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In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Niels Löffler (Orden Ogan).

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Wann hast du mit dem Gitarre spielen angefangen und kannst du dich noch an deine erste Gitarre erinnern?
Ich bin mir nicht 100%ig sicher, wann ich wirklich ernsthaft angefangen habe, mich mit dem Gitarrespielen zu beschäftigen, aber mir war eigentlich immer klar, dass ich Gitarrist werden möchte, was vermutlich hauptsächlich daran liegt, dass mein Vater in den 60ern selbst in einer Band war, und ich Bilder von ihm – mit einer E-Gitarre – in unseren Familien-Fotoalben gesehen habe. Ich denke wirklich angefangen habe ich so mit 11/12 Jahren. Die erste Gitarre, bzw. Gitarren, auf denen ich gespielt habe, waren demnach die Gitarren, die mein Vater noch zu Hause rumfliegen hatte. Das war zum einen eine Epiphone Akustikgitarre, und eine Framus „Strato de Luxe“. Zum Glück haben meine Eltern mein Interesse an der Musik unterstützt, und nach den ungeliebten Klavierstunden, bekam ich zuerst eine Hanika Nylon-String Akustikgitarre, und kurze Zeit später meine erste eigene E-Gitarre, eine Fender USA Std. Strat.

Ist diese Gitarre noch in deinem Besitz?
Ja, die Strat habe ich noch, und sie ist eine meiner bevorzugten Wohnzimmergitarren, auf denen ich zu Hause allabendlich rumnudele.
Was sind deine musikalischen Einflüsse und welche Gitarristen sind deine Favoriten?
Das sind so viele, diese Frage kann ich garnicht wirklich beantworten… Wenn es um frühe Einflüsse geht, fängt es bei einigen „Klassikern“ an, Hendrix, Blackmore, Clapton, Santana. Einer der Gitarristen, die ich wirklich gut fand als ich anfing war Gary Moore! Kurze Zeit später kamen dann die ganz anderen 80er Helden wie Van Halen, Malmsteen, Vai, Satriani und Lukather, und etwas später ganz viel John Petrucci hinzu! Allerdings auch viele Leute aus dem nicht rockigen Bereich, wie Pat Metheney, Allan Holdsworth, Al DiMeola, Stevie Ray Vaughan, Robben Ford, usw.

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Wie viele Gitarren besitzt du und welche sind deine Favoriten?
Wenn ich meine Bässe mitrechne, dürften es ca. 20 Instrumente sein. Ich war niemals ein Sammler. Für mich sind Gitarren Werkzeuge, und sollen das machen, was ich in der jeweiligen Situation benötige. Was aber nicht heißen soll, dass ich keine emotionale Bindung zu den Instrumenten habe. In der Tat ist das Gegenteil der Fall! Wenn ich mich für eine Gitarre entschieden habe, dann bleibt sie bei mir, selbst wenn sie „Problemchen“ hat. ; – ) Ich habe noch nie eine meiner Gitarren verkauft. Ich glaube in fast jedem Instrument steckt was besonderes und mit der Zeit habe ich natürlich auch gelernt, entsprechende Arbeiten an meinen Gitarren vorzunehmen. Von simpleren Einstellungsarbeiten, bis hin zur Bundabrichtung. Was Favoriten angeht, muss ich oben genannte Strat nennen, aber ganz sicher auch meine Ibanez Jem77FP, die ich mir vom Konfirmationsgeld geleistet hatte, und die mich damals einfach ungemein nach vorne gebracht hat spieltechnisch! Das war für ca. 15 Jahre meine Hauptgitarre. Als drittes würde ich da die ESP/E-II Arrow nennen, die ich aktuell bei Orden Ogan spiele, nach ein paar tweaks zählt diese Gitarre ebenfalls zu meinen Favoriten.

Was meinst du macht die perfekte Gitarre oder Verstärker aus?
Das kommt absolut auf die Situation und den Kontext an. Es gibt allerdings ein paar Dinge, die ich grundsätzlich bei Gitarren bevorzuge. Dazu gehören naturbelassene Hälse und eine Strat-Mensur. (Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn es um Metal geht, am liebsten auch 24 Bünde, Floyd Rose – obwohl ich das selten wirklich nutze – und zumindest ein Humbucker am Steg. Ich mag außerdem eine eher niedrige Saitenlage. Bei Verstärkern gilt ebenso, dass der Kontext passen muss, wobei ich grundsätzlich eher Tops+Box bevorzuge: 2×12 oder 4×12 Cabs geschlossen, am liebsten mit Celestion Vintage 30 Speakern. Ich mag alle Amps, die von sich aus die Kapazität für zumindest Mid-Gain haben, also angefangen von Marshall Plexis bis hin zu modernen High-Gain Amps. Ich kann allerdings auch Lo-Gain Combos was abgewinnen, wenn es denn „passt“.
Was denkst du über die Frage Röhrenamp oder Modeler?
Ich liebe Röhrenamps! Ich habe mittlerweile eine schöne Auswahl an Amp-Topteilen (Marshall, Friedman, Engl, Mesa, usw…) Ich habe allerdings nie mit digitalen Lösungen gefremdelt. Ich hatte bereits bei meinen ersten Bands in den 90ern ein Rack-Setup, wo zwar der eigentliche „Ton“ komplett Röhre war (Marshall JMP-1 + Marshall Endstufe), aber die Effekte komplett digital (Digitech 2101). Bei Orden Ogan nutzen wir eine komplett digitale Lösung, weil es aus vielen Gründen Sinn macht. Ich nutze dort einen Kemper. Immer gleicher Sound, was wichtig ist, da wir unser eigenes In-Ear System nutzen, schnelles set-up, auch bei Festival Shows mit kurzen Umbauzeiten, und man kann ihn im Flugzeug mitnehmen. Modeler sind sehr weit gekommen! Das spielgefühlt ist meiner Meinung nach zwar immer noch nicht das gleiche, selbst mit FRFR Cabinets, oder vergleichbaren Lösungen, aber es ist mittlerweile so gut, dass wenn man es über eine PA hört, kein Konzertbesucher den Unterschied bemerken wird.

Welche Gitarren und Amps benutzt du für Aufnahmen?
Kommt auch hier sehr drauf an was gefragt ist. Bis vor kurzem waren Amp-Sounds, die man selber einstellt nicht sehr gefragt, und im Metalbereich sind DI Signale immer noch das, was die meisten Produzenten anfragen, also kamen meine Amps leider wenig zum Einsatz, aber das scheint sich momentan wieder ein bißchen zu ändern. Bei den Gitarren ist es immer eine Gefühlssache. Für die Aufnahmen der Soli des neuen Orden Ogan Albums (VÖ April 2024) habe ich überwiegend eine Peavey HP-2 und eine LTD GL 256 genutzt.
Wenn du nur eine einzige Gitarre auswählen dürftest, welche würdest du nehmen?
Ich glaube ich wäre mit jeder meiner Gitarren zufrieden, aber aus rein nostalgischen Gründe, wäre es vermutlich entweder die Strat, oder die JEM77FP













