Guitar Special Vol.56 mit Stef E. (THE UNITY)

In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Stef E. , dem Gitarristen der Band THE UNITY.

Wie viele Gitarristen habe auch ich meine Lieblingsgitarren. Seit inzwischen über 25 Jahren meine absolute Numero Uno – besonders für live: meine weiße (inzwischen eher gelbe) Gibson Les Paul Custom, Baujahr 1976.
Die 44 Jahre alte „Paula“ wurde mir bei einer Tour mit meiner früheren Band Crossroads Mitte der 90er Jahre von unserem damaligen Gitarren-Roadie angeboten. Ich hatte bis dahin immer nur Stratocaster-Formen gespielt, aber er meinte, eine klassische Custom würde doch viel eher zu mir und meinem Spielstil passen. Damals habe ich 2000 D-Mark dafür bezahlt, heute ist sie sicherlich ein Vielfaches in Euro wert. Aber die Gute ist natürlich unverkäuflich. 😉 Genau wie bei fast allen anderen meiner Gitarren habe ich auch die weiße 76er Gibson mit zwei Dimarzio Zebra-Super Distortion PUs bestückt; ich bin ein Kind der 80er und mag diesen etwas schärferen Sound. Die Mechaniken, die Pickup-Rahmen, Brücke, Saitenhalter und das Schlagbrett meiner weißen „Paula“ habe ich mit Goldversionen ausgetauscht.

Die Custom ist überraschend leicht und liegt einfach wunderbar in der Hand, weshalb sie immer meine allererste Wahl für jede live-Show ist. Als Spare-Gitarre habe ich noch ein zweite weiße Gibson Les Paul Custom gleicher Bauart und gleich bestückt; die ist aber etwas jünger, Baujahr 1989. Für Studio-Aufnahmen hat sich dagegen meine „Black Beauty“ bewährt; eine tiefschwarze 2006er Custom Shop Gibson Les Paul Custom. Hier habe ich alles original und unverändert gelassen, das heißt, es sind die 57 Classic Plus GC PUs verbaut, was für einen wärmeren Klang plus extraviel Sustain sorgt. Alle bisher drei The Unity-Scheiben habe ich mit dieser schwarzen Paula eingespielt. Für live ist sie aber nichts, da sie leider so schwer ist wie ein Anker.

 

 

 

Die dritte Gitarre im Bunde ist meine weiße ESP Custom (Foto Stef5). Zu Crossroads-Zeiten Anfang der 90er Jahre hatten wir einen EMI-Major-Deal und ich ein Endorsement bei ESP. Da ich in der Zeit wie so viele auf Eddie van Halen, Steve Vai, Hammering, Tapping und all den technischen Kram abfuhr, brauchte ich natürlich auch eine Gitarre, mit der man das umsetzen konnte. ESP baute mir dann zwei wunderbare, baugleiche, Strat-basierte Klampfen (eine weiße und eine schwarze) ganz nach meinen Wünschen und Vorstellungen: Holzauswahl, Extra-Cutaway unten, um auch bei höheren Lagen noch „gerade“ greifen zu können, eine zur Ablage vom „Schlagarm“ abgewinkelte Extra-Schrägung am Body, einen spiegelverkehrt nach oben abgeknickten Kopf, abgeschliffene Jumbo-Frets, wieder Dimarzio Super Distortion PUs und ein frei schwingendes Floyd Rose-Tremolo. Damals war das Ding der Knaller und entsprach genau dem, was ich mir vorgestellt und gebraucht hatte.
Ich fühle mich aber inzwischen mit einer Les Paul einfach viel wohler und spiele die ESP-Gitarren darum kaum noch – außer es ist mal ein extremer whammy bar-Einsatz erwünscht, zu hören z.B. bei den jeweiligen Anfängen von den The Unity-Songs „Rise and Fall“ und „Last Betrayal“ oder falls man mal einem Solo ein spektakuläres Ende geben will.
Ansonsten bin und bleibe ich ein treuer Gibson Les Paul Custom Gitarren-Spieler.

Copyright/Bildrechte:
Bild 2:  WRPhotography Concertphotos
Titelbild: Jörg Schnebele
https://www.unity-rocks.com/

https://www.rockland-music.de/

 


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