In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Tim Kanoa Hansen (Induction).
Wann hast du mit dem Gitarre spielen angefangen und kannst du dich noch an deine erste Gitarre erinnern?
An sich mit 7, durch meine Schule, denn da musste jeder damals ein Instrument spielen können. Coole Sache eigentlich! Es war dann für eine Lange zeit etwas was man „eben so macht“, auch mit Gitarrenorchester, regulärem Akustik unterricht und so weiter. Das ging dann ca bis ich 12, wo ich dann für eine Weile das Interesse verlor. So richtig ging es dann mit 15 bei mir los, als ich auch anfing, aktiv mehr Metal zu hören. Ich bin mir nicht mehr sicher was meine aller erste Gitarre war, da durch meinen Vater immer sehr viele zur Hand waren. Aber eine die ich sehr genau erinnere war meine allererste 7 Saiter. Eine Chapman ML7s. Hat mir gute Dienste geleistet, bis ich sie dann irgendwann mit einer Ibanez RGIF7 und jetzt ultimativ alles mit meinen Custom Aristides Gitarren ersetzt habe.

Was sind deine musikalischen Einflüsse und welche Gitarristen sind deine Favoriten?
Ich schöpfe meine Inspiration aus vielen verschiedenen Bereichen des Lebens, die auch über Musik hinausgehen. Bands und Musiker die mich inspirieren, sind immer unterschiedlich, aber auch da gibt es ein paar übliche Verdächtige. Alexi Laiho zählt zu einer meiner großen Helden, weswegen ich ihm auf unserem neuen Album „Born From Fire“ auch den Titel „Embers“ gewidmet habe. Ich schrieb den Song nachdem ich von seinem Ableben gehört habe um zu reflektieren, wie sein Einfluss auf mich war. Andere Gitarristen die ich sehr mag sind Kiko Loureiro, Teemu Mäntysaari, Kasperi Heikkinen und Jonaa Björkroth. Mein absoluter all-time Favorit jedoch: Guthrie Govan.
Wie viele Gitarren besitzt du und welche sind deine Favoriten?
In meinem Raum hier zähle ich gerade 7, wobei ich noch mehr habe. Aktiv spielen tue ich aber hauptsächlich auf meinen Aristides Gitarren. Es gibt für mich einfach keine besseren. Und unter diesen zählt meine Mint 6 Saiter mi Floyd Rose zu meinen „Partners in Crime“. Spielt sich wie von selbst. Neben den Aristides Gitarren habe ich noch meine RGIF7 von Ibanez, Eine Randy Rhoads Custom Shop, eine Gibson Explorer und eine klassische Fender Strat. Also ein ziemlich gutes Repertoire.

Was meinst du, macht die perfekte Gitarre oder Verstärker aus?
Ich glaube, dass das extrem Individuell ist. Für mich ist aber am wichtigsten, dass es Spaß macht. Bei Gitarren ist es natürlich immer schön wenn es präzise ist und ein gutes Set-up hat.
Was denkst du über die Frage Röhrenamp oder Modeler?
Modeler. Ganz klar. In den meiste Szenarien überwiegen die Vorteile einfach alles was Röhrenamps zu bieten haben. Und versteh mich nicht falsch, ich liebe Röhrenamps, aber über Studio Recordings hinaus, sehe ich einfach nicht mehr wieso man die noch nutzen sollte. Auf tour ist es viel zu viel mitzuschleppen, die Lautstärken können nicht ohne klangliche Einbußen gering gehalten werden, außer man kauft sich teure Load Boxen. Und die meisten Amps sind auch nicht so extensiv programmierbar wie andere. Schöne Sache, aber ich würde jeden Tag meinen AxeFX III Turbo über einen Röhrenamp wählen!

Welche Gitarren und Amps benutzt du für Aufnahmen?
Für Heimaufnahmen nehme ich in der Regel ein DI Signal auf und mach das Processing mit Plugins, wie zum Beispiel Neurals DSPs Plugins. Aber in letzter Zeit nehme ich immer mehr direkt aus dem AxeFx auf, da es eine Menge CPU erspart für andere Dinge, wie z.B. Orchestrierung oder Synths.

Wenn du nur eine einzige Gitarre auswählen dürftest, welche würdest du nehmen?
Meine Türkise Aristides!! Meine absolute Lieblings Gitarre. Ausgestattet mit einem Floyd Rose, Fishman Fluence TA Pickups, Richlite Fretboard und der besten Hardware… Ein absolutes Biest. Macht einfach Spaß auf der zu spielen.













