner Bluesrock-Combo die besonderen Eigenschaften von Stratocasters wiederentdeckt. Davon besitze ich derzeit drei, plus eine Strat-Doubleneck. Zu den Favoriten gehören aber auf jeden Fall meine Tandler Les Paul „Goldhart“, die Jörg Tandler für mich gebaut hat, meine 2009er ES 355 und meine weiße Les Paul Custom 1990, die aber leider verdammt schwer ist.

Was meinst du macht die perfekte Gitarre oder Verstärker aus?

Das ist natürlich vor allem eine Frage der persönlichen Vorlieben. Für mich ist es entscheidend, ob eine Gitarre mich inspiriert und ob sie mir Freude am Spielen vermittelt. Es ist erstaunlich, welchen Einfluss Gitarren auf deine Art zu spielen haben. Nimm eine Strat, die dir gefällt, nimm eine Tele und nimm eine Les Paul – du wirst spontan jedesmal ganz unterschiedliche Dinge spielen. Die Gitarre muss natürlich technisch ok sein, darf keinen allzu breiten Hals haben und muss gut eingestellt sein, damit es Spaß macht. Und wenn es Spaß macht – nicht mehr hergeben, ha ha…Bei Verstärkern experimentiere ich seit jeher herum. Neuerdings befasse ich mich mit Modelern und habe mir sowohl ein Tonex-Pedal als auch einen Kemper zugelegt. Aber das ist immer aufwändig und die „Programmierei“ durch endlose Menüs ist für mich manchmal nervend und teils auch zu komplex, bis man bei brauchbaren Ergebnissen landet. Da schließe ich manchmal einfach meinen alten 50 W Marshall JCM 800 an, den mir damals Reinhold Bogner umgebaut hat, und freue mich über den wahnsinnig natürlichen, warmen und mächtigen Sound mit Headroom und ordentlich Punch. Ich mag es, wenn Luft bewegt wird.

Was denkst du über die Frage Röhrenamp oder Modeler?

Tja, wie gesagt, ich experimentiere und bin noch lange nicht am Ende. Ich sehe Modeler als durchaus praktisch an, vor allem wenn man wenig Equipment herumschleppen möchte oder kann und dennoch brauchbare Sounds haben muss. Auch für Studioaufnahmen gibt es inzwischen PlugIns, die kaum Wünsche offen lassen. Ich bin kein Ideologe, aber bin doch eher im Team „Röhrenamp“.

Welche Gitarren und Amps benutzt du für Aufnahmen?

Ich benutze hauptsächlich Les Pauls, vor allem meine Tandler und ein paar meiner Gibsons. Für Leads gerne eine LP Classic aus 2003, auf dieser habe ich auch einige der DATOG-Soli gespielt. Auch gerne eine ESP 901 aus Anfang der 90er mit 24 Bünden. Ein großartiges Instrument! Gelegentlich auch eine Strat, dann vorzugsweise eine 2014er Custom Shop 60th Anniversary. Für die ganz harten Sachen nehme ich nach wie vor die für mich gefertigte ESP M 1 Custom mit EMGs aus meiner Zeit bei U.D.O. Die Gitarre reift wie guter Rotwein und klingt von Jahr zu Jahr besser…Meine Aufnahmen mache ich vor allem mit dem bereits erwähnten Marshall plus einem Universal Audio OX. Parallel gibt es immer ein DI-Signal, das dann durch die Plugins gejagt werden kann. Da wiederum gefällt mir das Tonex-Plugin wirklich gut.

Wenn du nur eine einzige Gitarre auswählen dürftest, welche würdest du nehmen?

Oh, das ist schwer… Meine Gitarren sind ein wenig wie Kinder, jede hat ihre eigenen liebenswerten Besonderheiten. Wenn es wirklich nur eine einzige sein darf, dann würde es wahrscheinlich die Tandler LP Goldhart werden…

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